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Die deutschsprachigen Top-Draftpicks aller Zeiten

Der überwiegende Teil ist den hohen Erwartungen und Vorschusslorbeeren gerecht geworden

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Autor

Der NHL Draft 2019 findet vom 21. bis 23. Juni in der Rogers Arena in Vancouver statt. NHL.com/de bietet dazu eine umfassende Berichterstattung über die spannendsten Themen an. In dieser Ausgabe blicken wir auf die besten deutschsprachigen Draftpicks aller Zeiten.

Maßgeblich für die folgende Top 10 ist ausschließlich die Stelle, an der die Spieler ausgewählt worden sind. Bei gleicher Position entscheidet die Zahl der NHL-Spiele über die Platzierung in unserem Ranking. Hinter dem Namen ist jeweils der aktuelle Klub oder das Team angegeben, für das der Betreffende zuletzt aktiv war.

1. Nico Hischier, New Jersey Devils
gedrafted: erste Runde 2017, Gesamtposition 1, New Jersey Devils

Der Schweizer Nico Hischier war der erste First-Overall-Draftpick aus dem deutschsprachigen Raum überhaupt. Mit 52 Punkten (20 Tore, 32 Assists) in 82 Spielen der regulären Saison 2017/18 hatte er einen starken Einstand in der NHL. Er trug maßgeblich dazu bei, dass sich die Devils in seinem Premierenjahr für die Stanley Cup Playoffs qualifizierten. Im zweiten Jahr lief es nicht mehr ganz so gut für ihn und sein Team. Das lag auch daran, dass sich der in Naters geborene Angreifer zeitweise mit Verletzungen herumplagen musste. Karrierebilanz Hauptrunde: 151 Spiele - 99 Punkte (37 Tore, 62 Assists); Playoffs: 5 - 1 (1/0).

Video: NJD@MTL: Hischier trifft in OT aus spitzem Winkel

2. Leon Draisaitl, Edmonton Oilers
gedrafted: erste Runde 2015, Gesamtposition 3, Edmonton Oilers

Der Kölner Leon Draisaitl zählt mittlerweile zu den besten Angreifern in der NHL. In der abgelaufenen Saison stellte er mit sagenhaften 105 Punkten (50 Tore, 55 Vorlagen) einen neuen deutschen Scorer-Rekord innerhalb einer Hauptrunde auf. Um ein Haar wäre er sogar Torschützenkönig geworden. Am Ende fehlte ihm lediglich ein Treffer, um mit Alex Ovechkin gleichzuziehen. Karrierebilanz Hauptrunde: 351 Spiele - 312 Punkte (125 Tore, 187 Vorlagen); Playoffs: 13 - 16 (6/10).

3. Thomas Vanek, Detroit Red Wings
gedrafted: erste Runde 2003, Gesamtposition 5, Buffalo Sabres

Linksaußen Thomas Vanek ist der erfolgreichste Österreicher in der Geschichte der NHL. In der zu Ende gegangenen Spielzeit knackte der Badner die Meilensteine von 1000 Spielen und 400 Torvorlagen, jeweils bezogen auf die reguläre Saison. Er stand in der NHL bislang bei acht verschiedenen Teams unter Vertrag. Karrierebilanz Hauptrunde: 1029 Spiele - 789 Punkte (373 Tore, 416 Vorlagen); Playoffs: 69 - 36 (21/15).

4. Nino Niederreiter, Carolina Hurricanes
gedrafted: erste Runde 2010, Gesamtposition 5, New York Islanders

Nach seinem Wechsel von den Minnesota Wild zu den Carolina Hurricanes im Januar dieses Jahres blühte Nino Niederreiter richtig auf. Bei seinem neuen Klub schlug der Churer sofort ein und trug mit seinen Scorer-Qualitäten maßgeblich dazu bei, dass sich die Hurricanes erstmals seit 2009 wieder für die Endrunde qualifizierten. Karrierebilanz Hauptrunde: 534 Spiele - 261 Punkte (126 Tore, 135 Vorlagen); Playoffs: 54 - 22 (9/13).

