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Die Avalanche hat sich nach oben gearbeitet

von Stefan Herget / NHL.com

Selten läuft die über sechs Monate dauernde reguläre Saison für Mannschaften gradlinig.

Erfolgreiche Perioden wechseln sich ab mit Schwächephasen. Zu lange läuft die Spielzeit, um konstant nur gut zu sein. Ein Lied davon singen können aktuell die Dallas Stars, die lange Zeit in der NHL vorne weg marschierten und nun versuchen wieder aus dem Wasser aufzutauchen und auf der Welle zu reiten.

Eher in kleinen Schritten arbeiten sich die Colorado Avalanche seit Mitte Dezember nach vorne.

Am 11. dieses Monates war das Team aus dem Westen Letzter der Conference, aber dank des dicht gedrängten Feldes nur acht Punkte aus den Playoffs.

Nach 29 Saisonspielen standen lediglich zwölf Siege bei 17 Niederlagen zu Buche.

Heute knapp sechs Wochen später sind die Männer aus Denver drei Punkte innerhalb der Playoffs, bei allerdings zwei mehr absolvierten Spielen. In ihren 21 Spielen seit der roten Laterne konnten sie 14 Siege und 30 Punkte einfahren.

"Ich glaube wir spielen allesamt besser", sagt Verteidiger Tyson Barrie zur aktuellen Entwicklung.

"Egal, ob zu Hause oder auswärts, wir sind eine Mannschaft, die sich weiterentwickelt hat. Wir werden jeden Tag immer besser, so dass ich glaube, dass es nur ein Ergebnis davon ist."

Jemand, der sein Tal vom Saisonstart durchschritten hat und wieder ein wichtiger Rückhalt geworden ist, ist Torhüter Semyon Varlamov. Der Russe hat nur jeweils ein Gegentor in den vergangenen vier Spielen zugelassen.

"Für mich ist es sehr wichtig, dass ich die Pucks sehe”, sagt Varlamov gegenüber der Avalanche Website.

"Ich glaube für jeden Torhüter, der in der NHL spielt, ist es in dieser Liga wirklich schwierig den Puck zu finden, weil die Stürmer alle versuchen, dir die Sicht zu versperren. Sie verrichten alle gute Arbeit dabei. Also ich und meine Verteidiger, wir sprechen darüber. Wenn der Verteidiger von der Blauen Linie schießt, dann muss ich den Puck sehen. Wir arbeiten sehr viel daran und ich glaube, die Jungs machen eine gute Arbeit."

Trainer Patrick Roy, der zu Saisonbeginn bereits in der Öffentlichkeit in der Kritik stand, sieht ebenfalls in der Verteidigung einen Kernpunkt des Erfolges.

"Wenn wir defensiv gut spielen, dann geben wir uns eine Chance zu gewinnen", sagt er.

"Natürlich ist es der Schlüssel. Unser Torwartspiel war ebenfalls gut."

Ein Faktor der deutlichen Verbesserung der Situation der Avalanche ist auch die Wiedererlangung der Heimstärke. Nach nur vier Siegen in den ersten zwei Monaten im Pepsi Center folgten die letzten sechs Wochen acht Heimerfolge.

"Ich weiß, dass es wichtig ist, zu Hause gut zu sein, aber ich glaube egal, ob diese Spiele auswärts oder zu Hause gewesen sind, wir haben endlich verstanden, was wir für eine Chance haben, uns in der Tabelle nach vorne zu arbeiten", sagt Kapitän Gabriel Landeskog. "Daheim oder unterwegs, wir versuchen nur Eishockeyspiele zu gewinnen und das ist es, worauf es am Ende ankommt."

Das haben sie zuletzt verstärkt gemacht. Besonders die Bilanz gegen die Gegner der eigenen Central Division ist mit zwölf Siegen bei nur vier Niederlagen ein Grundstein.

"Wir sehen sie so oft, wir wissen, wie sie funktionieren", sagt Barrie. "Wir wissen, wie unser Spiel aussehen muss, um sie zu schlagen. Da gibt es keine Überraschungen und keine Geheimnisse."

Für Landeskog ändert das nichts und er bringt es erneut darauf angesprochen trocken auf den Punkt: "Wir gehen nur raus und versuchen ein Eishockeyspiel zu gewinnen."

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