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Devils stellen sich auf weiteren heißen Tanz ein

New Jersey will die Erstrundenserie in Spiel 4 gegen die Tampa Bay Lightning ausgleichen

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Die New Jersey Devils sind zurück im Geschäft. In einem kampfbetonten und streckenweise von Nickligkeiten geprägten Match behielten sie am Montag gegen die Tampa Bay Lightning mit 5:2 die Oberhand und verkürzten in der Erstrundenserie der Stanley Cup Playoffs in der Eastern Conference auf 1:2. Vor Spiel 4 am Mittwoch (19:30 ET; GOLF, SN, TVAS2, MSG+, SUN) im Prudential Center von Newark herrscht Hochspannung. Siegen die Devils, gibt es für sie auf jeden Fall noch ein drittes Duell vor heimischem Publikum. Gewinnen dagegen die Lightning, haben sie am Samstag die Gelegenheit, den Sack in eigener Halle mit dem vierten Sieg zuzubinden.

Beim ersten Erfolg der Devils in den Playoffs seit sechs Jahren ging es wesentlich enger zu, als es das Endergebnis von 5:2 widerspiegelt. Die beiden letzten Treffer durch Blake Coleman und Ben Lovejoy fielen in den Schlusssekunden per Empty-Net-Goal, nachdem Tampas Torhüter Andrei Vasilevskiy seinen Posten zuvor zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers geräumt hatte.

Knackpunkt in der Partie war eine 5-gegen-3-Überzahl für die Devils in der Anfangsphase des dritten Abschnitts. Die Gastgeber nutzten die Gelegenheit in Person von Will Butcher zum 2:2-Ausgleich. Ab diesem Zeitpunkt kippte das Momentum zu ihren Gunsten. Stefan Noesen schoss New Jersey mit einer fulminanten Direktabnahme von der linken Seite erstmals in Führung und sorgte damit zugleich die Vorentscheidung.

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Als Stabilitätsanker erwies sich Devils-Schlussmann Cory Schneider, der den Vorzug vor Keith Kinkaid erhalten hatte. Mit 34 Paraden zog er der in den beiden Auftaktspielen der Runde noch so torhungrigen Lightning-Offensive den Zahn. Auch sonst strahlte er viel Ruhe und Sicherheit aus, was sich auf die gesamte Defensive positiv auswirkte. Durch seinen starken Auftritt dürfte sich Schneider bis auf Weiteres das Startrecht für den Platz zwischen den Pfosten gesichert haben.

Der Devils-Torwart erwartet für Spiel 4 eine ähnlich heiße Auseinandersetzung auf dem Eis wie am Montag. "Wie man gesehen hat, sind wir uns heute ziemlich auf die Pelle gerückt. Zum Schluss wurde es sogar ein wenig schmutzig. Die Lightning werden sich auf jeden Fall neu formieren und versuchen, uns am Mittwoch das Leben sehr schwer zu machen. Wir müssen uns auf einen noch verbisseneren Kampf einstellen", sagte Schneider.

 

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Insgesamt verhängten die Schiedsrichter 68 Strafminuten gegen die Lightning und 64 gegen die Devils. Darunter waren mehrere große Strafen gegen Spieler beider Mannschaften. Ein Grund für die beiden Auftaktniederlagen der Devils war unter anderem ihre schwächere körperliche Präsenz bei Zweikämpfen und Checks gewesen. Dieses Manko haben sie in Spiel 3 erfolgreich beseitigt.

Nach wie vor unbefriedigend ist New Jerseys Ausbeute im Powerplay. Diesmal ließen sie sechs von sieben Gelegenheiten ungenutzt. In der gesamten Playoff-Serie sind es damit bereits zehn von zwölf. Eine Quote, die sie in den nächsten Partien unbedingt verbessern müssen.

Tampa dagegen schloss in den drei bisherigen Vergleichen fünf von neun Überzahlsituationen erfolgreich ab. Beide Treffer der Lightning am Montag durch Alex Killorn und Steven Stamkos fielen bei numerischer Überlegenheit. Killorn ist der zweite Spieler in der Geschichte des Klubs seit Vincent Lecavalier 2007, der in den ersten drei Playoff-Begegnungen als Torschütze glänzte.

 

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Nach dem zweiten Powerplay-Tor durch Stamkos gleich zu Beginn des letzten Drittels wähnten sie die Gäste insgeheim schon auf der Siegesstraße. "Im Anschluss hatten wir das Spiel eigentlich unter Kontrolle. Aber dann haben wir uns durch Strafzeiten selbst geschwächt", analysierte Lightning-Coach Jon Cooper. Die Disziplinlosigkeiten werden von ihm in Vorbereitung auf Spiel 4 sicherlich noch einmal vor der Mannschaft thematisiert. Ansonsten gibt es für Cooper im Grunde wenig zu mäkeln. Außer vielleicht die mangelnde Torausbeute, die jedoch keineswegs auf das Unvermögen der eigenen Offensive, sondern vielmehr auf Schneiders Großtaten zurückzuführen ist.

Stürmers des Spiels war diesmal New Jerseys Taylor Hall. Er erzielte einen Treffer und bereitete zwei weitere Tore vor. Nach drei Spielen in der Best-of-Seven-Serie hat er fünf Scorerpunkte (zwei Tore, drei Assists) auf dem Konto. "Wir sind nicht gut ins Match hineingekommen, aber unsere Fans haben uns gepusht, so dass wir über uns hinausgewachsen sind. Es herrschte eine großartige Atmosphäre", lobte Hall das Publikum in Newark.

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Auf dem Top-Scorer der Devils liegt auch beim kommenden Duell die Hauptverantwortung im Angriffsspiel. Kein anderer Stürmer war bislang auch nur annährend so erfolgreich wie er. Sein Coach John Hynes ist überzeugt, dass der Schlüssel zu weiteren Erfolgen der Devils in Halls Händen liegt. "Er ist ein außergewöhnlicher Spieler und will immer gewinnen. Die Jungs glauben an sich und an das, was sie tun. Taylor ist in dieser Hinsicht ein Vorbild", meinte der Trainer.

Von den drei deutschsprachigen Spielern der Devils kam beim 5:2-Erfolg lediglich der Schweizer Nico Hischier zum Einsatz. Sein Landsmann Mirco Mueller und der Österreicher Michael Grabner gehörten nicht im Aufgebot. Für Grabner spielte Marcus Johansson nach langer Verletzungspause erstmals wieder. Gut möglich, dass Müller und Grabner auch Spiel 4 lediglich als Zuschauer verfolgen werden.

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