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Die Top-10 Defensiv-Stürmer der Liga

Patrice Bergeron und Anze Kopitar führen das Ranking an

von NHL.com/de Autor / Marc Rösch

In einer Serie präsentiert NHL.com/de diese Woche die zehn derzeit besten Spieler auf den verschiedenen Positionen. Heute gibt es die Top 10 der defensiven Stürmer.

Üblicherweise streichen defensiv ausgerichtete Spieler nicht die Loorbeeren ein, doch heute ist das anders. Hier sind die besten defensiven Stürmer der Liga:

1. Patrice Bergeron, Boston Bruins

Schon vier Mal strich Patrice Bergeron die Frank J. Selke Trophy ein. So oft gewann sie sonst nur Bob Gainey. Und Bergeron steht der Canadiens-Legende, die in den 70er Jahren die Position des defensiven Stürmers salonfähig machte, tatsächlich in nichts nach.

Auch wenn Bergeron zuletzt neben Brad Marchand und David Pastrnak - zwei außerordentlich kaltschnäuzigen Wingern - ebenso seine Offensiv-Qualitäten zur Schau stellen durfte, er ist weiterhin der dominierende Defensiv-Stürmer der Liga.

Seine Statistiken sprechen diesbezüglich Bände: Mit einer Erfolgsquote von 57,3 Prozent war Bergeron in der abgelaufenen Spielzeit einer der besten Bullyspieler der Liga. Darüber hinaus verzeichnete Bergeron in seiner gesamten NHL-Karriere 615 Punktgewinne, 690 Checks und 606 geblockte Schüsse für sich.  

Video: TBL@BOS, Sp4: Bergeron bringt Boston in Führung

2. Anze Kopitar, Los Angeles Kings

Anze Kopitar bereitete seinen Los Angeles Kings mächtig Freude. Kopitar ist ein absolutes Arbeitstier. Er beackert die gesamte Spielfläche wie kaum ein Zweiter in der NHL und ist seit Jahren Los Angeles' fleißigster Stürmer. Mit 22:05 Minuten durchschnittlicher Eiszeit war er in der vergangenen Saison der Dauerläufer der Kings. Ligaweit erhielt kein anderer Offensivspieler mehr Spielzeit.

Doch Kopitar glänzt nicht nur als Arbeitsbiene vor allem in den Special Teams ist er der entscheidende Faktor bei den Kings. So wundert es nicht, dass die Professional Hockey Writers' Association Kopitar zum besten defensiven Stürmer und Selke Trophy-Gewinner der Saison 2017/18 wählte.

Video: CGY@LAK: Kopitar bezwingt Smith im Powerplay

3. Sean Couturier, Philadelphia Flyers

Sean Couturier wurde von den Philadelphia Flyers zum Nummer 1 Center befördert und die Rolle stand ihm gut zu Gesicht. Neben dem erfahrenen Claude Giroux legte der Kanadier in 2017/18 die bislang beste Saison seiner Karriere hin.

Seine Plus-34-Statistik war NHL-weit die drittbeste und das, obwohl er bei fast jedem Wechsel gegen die Besten ranmusste. Spätestens seit er in den Stanley Cup Playoffs den Angreifern der Pittsburgh Penguins das Leben schwer machte, hatte er sich unter den Top-Zwei-Wege-Stürmern etabliert.

4. Jonathan Toews, Chicago Blackhawks

Mit Jonathan Toews taucht ein Name auf der Liste auf, der einen ausgeprägten Torriecher mit überragenden Defensivqualitäten vereint. Seit Jahren ist Toews einer der besten Bullyspieler der Liga. Dies stellte er selbst in der Seuchensaison 2017/18, in der er mit seinen Chicago Blackhawks zum ersten Mal seit zehn Jahren die Stanley Cup Playoffs verpasst hatte, unter Beweis. Seine 58,0 Prozent gewonnenen Anspiele waren ligaweit der beste Wert.

