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Anaheim setzt einen positiven Schlusspunkt

Die Anaheim Ducks schlossen die Saison als erstes Team mit einem Sieg ab, dabei traf Korbinian Holzer erstmals

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Autor

Die reguläre Saison neigt sich dem Ende zu, die Teilnehmer an den Stanley Cup Playoffs 2019 stehen fest. Am Samstag werden 30 der 31 Teams der NHL ihr letztes Spiel vor den Playoffs beziehungsweise der Sommerpause bestreiten. Die Anaheim Ducks sind das einzige Team, das die Saison bereits am Freitag beendete und dabei nach einer verkorksten Saison einen würdevollen Abschied fand. In Spiel 82 gab es einen 5:2-Heimsieg gegen die Los Angeles Kings, damit wurde die Saison mit 80 Punkten (35-37-10) auf dem 13. von 15 Plätzen der Western Conference abgeschlossen. Dabei schoss sich auch der Münchner Verteidiger Korbinian Holzer den Frust von der Seele.

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Von Beginn der Saison an war klar, die Ducks würden es nicht leicht haben. Die gesamte Spielzeit über waren sie von Verletzungen wichtiger Leistungsträger geplagt. Große Namen wie Ryan Getzlaf, Corey Perry, Jakob Silfverberg, Rickard Rakell und Ryan Kessler suchte man teilweise über weite Strecken der Saison vergeblich im Kader. Das war sicherlich auch ein Faktor, warum die Ducks diese Saison die längste Niederlagenserie ihrer Franchise-Geschichte erlebten. Zwischen dem 18. Dezember 2018 und dem 15. Januar 2019 blieben sie zwölf Spiele lang ohne Sieg (0-8-4).

"Ich dachte mir nur, 'oh mein Gott, wie kann das schon wieder passieren?'", zeigte sich Trainer Randy Carlyle nach dem letzten Spiel der Negativserie fassungslos. "Aber es ist passiert. Die Spieler geben alles und ich kann ihre Frustration sehen. Wir machen mental einfach zu viele Fehler."

Dennoch arbeiteten sich die Ducks zeitweise wieder zu einem Anwärter auf die Playoffs hoch, doch in den entscheidenden Phasen wollte der Puck einfach nicht in das richtige Tor. Am Ende war trotz einer erneuten Erfolgsphase klar, die Ducks würden nicht um die Vergabe der Playoff-Ränge mitreden. Sie zeigten in den letzten Spielen jedoch, dass sie nach wie vor leistungsfähig und konkurrenzfähig sind, wenn sie die richtige Spur finden. In den letzten zehn Spielen holten sie beachtliche 15 von 20 möglichen Punkten (7-2-1). Diese Leistung wurde am Freitag mit dem Sieg gegen die Kings bestätigt.

 

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Holzer, der einzige Deutsche im Kader, hatte selbst eine mehr als nur schwierige Saison. Er gehörte zu der großen Gruppe verletzter Spieler der Ducks. Er musste sich im Sommer am Handgelenk operieren lassen und fiel noch bis weit in die Saison hinein aus. Erst am 6. Januar bestritt er sein erstes Spiel der Saison, damals noch für die San Diego Gulls, das Farm-Team der Ducks in der American Hockey League. Holzer, der für seinen kompromisslosen Einsatz und seine unerbittliche Arbeitsmoral bekannt ist und geschätzt wird, arbeitete beim Kooperationspartner der Ducks konsequent und erfolgreich an seiner Form für die Rückkehr. Am 2. Februar kam der ersehnte Moment, 16 Tage vor seinem 31. Geburtstag durfte der Verteidiger erstmals seit dem 23. März 2018 wieder in der NHL antreten.

Der Defensivspezialist kehrte mit einem Assist umgehend erfolgreich auf die ganz große Bühne zurück. Trotz ordentlicher Leistungen fiel er zwei Tage nach seiner zweiten Partie wieder aus dem Kader. Seit 25. Februar gehörte er allerdings zur Stammbesetzung. Eine Position, die er sich mit viel Arbeit verdient hatte. Der ohnehin nicht für seine Torgefahr, sondern für seine Qualitäten in der Abwehr bekannte Spieler krönte seine Saison in seinem 22. Spiel am Samstag gegen die Kings mit seinem ersten und einzigen Tor der Saison. Für Holzer, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, nahm die Saison ein ebenso versöhnliches Ende, wie für seine Mannschaft. Dennoch ist seine Zukunft ungewiss.

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Die Ducks können aus ihrem Endspurt trotz der enttäuschenden Saison Mut schöpfen. Am Ende gab es, wenn auch zu spät, einige Siege zu feiern, unter anderem gegen die Calgary Flames und die San Jose Sharks. Die Flames schließen die Saison als bestes Team der Western Conference ab und die Sharks folgen in der Pacific Division hinter den Flames auf Rang zwei. Das zeigt auf, wenn die Ducks die richtige Form finden, können sie jeden schlagen. Mittlerweile sind beinahe alle verletzten wieder zurück und können nun, über den Sommer hinweg, weiter daran arbeiten, wieder zu ihrem Spiel und ihrem Rhythmus zu finden. Die großen Leistungsträger wie Kessler, Rakell und Perry sind nicht mehr die jüngsten, dürften aber, sofern sie gesund bleiben, weiterhin große Leistungen bringen. Damit können die Ducks nächste Saison womöglich doch wieder auf eine Teilnahme an den Playoffs hoffen, wie es ihnen zuvor unter der Führung genau dieser Spieler sechs Mal in Folge gelungen war.

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