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Erfahrene Spieler warten noch auf neue Verträge

Von Nash bis Seidenberg - Die besten verbliebenen UFAs im Ranking

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Am 1. Juli begann die Free Agency in der NHL. Einen Monat später haben viele zuvor vertragslose Aktive bereits einen neuen Klub gefunden. Doch es gibt noch immer etliche namhafte Spieler, die aktuell auf dem Markt sind. Hier ist unsere Auflistung einiger der besten aktuell verfügbaren Unrestricted Free Agents:

 

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1. Rick Nash
Der 34-jährige Flügelstürmer Rick Nash hat sich noch nicht entschieden, ob er seine lange und erfolgreiche Karriere in der NHL überhaupt weiter fortsetzen möchte. Sollte er sich in den nächsten Tagen oder Wochen dafür entscheiden, an Interessenten für seine Dienste gäbe es mit Sicherheit keinen Mangel, trotz seines fürstlichen Gehalts von zuletzt 7,8 Millionen US-Dollar im Durchschnitt pro Spielzeit. 

Im Februar verließ Nash die New York Rangers und schloss sich den Boston Bruins an. Sollte er seine Karriere ab Herbst fortsetzen, stünde für ihn vermutlich eine deutliche Gehaltskürzung ins Haus. Dass Nash selbstverständlich unverändert eine wertvolle sportliche Ergänzung für nahezu jedes Team sein kann, das steht völlig außer Frage. 

2. Luca Sbisa
Der 28-jährige Luca Sbisa bekam von den Vegas Golden Knights, für die er im Vorjahr aktiv war, nach Angaben seines Agenten Andre Rufener kein neues Angebot. Sbisa ist unzweifelhaft einer der besten Spieler auf dem knapper werdenden Free-Agent-Markt. Als Stanley Cup-Finalist des Jahres 2018 mit dem Expansion Team des vergangenen Sommers, konnte der Schweizer in 30 Einsätzen 14 Punkte zum Teamerfolg beisteuern. Zudem spricht ein Plus/Minus-Wert von +8 für den Verteidiger, der sich im besten Eishockeyalter befindet. Schenkt man aktuellen Gerüchten Glauben, dann sind die Chicago Blackhawks an einer Verpflichtung des Defensivspezialisten interessiert.

Video: CGY@VGK: Sbisa per Direktabnahme zum 100. NHL-Punkt

3. Tobias Enstrom
Sollte seine Gesundheit mitspielen, die ihn in der Runde 2017/18 auf nur 43 Spiele für die Winnipeg Jets kommen ließ, dann kann auch Abwehrspezialist Tobias Enstrom, trotz seiner bereits 33 Jahre, eine wertvolle Verstärkung für ein NHL-Team sein. Wenn er fit war, dann bekam der knochenharte Abwehrrecke noch immer solide 17:02 Minuten Eiszeit im Durchschnitt pro Spiel. Im Falle, dass er in Nordamerika keinen neuen Arbeitgeber, nach der Zeit bei den Jets findet, hat er nach eigenen Angaben Möglichkeiten in Europa unterzukommen. Ende Juni hat Enstrom seinen Agenten gewechselt hat. Enstroms Gehalt lag bei 5,75 Millionen US-Dollar. Eine Summe, die er zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr wird einstreichen können.

4. Mark Letestu
Seinen Wert für ein NHL-Franchise möchte der 33-jährige Mark Letestu weiterhin unter Beweis stellen. Der in Alberta aufgewachsene Stürmer, der sowohl als Center als auch auf dem rechten Flügel agieren kann, wurde von den Edmonton Oilers zur Trading Deadline im Februar an die Columbus Blue Jackets abgegeben. Er ist immer noch ein durchaus produktiven Spieler für die dritte oder vierte Formation eines NHL-Teams. Zuletzt wurde darüber spekuliert, dass die Philadelphia Flyers und die Nashville Predators an seinen Diensten ein konkretes Interesse hätten. Sein Gehalt von zuletzt 1,8 Millionen Dollar wird dabei kein allzu großes Hindernis darstellen, sollte sich eine Organisation dazu entscheiden ihn für ihren Kader zu verpflichten.

