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Deutschland verliert zweites Gruppenspiel

Mannschaft von Marco Sturm kassiert gegen Norwegen 4:5-Niederlage nach Penaltyschießen

von Marc Rösch @nhlde / NHL.com/de Autor

Die deutsche Nationalmannschaft stolperte am Samstagnachmittag auch im zweiten Gruppenspiel der Eishockey-Weltmeisterschaft. Nach der Auftaktniederlage gegen Gastgeber Dänemark am Freitagabend hatte sich die deutsche Eishockeynationalmannschaft große Vorsätze für die Vorrundenpartie gegen Norwegen gefasst, konnte diese jedoch nur bedingt umsetzen. Die 5.491 Fans im Jyske Bank Boxen erlebten ein dramatisches Spiel in dem sich Norwegen mit 5:4 nach Penaltyschießen durchsetzen konnte. 

Mathias Trettenes, Tobias Lindstrom und Anders Bastiansen verwandelten ihre Penaltys während sämtliche deutschen Schützen vergaben.

Tweet from @IIHFHockey: This one was a nail-biter! One second @DEB_eV was celebrating, then the next it was @norskishockey! Find out who took home their first W of the #IIHFWorlds #GERvsNOR pic.twitter.com/ler8JBvnsg

Anders als noch gegen Dänemark, als Deutschland dem Gegner sein Spiel aufzwängen wollte, startete die Mannschaft von Marco Sturm verhalten. Diese sollte sich schon bald rächen. Die Partie war erst 1:41 Minuten alt, da netzte Ken Andre Olimb in eigener Unterzahl zum ersten Mal für die Skandinavier ein. Deutschland hatte sich von dem Schock kaum erholt, da musste Keeper Timo Pielmeier schon ein zweites Mal hinter sich greifen, denn Thomas Olsen Valkvae erhöhte auf 2:0 für Norwegen. In Überzahl schlug Olsen Valkvae einen Abpraller aus der Luft ins deutsche Tor.

Deutschland lag mit zwei Toren hinten, fand jedoch besser ins Spiel. Bis zum Ende des ersten Spielabschnitts brachten Patrick Hager und Marc Michaelis die deutsche Landesvertretung wieder zurück in die Partie und egalisierten die norwegische Führung.

"Wir führten 2:0 und hörten auf einmal das Eishockeyspielen auf", erzählte Norwegens Tommy Kristiansen. "Dennoch haben wir heute hart gespielt und als ein Team zusammengearbeitet."

Nach dem Kabinengang dauerte es jedoch nicht lange und Norwegen übernahm wieder das Zepter. Nach 1:36 Minuten im Mittelabschnitt überwand Bastiansen Pielmeier mit einem satten Schuss. Es war Bastiansens zweiter Turniertreffer.

Deutschland lief dem Rückstand nicht lange hinterher. In der 28. Spielminute markierte Hager seinen zweiten Treffer des Abends. 

Das Bild änderte sich auch im folgenden Schlussabschnitt nicht und die Partie blieb eng. Es waren noch 9:47 Minuten auf der Uhr, da überlistete Daniel Sorvik den deutschen Torhüter Pielmeier und stellte auf 4:3 für Norwegen.

"Ich denke, der deutsche Torhüter war heute etwas nervös", sagte Kristiansen. "Er gab uns heute viele Rebounds."

Die Freude auf der norwegischen Bank währte auch nach der erneuten Führung nicht lange. Exakt 26 Sekunden nach Sorviks Führungstreffer brachte Yanic Seidenberg die deutsche Mannschaft zum dritten Mal ran. Ein Zuspiel von Matthias Plachta lupfte er geschickt hinter den norwegischen Keeper Henrik Haukeland.

Weil es beide Teams verpassten, die Partie in der Overtime zu entscheiden, ging es ins Penaltyschießen, wo Norwegen die besseren Nerven behielt.

"Der Puck sprang heute nicht so, wie wir es gerne gehabt hätten", analysierte Pielmeier. "Manche glückliche Abpraller können ein Spiel entscheiden. Wir haben ein gutes, junges Team, das sich noch entwickelt. So ein Spiel ist gut für unsere Jungs."

Österreich kommt unter die Räder

Die russische Eishockeynationalmannschaft überrollte Österreich am Samstagmittag in der Royal Arena mit 7:0. Damit wiederholte die Sbornaja das Ergebnis ihres Auftaktspiels gegen Frankreich, gegen die sie ebenfalls mit 7:0 gewannen. 

Österreich, das noch nie eine russische Mannschaft bei einer Eishockey-WM bezwang, hatte sich nach der überraschend starken Leistung gegen die Schweiz minimale Hoffnungen ausgemalt. Diese lösten sich jedoch schnell in Luft auf. Russlands Dominanz führte zu einem Schussverhältnis von 41:13 gegen Österreich.

Schweden trotzt der Tschechischen Republik

Zeitgleich zum deutschen Spiel trafen in der Royal Arena die Schweden auf die Tschechische Republik. Vor 12.490 Zuschauern in Kopenhagen setzte sich Schweden mit 3:2 gegen die Osteuropäer durch. 

Rickard Rakell, Mattias Janmark und Mika Zibanejad markierten die Tore für Titelverteidiger Schweden.

Kanada überrumpelt Korea

Mit gehörig Wut im Bauch traten die Kanadier, die ihr erstes Spiel gegen die USA verloren hatten, am Samstagmittag im Jyske Bank Boxen gegen Korea an und die Mannschaft aus dem Mutterland des Eishockeys zeigte kein Erbarmen mit dem Eishockeyzwerg. Mit 10:0 fertigte Team Canada die völlig überforderten Koreaner ab.

Die weiteren Ergebnisse des Tages

Lettland - Finnland 1:8 (0:3 / 0:2 / 1:3)

Slowakei - Schweiz 0:2 (0:1 / 0:1 / 0:0)

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