 

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5. Ryan Kesler, Anaheim Ducks

Über die Qualitäten von Anaheim-Ducks Defensiv-Spezialist Ryan Kesler ist sich die gesamte Liga einig. Er ist der unliebsame Schatten eines jeden Topstars und versteht es geschickt, sie vom Toreschießen abzuhalten. In 2011 gewann Kesler die Selke Trophy, vier weitere Male wurde er für den Award nominiert.

Doch der 33-jährige Mittelstürmer machte zuletzt mehr mit Verletzungssorgen als mit Puckgewinnen, Checks und geblockten Schüssen auf sich aufmerksam. Eine langwierige Hüftverletzung verkürzte seine Saison 2017/18 auf lediglich 44 Einsätze und obwohl er zu den Stanley Cup Playoffs wieder mitmischen konnte, haben die Hiobsbotschaften nicht abgenommen. Sogar ein Aus für die Saison 2018/19 scheint im Bereich des Möglichen zu sein.  

6. Aleksander Barkov, Florida Panthers

Wirklich viele Schlagzeilen machten die Florida Panthers in der abgelaufenen Saison beileibe nicht, doch einer tanzte gewaltig aus der Reihe. Der erst 22 Jahre junge Finne Alexander Barkov verbesserte sein Punktekonto im Vergleich zum Vorjahr nicht nur um über 50 Prozent, sondern zeichnete sich auch des Öfteren als verlässlicher Anker im Defensivspiel der Panthers aus. Er besitzt ein gutes Auge, und unterband mit seinen flotten Beinen schon den ein oder anderen gegnerischen Konter.

Video: BOS@FLA: Barkov profitiert von Dadonovs Zuspiel

7. Mikko Koivu, Minnesota Wild

Minnesota Wild Center Mikko Koivu klopfte in seiner Karriere schon so oft an die Selke Trophy an. Gewonnen hat sie der Finne jedoch bis heute noch nicht. Dabei ist Koivu ein ausgesprochener Leader. Seit dreizehn Jahren hält Koivu den Wild die Stange. Seine 98 kg auf 1,89 m sind fast öfter in der eigenen Defensivzone anzutreffen als um das gegnerische Gehäuse. Während seine Torausbeute (193 in 935 NHL-Spielen) oft auf der Strecke blieb, ist das Defensivspiele Koivus Metier.

8. Jordan Staal, Carolina Hurricanes

Mit Jordan Staal haben die Carolina Hurricanes einen Center, der unbestritten zu den stärksten Zwei-Wege-Stürmern der Liga gehört. Der erfahrene Staal schafft es regelmäßig, das Angriffspiel der Gegner aufzureiben und ist im Penalty Killing der Hurricanes gesetzt. Mit 181 ausgeteilten Checks und 1.338 gewonnenen Bullys (56,6 %) war er auch in 2017/18 ein entscheidender Faktor in Carolinas Spiel.

 

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9. Mikael Backlund, Calgary Flames

Die Saison 2016/17 hat den Schweden Mikael Backlund unter die besten Defensiv-Stürmer der Liga katapultiert. Die 3M-Reihe nahm die Gegner reihenweise auseinander und Backlund war der stabilisierende Faktor zwischen Matthew Tkachuk und Michael Frolik.

Erst im Februar verlängerten die Flames Backlunds Arbeitspapier bis zum Ende der Spielzeit 2023/24. Die Organisation aus dem Westen Kanadas lässt sich die Dienste vom mannschaftsdienlichen Stürmer durchschnittlich 5,35 Mio. Dollar pro Jahr kosten.

10. Nino Niederreiter, Minnesota Wild

Nino Niederreiter lässt nicht nur seine Nebenleute bei den Wild glänzen, er ist auch ein absolut verlässlicher Abräumer. Unter seinen Trainern Mike Yeo und Bruce Boudreau verbesserte Niederreiter sein Spiel kontinuierlich.

Obwohl er selbst nur 18 Tore schoss, erreichte Niederreiter in der Saison 2017/18 die beste Plus-/Minus-Statistik aller Wild-Stürmer. Am Ende der Hauptrunde stand für ihn ein Plus-14-Wert zu Buche.

Video: NSH@MIN: Niederreiter netzt den Rebound ein

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