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Die besten Free Agent Signings

Zur Einstimmung auf die Free Agency kramte NHL.com/de ein paar richtig heiße Deals raus

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Seit etlichen Wochen sind die Eismaschinen in den Arenen der nordamerikanischen Eishockey-Eiliteliga runtergefahren. Wer nun ein müdes treiben erwartet, täuscht sich jedoch.

Auch wenn die Kufencracks unter den Palmen liegen, geht es in der NHL heiß her. Der spannendste Tag in der Offseason ist wie jedes Jahr der 1. Juli. Dann wird der Kampf um die Free Agents eröffnet.

Auch in diesem Jahr werden die Teams wieder um vertragslose Spieler buhlen und nicht wenige Hochkaräter sind auf dem Markt. Mit beispielsweise Kevin Shattenkirk (28 Jahre, Verteidiger), Martin Hanzal (30 Jahre, Center) oder auch Brian Elliott (32, Torhüter) suchen namhafte Spieler einen neuen Arbeitgeber.

Die Vergangenheit zeigt, dass sich schon so manches Team die Unterschrift einer echten Verstärkung angelte.

Hier sind drei der besten Free Agent-Deals aller Zeiten:

Zdeno Chara (Bruins)

Am 1. Juli 2006 trocknete die Tinte unter einem Vertrag, der kaum mehr Einfluss auf eine Franchise haben könnte. Mit dem 206 cm und 118 kg schweren Verteidiger Zdeno Chara zogen die Boston Bruins im Sommer 2006 einen richtig dicken Fisch an Land.

Nach vier Jahren bei den Ottawa Senators, in denen ihm 146 Punkte (51 Tore, 95 Assists) gelangen, suchte Chara im Alter von 29 Jahren eine neue Herausforderung. Er fand sie in Boston, wo ihm ein mit 37,5 Mio. Dollar dotierter Fünfjahresvertrag winkte.

Schnell entwickelte sich der Slowake, der schon lange einer der gefürchtetsten Offensivverteidiger war, zu einer der schillerndsten Figuren der Liga. Ein Stanley Cup (2011) und die langjährige Kapitänsfunktion waren die logische Konsequenz.

Scott Stevens (Devils)

Einen echten Glücksfall erlebten die New Jersey Devils im Sommer 1991. Weil die St. Louis Blues mit Brandon Shanahan einen ehemaligen Akteur der Devils unter Vertrag genommen hatten, waren sie zu einer Entschädigungsleistung verpflichtet.

Keine geringeren als Curtis Joseph und Rod Brind'Amour wurden als Ausgleich angeboten, doch die Devils versteiften sich auf Scott Stevens. Verteidiger Stevens lief lediglich eine Saison für die Blues auf, übernahm jedoch prompt das Kapitänsamt.

Nach langen und zähen Verhandlungen erhielten die Devils im September 1991 die Rechte an ihrem Favoriten. Der Rest ist Geschichte.

Ed Belfour (Stars)

Im Juli 1997 tätigten die Dallas Stars eine Akquisition, die das Gesicht ihrer Mannschaft entscheidend veränderte. Mit dem ungedrafteten Goalie Ed Belfour schnappten sie sich eine echte Verstärkung.

Belfour, der zuvor sieben Jahre lang im Dienste der Chicago Blackhawks stand und eher durchschnittliche Leistungen zeigte, sorgte in Texas für echte Furore. Mit einer grandiosen Premierensaison in Dallas, führte er sein Team direkt zu der Presidents Trophy und in das Western Conference Finale gegen die Detroit Red Wings.

Belfours Gegentorschnitt von 1,88 und seine Fangquote von 91,6 % waren 1997-98 die mit Abstand besten Statistiken seiner Karriere. Doch er hatte noch mehr in petto. Auch in der folgenden Spielzeit 1998-99 glänzte der am 21. April 1965 geborene Keeper. In den Stanley Cup Playoffs gewann er Duelle gegen die Vezina Trophy Gewinner Grant Fuhr und Patrick Roy, doch das Highlight folgte im Stanley Cup Finale.

Gegen die von Keeper Dominik Hasek angeführten Buffalo Sabres holten sich die Stars nach sechs Spielen den Stanley Cup.

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