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Die besten verfügbaren rechten Flügelspieler

Klangvolle Namen wie Joe Pavelski, Justin Williams und Corey Perry unter den Kandidaten als unrestricted Free Agents

von Stefan Herget @NHLde / Chefautor NHL.com/de

Am 1. Juli beginnt in der NHL die Free-Agent-Phase. Alle 31 Teams haben ab diesem Zeitpunkt die Chance, vertraglose Spieler zu verpflichten. NHL.com/de hat den Markt analysiert und stellt die Top-10 der rechten Flügelstürmer vor…

1. Joe Pavelski (zuletzt San Jose Sharks)

Es ist schwer vorstellbar, dass Pavelski, der seit 13 Jahren ein Sharks ist, demnächst ein anderes Trikot trägt als das mit dem Hai darauf, doch das war es bei Patrick Marleau auch, der sich vor zwei Jahren als unrestricted Free Agent nach 20 Jahren San Jose den Toronto Maple Leafs anschloss. Pavelski ist seit dem 5. Oktober 2015 deren Kapitän und Anführer und wird am 11. Juli 35 Jahre alt. Er verfügt über eine Erfahrung von 963 NHL-Spielen der regulären Saison und 163 Playoff-Spielen. Dass Pavelski trotz seines Alters ein Elite-Stürmer ist, beweisen seine 38 Tore in der abgelaufenen Saison, die ihn zu einem Objekt der Begierde vieler Mannschaften machen dürfte.

2. Mats Zuccarello (zuletzt Dallas Stars)

Zuccarello, der am 1. September 32 Jahre alt wird, wurde am 23. Februar von den New York Rangers zu den Dallas Stars transferiert und brach sich im ersten Spiel für sein neues Team den Arm, als er einen Schuss blockte. Zuccarello kehrte am 2. April zurück und verbuchte ein Tor und zwei Assists in den verbliebenen zwei Spielen der Stars. Insgesamt holte er 40 Punkte in 48 Spielen. In den Playoffs drehte er mit elf Punkten (vier Toren, sieben Assists) in 13 Spielen so richtig auf und gab damit ein hervorragendes Bewerbungsschreiben für die neue Vertragsperiode ab. Die Rangers dürften darauf hoffen, dass Zuccarello bei Dallas unterschreibt, weil sie dann statt einem Draft der dritten Runde in 2020, einem der ersten Runde bekommen würden.

Video: DAL@STL, Sp7: Zuccarello trifft nach einem Abpraller

3. Justin Williams (zuletzt Carolina Hurricanes)

Williams war ein Leader für die Carolina Hurricanes und führte sie als deren Kapitän erstmals seit 2009 wieder in die Stanley Cup Playoffs und danach in das Eastern Conference Finale. Williams, der zum Saisonstart am 4. Oktober 38 Jahre alt wird, erzielte mindestens 20 Tore zum siebten Mal in seiner Laufbahn, indem er 23 Treffer markierte. Hinzu kamen 30 Assists und sieben Punkte (vier Tore, drei Assists) in 15 Playoff-Spielen. Durch sein Alter wird Williams Abstriche beim Gehalt machen müssen, doch für Teams, die seine Führungsqualitäten und Erfahrungen in den Playoffs schätzen, könnte er von Interesse sein. Schließlich ist er zweimaliger Stanley Cup Sieger mit den Los Angeles Kings in 2012 und 2014.

4. Corey Perry (zuletzt Anaheim Ducks)

Wie ein Pavelski ohne Hai am Trikot, wäre Perry ohne Ente. Doch während der Erste noch bei seinem Team verlängern könnte, wurde Perrys Vertrag am Mittwoch vergangener Woche zwei Jahre vor dem Ende durch Buyout von Anaheim beendet, so dass es keine Rückkehr geben wird. "Das hat definitiv meinen Ehrgeiz geweckt", kommentierte Perry die Entscheidung seines bisherigen Arbeitgebers. "Ich will wieder gewinnen und möchte wieder der Spieler sein, der ich war." Er verpasste die ersten vier Monate der vergangenen Saison durch eine schwere Knieverletzung und verbuchte anschließend nur zehn Punkte (sechs Tore, vier Assists) in 31 Spielen. Der 35-jährige Stürmer hat sechs Mal in 14 Spielzeiten mit Anaheim mindestens 30 Tore erzielt, inklusive seiner Bestleistung von 50 in der Saison 2010/11. Ein neuer Arbeitgeber wird sich sicher finden lassen. 

