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Die besten NHL-Spieler aus D/A/CH: Plätze 15 bis 11

von Stefan Herget / NHL.com

Mit dieser Serie wirft NHL.com/de einen Blick auf die 20 besten NHL-Spieler aller Zeiten aus Deutschland, der Schweiz und aus Österreich. Wir begannen vergangene Woche mit den Plätzen 20 bis 16, dieses Mal folgen die Plätze 15 bis 11, am 19. August die Plätze 10 bis 6 und am 26. August die fünf Erstplatzierten. Sei so frei und diskutiere über diese Rangliste mit Deinen Freunden auf Facebook oder Twitter!

15. Nino Niederreiter, Stürmer, CH, (2010/11 - jetzt)

Einige Anlaufschwierigkeiten trotz hoher Erwartungen an ihn hatte Nino Niederreiter, der heute bei den Minnesota Wild unter Vertrag steht.

Der Linksaußen galt als eines der größten Talente des Schweizer Eishockeys. Bereits im Alter von 16 Jahren wurde er in der Profimannschaft des HC Davos eingesetzt.

Im NHL Draft 2010 wurde er an fünfter Stelle von den New York Islanders gewählt und ist damit der bisher am höchsten gedraftete Schweizer.

Er wurde sogleich in der NHL eingesetzt, aber nach nicht einmal einem Monat zurück ins Juniorenteam geschickt.

Pech hatte Niederreiter, dass er sich vor der Saison 2011/12, in der er fester Bestandteil der Islanders werden sollte, in der Vorbereitung verletzte und dadurch erst Mitte November zum Einsatz kam. Der Rückstand hing ihm nach und so kam er in 55 Spielen nur auf ein mageres Törchen.

So musste er sich in der folgenden Spielzeit mit der AHL begnügen, wo er für die Bridgeport Sound Tigers immerhin 50 Punkte in 74 Spielen sammelte. Im Juni 2013 holten ihn die Wild und statteten Niederreiter mit einem neuen Vertrag aus. Nach zwei Jahren dort hat er sich endlich etabliert. Nach 36 Punkten in 2013/14 kam er auf einen Zähler mehr in 2014/15. Der 22-jährige Stürmer hat in der Zukunft sicher noch Luft nach oben, so dass später eine höhere Platzierung als 15 gerechtfertigt sein wird.

14. Marcel Goc, Stürmer, D, (2005/06 - jetzt)

699 Spiele in der NHL stehen für Marcel Goc inklusive Playoffs zu Buche. Ob das 700. noch dazu kommt, steht derzeit in den Sternen. Der bald 32-jährige Deutsche hat kein Vertragsangebot vorliegen und hält sich im Training bei den Adlern Mannheim fit.

Diese würden den Center am liebsten verpflichten, doch noch hofft Goc irgendwo in Nordamerika unterzukommen, um seine mittlerweile zehnjährige NHL-Karriere fortsetzen zu können.

Mit großen Erwartungen wurde Goc 2001 von den San Jose Sharks bereits an 20. Stelle in der 1. Runde gedraftet, doch es dauerte bis zur Saison 2005/06, ehe der gebürtige Calwer sein Debüt in der besten Liga der Welt geben durfte. Auf immerhin 22 Punkte in 81 Spielen brachte er es damals.

Trotzdem kam Goc nie über den Status eines Ergänzungsspielers hinaus.

Seinen Ruf als guter Bullyspieler und eher defensiver Unterzahlspezialist wurde er nicht mehr los. In Unterzahl aufzulaufen und vorwiegend gegen die gegnerische Topreihe spielen zu müssen, erschwert jedoch die Möglichkeit Punkte zu sammeln.

Seine weiteren Stationen waren die Nashville Predators, Florida Panthers, Pittsburgh Penguins und zuletzt die St. Louis Blues. In der abgelaufenen Saison konnte Goc in 74 Spielen für die Penguins und Blues nur neun Punkte verbuchen. Vielleicht zu wenig, um noch einen Vertrag zu erhalten?

Zehn Jahre NHL mit insgesamt 203 Punkten sind aber allemal gut genug, um einen Platz in unserer Rangliste zu bekommen.

13. Michael Grabner, Stürmer, A, (2009/10 - jetzt)

Für den schnellen Österreicher steht ein wichtiges Jahr bevor, denn sein mit drei Millionen US-Dollar gut dotierter Fünf-Jahres-Vertrag bei den New York Islanders läuft im Juni 2016 aus. Hinzu kommt, dass es vergangene Saison für Michael Grabner nicht so gut lief.

Verletzungen minimierten ihn auf 34 Einsätze und teilweise verlor er seinen Stammplatz.

Über Potenzial verfügt Grabner ohne Zweifel, aber die Statistiken seiner Karriere deuten auf eine Stagnation hin. Beim NHL Draft 2006 von den Vancouver Canucks an 14. Stelle gedraftet, dauerte es noch drei Jahre bis zu seinem ersten NHL-Einsatz in der Saison 2009-10.

Immerhin brachte es der heute 27-jährige Rechtsaußen auf elf Punkte in 20 Spielen.