Video: CAR@NSH: Niederreiter überwindet Saros hoch

5. Timo Meier, San Jose Sharks
gedrafted: erste Runde 2015, Gesamtposition 9, San Jose Sharks

Der Herisauer Timo Meier legte eine in jeder Hinsicht überzeugende Spielzeit 2018/19 hin. Er mauserte sich bei den Sharks zu einem Top-Stürmer und stellte mit 66 Punkten einen neuen Schweizer Scorer-Rekord für eine reguläre Saison auf. Den Einzug in sein erstes Stanley Cup Finale verpasste er nur knapp. Karrierebilanz Hauptrunde: 193 Spiele - 108 Punkte (54 Tore, 54 Vorlagen); Playoffs: 35 - 20 (7/13).

6. Kevin Fiala, Minnesota Wild
gedrafted: erste Runde 2014, Gesamtposition 11, Nashville Predators

Für Kevin Fiala verlief die Saison 2018/19 nicht wunschgemäß. Am letzten Tag der NHL Trade Deadline im Februar gaben ihn die Nashville Predators an die Minnesota Wild ab. Dort bot der St. Galler nach einer kurzen Anlaufphase zwar ansprechende Leistungen, verpasste jedoch mit der Mannschaft die Qualifikation für die Playoffs. Karrierebilanz: 223 Spiele - 104 Punkte (48 Tore, 56 Vorlagen); Playoffs: 18 - 6 (5/1).

7. Sven Bärtschi, Vancouver Canucks
gedrafted: erste Runde 2011, Gesamtposition 13, Calgary Flames

Eine Saison zum Vergessen erlebte der Berner Sven Bärtschi. Immer wieder warfen ihn schwerwiegende Verletzungen zurück. Aus diesem Grund kam der mit großen Hoffnungen in die Runde 2018/19 gestartete Linksaußen nur zu 26 Einsätzen und 14 Zählern. Die Postseason verpassten die Canucks trotz eines Aufwärtstrends gegenüber dem Vorjahr erneut. Karrierebilanz: 285 Spiele - 136 Punkte (66 Tore, 70 Vorlagen); Playoffs: 2 - 0.

Video: ARI@VAN: Bärtschi schießt sein zweites Tor im Spiel

8. Michael Grabner, Arizona Coyotes
gedrafted: erste Runde 2006, Gesamtposition 14, Vancouver Canucks

Eine schwere Augenverletzung im vergangenen Herbst brachte die Fortsetzung der NHL-Laufbahn von Michael Grabner kurzzeitig in Gefahr. Doch der pfeilschnelle Flügelstürmer aus Villach erholte sich und konnte so noch in den Kampf um die Playoff-Qualifikation eingreifen. Am Ende fehlten den Coyotes vier Punkte zur zweiten Wildcard im Westen. Karrierebilanz: 594 Spiele - 265 Punkte (167 Tore, 98 Vorlagen); Playoffs: 31 - 12 (6/6).

9. Michel Riesen, Edmonton Oilers
gedrafted: erste Runde 1997, Gesamtposition 14, Edmonton Oilers

Der in Oberbalm geborene Michel Riesen war der erste Schweizer, der Bestandteil eines Trades in der NHL wurde. Im Juli 2001 transferierten ihn die Edmonton Oilers zu den St. Louis Blues, für die er allerdings kein einziges Match bestritt. Der linke Flügelstürmer hat in seiner NHL-Karriere insgesamt 12 Begegnungen und einen Assist für die Oilers aus der Hauptrunde 2000/01 vorzuweisen.

10. Mirco Müller, New Jersey Devils
gedrafted: erste Runde 2013, Gesamtposition 18, San Jose Sharks

Der Winterthurer gehörte über weite Strecken der Saison 2018/19 zur Stammbelegschaft in der Devils-Defensive. Ausnahmen waren eine schöpferische Pause über den Jahreswechsel und ein verletzungsbedingter Ausfall im März. Insgesamt verzeichnete er 53 Einsätze, so viele wie noch nie zuvor in einer regulären Saison. Karrierebilanz: 135 Spiele - 21 Punkte (3 Tore, 18 Vorlagen); Playoffs 3 - 0.

 

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Die weiteren Erstrundenpicks aus dem deutschsprachigen Raum:

Olaf Kölzig, Tampa Bay Lightning (NHL Draft 1989, Gesamtposition 19, Washington Capitals); Luca Sbisa, New York Islanders (2008, Gesamtposition 19, Philadelphia Flyers); Marcel Goc, St. Louis Blues (2001, Gesamtposition 20, San Jose Sharks); Marco Sturm, Florida Panthers (1996, Gesamtposition 21, San Jose Sharks), Dominik Bokk, Rögle BK (2018, Gesamtposition 25, St. Louis Blues).
 

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