 

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5. Alex Chiasson (zuletzt Edmonton Oilers)

Für das Mindestgehalt von US$ 650.000 verpflichteten die Edmonton Oilers im vergangenen Sommer Chiasson und landeten damit einen Volltreffer. 38 Punkte (22 Tore, 16 Assists) in 73 Spielen holte der 28-jährige Kanadier und damit so viele, wie noch nie in seiner Karriere. Er war damit neben Connor McDavid und Leon Draisaitl der Lichtblick bei den Oilers, die die Playoffs trotz großer Ambitionen klar verpassten. Edmonton war bereits die fünfte Station in der NHL für Chiasson und man darf gespannt sein, wer sich seine Dienste sichern wird und zu welchen Konditionen. Ein mit Sicherheit siebenstelliger Betrag dürfte dem Stanley Cup Sieger von 2018 mit den Capitals wieder winken.   

6. Brett Connolly (zuletzt Washington Capitals)

Der erfahrene Stürmer, der bereits für die Tampa Bay Lightning, Boston Bruins und Capitals gespielt hat, stellte in dieser Saison mit 22 Tore und 46 Punkten eine neue persönliche Bestleistung auf. Bemerkenswert, dass er 44 dieser Punkte bei ausgeglichener Mannschaftsstärke verbuchte. Dem 27-jährigen Kanadier könnten unter diesen Voraussetzungen an anderer Wirkungsstätte eine größere Rolle angetragen werden, als er diese mit durchschnittlich 13:20 Minuten Eiszeit in Washington zuletzt innehatte. Auch er gewann 2018 mit den Capitals den Stanley Cup und kann selbst mit dieser Erfahrung wertvoll sein.

7. Joonas Donskoi (zuletzt San Jose Sharks)

Auch Donskoi kommt aus einem Jahr, in dem er mit 37 Punkten (14 Tore, 23 Assists) in 80 Spielen eine neue persönliche Bestleistung aufstellte. Er holte 34 dieser Zähler bei ausgeglichener Mannschaftsstärke und könnte ebenfalls an neuen Ufern in eine gewichtigere Rolle aufsteigen, als dies bei den Sharks der Fall war. Zunächst wird der 27-jährige Finne jedoch darauf spekulieren, mehr zu verdienen, als seine US$ 1,9 Millionen in den abgelaufenen zwei Jahren.

Video: COL@SJS, Sp7: Donskoi aus dem Handgelenk vom Kreis

8. Jason Pominville (zuletzt Buffalo Sabres)

Der 36-jährige Routinier kehrte vor zwei Jahren nach seinem über vierjährigen Intermezzo bei den Minnesota Wild zu den Buffalo Sabres zurück. Pominville wird wohl Abstriche bei seinem jährlichen Gehalt von zuletzt US$ 5,6 Millionen machen müssen, nachdem er jeweils in der Saison 2017/18 und 2018/19 für den Verdienst verhältnismäßig geringe 16 Tore erzielen konnte. Zwar ist er damit von seiner Bestleistung aus 2006/07 von 34 Toren weit entfernt, doch der Stürmer hat nach wie vor eine gute Qualität für die Bottom Six zu bieten. 

9. Brandon Tanev (zuletzt Winnipeg Jets)

Tanev kommt aus dem besten Jahr seiner Karriere und erzielte dabei 29 Punkte (14 Tore, 15 Assists) in 80 Spielen. Der 27-jährige Kanadier hat sich damit in den Fokus einiger Mannschaften gespielt und da die Jets Luft im Capspace für die Weiterverpflichtung unter anderem von Patrik Laine benötigen, stehen die Anzeichen wohl für Tanev auf Abschied aus Winnipeg.  

10. Wayne Simmonds (zuletzt Nashville Predators)

Simmonds, der am 26. August 31 Jahre alt wird, erzielte ein Tor in 17 Spielen für Nashville, nachdem er am 25. Februar in einem Trade von den Philadelphia Flyers geholt wurde. Er verpasste vier der sechs Spiele in der ersten Runde der Playoffs wegen einer Verletzung. Wenn er gesund ist, dann ist Simmonds ein absoluter Kämpfer, der immer mit gutem Beispiel voran geht und eine Mannschaft antreiben kann. Er kommt in seiner Karriere auf 474 Punkte (243 Tore, 231 Assists) in 841 NHL-Spielen mit den Predators, Flyers und den Los Angeles Kings.

Deutschsprachige Kandidaten auf der Position:
Sven Andrighetto (zuletzt Colorado Avalanche), Tom Kühnhackl (zuletzt New York Islanders)

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