Trotzdem gaben ihn die Kanadier an die Florida Panthers ab, die ihn aber ins Farmteam schickten. Die Islanders nutzten die Gunst der Stunde, holten ihn von der Waiver-Liste und erlebten ihn so in der Folgezeit von seiner besten Seite.

2010/11 ist immer noch die erfolgreichste Spielzeit von Grabners Karriere, der dort in 76 Spielen 34 Tore erzielen und 18 weitere vorbereiten konnte. Grabner wurde als bester Torschütze der Neulinge zusammen mit Logan Couture und Jeff Skinner für die Calder Trophy als bester Rookie der Saison nominiert. Dieser Messlatte hechtet er bis heute hinterher, wobei ihn wie bereits erwähnt häufiger Verletzungen stoppten bzw. behinderten.

Im Gesamten kommt Grabner in 334 NHL-Spielen auf 161 Punkte, was eine gute Quote von nahezu einem Punkt in jedem zweiten Einsatz ausmacht. Ob es in einer Fortschreibung der Rangliste irgendwann zu einer Top 10 Platzierung reichen wird, hängt im wesentlichen davon ab, wie Grabner in der kommenden Saison überzeugen kann.

12. David Aebischer, Torhüter, CH, (2000/01 - 2007/08)

Im Januar dieses Jahres beendete David Aebischer offiziell seine Karriere mit vielen Höhen und Tiefen. Doch eines wird für die Ewigkeit mit seinem Namen verbunden sein, was ihn niemand mehr nehmen kann. Er ist der erste Schweizer Stanley Cup Sieger. Hinter Patrick Roy saß er zwar nur auf der Bank und kam in den Playoffs 2001 für die Colorado Avalanche gerade einmal eine Minute zum Einsatz, doch in der regulären Saison hatte der Rookie mit 26 Einsätzen seinen Anteil am Erfolg.

Es folgten zwei weitere Jahre als Backup, ehe der große Roy seine Karriere beendete und seine Stunde gekommen schien. Zur Nummer 1 befördert, befand sich aber das Team von Colorado zunehmend im Umbruch.

Die Entwicklungen hielten den hohen Erwartungen nicht stand und selbst Aebischer wurde nach 18 Monaten Opfer des Systems.

Die Avalanche transferierten ihn zu den Montreal Canadiens.

Dort wurde sein Vertrag nur ein Jahr später nicht verlängert und nach einem kurzen Auftritt bei den Phoenix Coyotes ging er zurück in die Heimat zum HC Lugano.

Nach vier Jahren ein letzter Versuch mit einer Vertragsunterschrift bei den Winnipeg Jets, die Aebischer aber nur ein Abenteuer in deren Farmteam St. John’s Icecaps im kalten Neufundland einbrachte.

Aebischer brachte es am Ende auf 214 NHL-Spiele mit einer Fangquote von 91,2 Prozent, sowie 13 Playoffeinsätze mit 92,2 Prozent.

Mit etwas Glück hätten es mehr sein können, doch der Torhüter hatte in seiner Karriere einige unvergessene Erlebnisse.

11. Martin Gerber, Torwart, CH, (2002/03 – 2010/11)

Martin Gerber ist nach David Aebischer der zweite Schweizer, der den Stanley Cup gewinnen konnte. 2006 in den Diensten der Carolina Hurricanes gelang ihm dieser Coup.

Als Stammtorhüter während der regulären Saison patzte er jedoch in den Playoffs und verlor seinen Platz an Cam Ward, der schließlich als Nummer 1 die größeren Lorbeeren erntete. Gerbers Anteil am Triumph ist aber nicht zu leugnen.

Er wurde 2001 sehr spät, nämlich erst in der achten Runde von den damaligen Mighty Ducks of Anaheim gedraftet.

2002 nach einem erfolgreichen Jahr in Schweden begann seine NHL-Karriere. Er war Backup von Jean-Sebastien Giguere und es ging für das Team bis ins Stanley Cup Finale, wo sie allerdings gegen die New Jersey Devils den Kürzeren zogen.

Nach einer weiteren Saison in Anaheim folgte der Wechsel nach Carolina.

Nachdem sein Vertrag dort nach dem Cupgewinn auslief, heuerte Gerber bei den Ottawa Senators an und zog mit ihnen erneut ins Stanley Cup Finale ein, was jedoch gegen Anaheim verloren ging.

Die Einsatzzeiten teilte er sich mit Ray Emery, gegen den er sich im Folgejahr durchsetzte und Nummer 1 wurde.

Dieser Status hielt allerdings nicht lange und im Januar 2009 holten ihn die Toronto Maple Leafs für ein paar Monate. Über den Umweg Russland erhielt er in 2010 eine Beschäftigung bei den Edmonton Oilers, die ihm nur drei weitere Einsätze einbrachte.

Damit war das Kapitel NHL für Gerber beendet. Nach einem Intermezzo in Schweden ist er zurück in der Schweiz und spielt für die Kloten Flyers.

Mit seinem Cupgewinn, zwei Finalteilnahmen und einer Fangquote von 91,1 Prozent in 229 NHL-Spielen, sowie 89 Prozent in 12 Playoffspielen findet der Name Gerber hier zurecht Erwähnung.

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