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Die Bedeutung der Entwicklungs-Camps

Die Vorbereitung auf die neue Spielzeit startet mit den Development Camps und bietet den Nachwuchstalenten die Chance sich zu zeigen

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Die Aufregung um den Draft in Dallas hat sich gelegt und die Vorbereitung auf die NHL Saison 2018/19 startet bei den Teams jetzt richtig. Wie jedes Jahr machen die Talente und Nachwuchsspieler der Clubs den Anfang auf dem Eis. Die Akteure in den Systemen der jeweiligen Franchise, die sich noch nicht in der besten Liga der Welt zeigen konnten, dürfen ihr Können in den Trainingslagern unter Beweis stellen. Für die Coaches, Scout und Manager eine herausragende Gelegenheit, den Leistungsstand und das Potenzial zu beurteilen und aktiv in die Entwicklung einzugreifen.

Die Talente müssen in den Development Camps überzeugen, um über die weiteren Camps eine Chance auf NHL-Eiszeit zu bekommen. Die Besetzung der Camps ist breit gefächert. Vom Nummer eins Draft-Pick, Rasmus Dahlin, über den in der ersten Runde gezogenen deutschen Dominik Bokk zu extra eingeladenen ungedrafteten Spielern und früheren Draft-Picks, die den Sprung noch nicht geschafft haben.

Tweet from @BuffaloSabres: First skate. ��@rasmusdahlin00 is on the ice at @HARBORCTR for the first time since becoming a Sabre. pic.twitter.com/fb8ZIP7N9L

Für einige Teams begannen die Entwicklungs-Camps bereits in dieser Woche. Für die Fans bietet sich so bereits früh die Gelegenheit, einen ersten Blick auf die potenziellen Stars der nächsten Jahre zu erhaschen. Das größte Augenmerk der Anhänger dürfte bei den Trainingseinheiten selbstverständlich auf den früh gedrafteten Spielern liegen, die als mögliche Superstars der nächsten Jahre gelten. Besonders bei den Buffalo Sabres dürfte es eng werden auf den Rängen in der Trainingshalle. Der Hoffnungsträger Dahlin wird erstmals im Sabres Trikot zu sehen sein, etwas das kein Fan verpassen möchte.

Neben den hoch gedrafteten Spielern, deren Schritt in die NHL fast sicher ist, müssen sich besonders die nicht oder spät ausgewählten Akteure in den Vordergrund drängen und durch Leistung auf sich aufmerksam machen. Der Director of Player Development der Las Vegas Golden Knights, Will Nichol wollte zwar nicht für die Spieler sprechen, beschrieb die Situation aber dennoch: "Ich denke es ist eine tolle Sache vor George McPhee, Kelly McCrimmon, Gerard Gallant und seinem ganzen Stab zu spielen. Du hast eine Möglichkeit, Eindruck zu hinterlassen und es würde mich wundern, wenn es kein Camp mit gutem Wettbewerb wird."

Nicht zeigen beim Camp kann sich der Direktimport der Golden Knights, Brooks Macek. Der 26-jährige Deutsch-Kanadier gehört nicht zum 42 Mann großen Kader des Development Camps. Die Kader der beiden anderen Teams, die direkt deutsche Akteure verpflichtet haben wurden noch nicht bekanntgegeben. Auch Yasin Ehliz scheint mit seinen 25 Jahren zu alt für die Entwicklungs-Camps, bei denen die Teilnehmer meist Jahrgang 1995 und jünger sind. Dominik Kahun würde genau in diesen Jahrgang fallen, doch der Kader der Chicago Blackhawks steht noch nicht fest.

Der Ablauf der Camps ist von Franchise zu Franchise unterschiedlich, doch haben alle die gleichen Ziele. In den wenigen Tagen sollen möglichst alle Facetten des zukünftigen Lebens als NHL-Spieler geschult werden. Eine große Umstellung für die Talente, die zuvor im College oder in Nachwuchsligen aufgelaufen sind. Die Nashville Predators halten ihr Trainingslager vom 25. bis zum 29. Juni ab. Auf die Teilnehmer wartet ein straffes Programm, das an zwei Tagen bereits früh um 6:45 Uhr beginnt. Auf dem Plan stehen neben Trainingseinheiten und Meetings auch Konditionseinheiten abseits des Eises. Ein Ernährungsseminar ist ebenso Teil des Camps, wie Yoga, Team-Aktivitäten und Dienst für die Gemeinschaft. Die vier Tage sind die Vorbereitung für das Highlight am Abschlusstag, das Future-Stars-Spiel in der Bridgestone Arena.

Die sich ähnelnden Tagespläne der Teams unterstreichen auch den Fokus der Camps. Natürlich werden die Leistungen der Spieler bewertet, doch das Hauptaugenmerk liegt auf der Weiterentwicklung. Dies bestätigte auch der GM der Arizona Coyotes, John Chayka: "Es ist kein Bewertungs-Camp, deshalb heißt es Entwicklungs-Camp. Es ist eine Chance für die Spieler zu lernen, den nächsten Schritt zu machen und zu sehen, wo sie sich noch verbessern müssen."

Chaykas Ziel ist es, die Talente auf das nächste Level zu bringen. Dafür wünscht er sich, dass die Spieler durch Fragen einen besseren Einblick in die Abläufe innerhalb des Clubs bekommen. Um das zu erreichen versuchen die Coyotes die perfekten Bedingungen zu schaffen. Nutzen müssen die Nachwuchsspieler diese dann selbst.

 

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Nutzen möchte seine Chance auch Dominik Bokk. Der an 25. Stelle von den St. Louis Blues gedraftete Schweinfurter wird bei den St. Louis Blues als einer der sechs "Players to watch" gelistet. St. Louis tauschte extra mit den Toronto Maple Leafs die Position im Draft, um den 18-jährigen Deutschen nach Missouri zu holen. Mit seiner hohen Geschwindigkeit, seinen Fähigkeiten und einem ausgeprägten Spielverständnis überzeugte Bokk den Director of Amateur Scouting der Blues, Bill Armstrong. Im Camp der Blue Notes vom 26. bis zum 29. Juni muss der höchste deutsche Draft-Pick seit Leon Draisaitl diese Eigenschaften unter Beweis stellen, um in naher Zukunft, aber wahrscheinlich nicht in der kommenden Saison, einen NHL-Einsatz zu bekommen.

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