 

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5. Mike Cammalleri
Im fortgeschrittenen Alter von bereits 36 Jahren befindet sich Stürmer Mike Cammalleri. Obwohl er im Vorjahr lediglich zu 65 Einsätzen kam, ist der Veteran einer der erfahrensten Punktelieferanten auf dem UFA-Markt. Seine 29 Zähler bringen ihn gar auf Rang zwei hinter Nash. Selbst wenn er nicht mehr das Tempo und die Fitness vergangener Jahre mitbringt, Cammalleri verfügt noch immer über die Instinkte und die Erfahrungen, die ihn für ein NHL-Team nach wie vor sehr wertvoll machen. Nachdem ihn die New Jersey Devils aus seinem Vertrag herausgekauft hatten, endete auch seine Rückkehr zu den Los Angeles Kings relativ rasch, so dass er die Runde bei den Edmonton Oilers zu Ende spielte. Sollte sich ein NHL-Engagement für den Stürmer zerschlagen, könnte er eventuell seine aktive Karriere in der KHL fortsetzen. Angeblich liegt ihm eine Anfrage seines Ex-Coaches Bob Hartley vor, der zurzeit als Übungsleiter in Omsk tätig ist, und mit dem er bereits in Calgary zusammengearbeitet hatte.

6. Kari Lehtonen
Mit dem 34-jährigen Kari Lehtonen steht auf dem Markt auch noch ein erfahrener Torhüter zur Verfügung. Lehtonen enttäuschte zuletzt bei den Dallas Stars, wo er die Rolle einer Nummer eins nicht mehr zur Zufriedenheit seiner Bosse ausfüllte, als der eigentliche Stammtorhüter Ben Bishop sich längerfristig verletzt hatte. Für einen Backup-Goalie war sein letztes Gehalt von 5,9 Millionen US-Dollar zudem zu üppig proportioniert. Sollte er noch einmal in der NHL unterkommen, dann höchstwahrscheinlich nur mit deutlich reduzierten Bezügen. In der Saison 2017/18 betrug seine Bilanz 15-14-3 bei einer Fangquote von 91,2 Prozent und einem Gegentrefferschnitt von 2,56.

7. Scott Hartnell
Bereits im Spätherbst seiner Karriere befindet sich mit seinen 36 Jahren Flügelstürmer Scott Hartnell. In 61 Spielen für die Nashville Predators erzielte Hartnell 2017/18 13 Treffer und kam insgesamt auf 23 Scorerpunkte. Seine Eiszeit pro Spiel betrug im Schnitt 12:01 Minuten, wobei er in seinen vier Playoff-Einsätzen nur noch im Schnitt 9:32 Minuten auf dem Eis stand. Obwohl Hartnell zuletzt ein Karriereende öffentlich in Erwägung zog, könnte er mit seiner Erfahrung aus 1249 NHL-Spielen noch immer eine wertvolle Ergänzung für manches Team sein.

8. Dennis Seidenberg
Mit seinen inzwischen 37 Jahren macht sich auch der deutsche Nationalverteidiger Dennis Seidenberg derzeit noch Hoffnungen auf eine Fortsetzung seiner Karriere in der NHL. Nachdem sein Vertrag bei den New York Islanders im Frühsommer jedoch auslief und die neuen Verantwortlichen, in Person von Cheftrainer Barry Trotz und General Manager Lou Lamoriello, einen kompletten Neuaufbau in Gang gesetzt haben, werden Seidenbergs Dienste bei den Islanders nicht mehr gefragt sein. Seidenberg gab sich in alle Richtungen offen, schloss auch ein Karriereende nicht kategorisch aus. Es dürfte, trotz seiner großen Erfahrung und Klasse, für ihn sehr schwer werden bei einem der 31 Klubs in der Liga unterzukommen. 

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