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Deutschland und die Schweiz mit ihrem vierten Sieg

Die beiden Nationalmannschaften blieben gegen die Slowakei und Norwegen bei einer perfekten Ausbeute

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Autor

Am Mittwoch waren bei der IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft 2019 sowohl Deutschland, als auch die Schweiz im Einsatz. Das deutsche Team traf am Abend in Kosice im Kampf um das Viertelfinale auf Gastgeber Slowakei, die Schweiz traf in der Hauptstadt Bratislava auf die bisher punktlosen Norweger.

Draisaitl lässt Eishockey-Deutschland ausrasten

Deutschland hatte mit der Slowakei, die bisher trotz zweier Niederlagen aus drei Spielen extrem stark auftrat, die erste große Herausforderung vor sich. Ausnahmetalent Leon Draisaitl schoss die Mannschaft kurz vor Ende der Partie jedoch zum 3:2-Sieg. Damit bleibt Deutschland auch nach vier Spielen bei einer perfekten Bilanz, die auf zwölf Punkte angewachsen ist, und führt die Tabelle der Gruppe A an. Mit dieser Punktzahl verpasste noch nie ein Team das Viertelfinale, seit der aktuelle Modus bei der WM eingeführt wurde.

Die deutsche Auswahl präsentierte sich im ersten Drittel diszipliniert und sicher. Die Slowakie hatte mehr Spielanteile und deutlich mehr Torschüsse. Das Team von Nationaltrainer Toni Söderholm arbeitete aber konsequent und verstand es den Gastgeber zu Schüssen von außen und von der blauen Linie zu zwingen. Dadurch ging das Spiel nach 20 Minuten torlos in die erste Pause.

Im zweiten Spielabschnitt gab es dann den großen Jubel der Herren mit dem Adler auf der Brust. Center Marc Michaelis gewann das Bully vor dem Tor der Slowaken, Markus Eisenschmid zog hinter dem Tor herum und legte den Puck in den Slot, wo Michaelis unhaltbar direkt zum 1:0 abschloss (24.).

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In der Folge wurden die Slowaken aber stärker und drehten das Spiel dank einem Geschenk der deutschen Mannschaft. 23 Sekunden nach einer Strafe gegen Moritz Seider ging Moritz Müller wegen Beinstellens vom Eis und Korbinian Holzer schloss sich für zwei Minuten wegen unsportlichem Verhaltens an. Bei fünf gegen drei glich Andrej Sekera per Schlagschuss aus (29.), nur 85 Sekunden später brachte Libor Hudacek die Slowakei bei fünf gegen vier zum 2:1-Pausenstand in Führung.

Im Schlussabschnitt ging es munter hin und her, beide Teams kamen zu Torchancen, die Torhüter Mathias Niederberger und Marek Ciliak standen aber gut. In der 54. Minute gab es dann eine unschöne und besorgniserregende Szene. Moritz Seider, zweitjüngster Spieler des Turniers und bisher einer der besten Akteure der deutschen Mannschaft, bekam von Ladislav Nagy einen harten Bandencheck ab und Schlug mit dem Kopf in die Bande ein. Er blieb liegen und musste vom Eis begleitet werden.

Söderholm versuchte mehr als zwei Minuten nochmal alles und nahm Niederberger vom Eis. Die Risikobereitschaft wurde belohnt, Eisenschmid schloss nach Pass von Yannic Seidenberg direkt zum Ausgleich ab.

Es roch nach Verlängerung - ohnehin schon ein Erfolg gegen sehr starke Slowaken. Die hatten die Rechnung jedoch ohne Leon Draisaitl gemacht, den zweitbesten Torschützen der abgelaufenen NHL-Saison. 27 Sekunden vor der Schlusssirene jagte der Superstar der Edmonton Oilers den Puck aus dem Bullykreis an Ciliak vorbei in die Maschen.

Deutschland kann sich zwei Tage lang von der Partie erholen und wird am Samstag auf Kanada treffen.

Die Schweiz bleibt weiter souverän

Am Nachmittag besiegte die Schweiz Norwegen mit 4:1 und holte damit den vierten Sieg im vierten Spiel. Mit einer perfekten Ausbeute von zwölf Punkten führen sie zusammen mit Russland die Tabelle der Gruppe B vor Schweden und der Tschechischen Republik an, die die übrigen drei Gegner der Eidgenossen in der Vorrunde sind.

Die Mannschaft von Trainer Patrick Fischer gab von Beginn an den Ton an und kontrollierte das Spielgeschehen. In der sechsten Minute belohnten sich seine Spieler mit dem 1:0 durch Veteran Andres Ambühl, der sein erstes Tor des Turniers erzielte. Christoph Bertschy legte den Puck in den Slot, Ambühl legte ihn vor dem hervorragend aufgelegten Torwart Henrik Holm einmal zur Seite und feuerte die Scheibe über Holms Schoner ins Tor.

Die Nati hatte das Spiel weiterhin im Griff, von den Norwegern ging kaum Gefahr aus. Im zweiten Drittel erhöhte NHL-Star Nico Hischier von den New Jersey Devils schnell auf 2:0. Er bekam den Puck von Kevin Fiala und deutete an hinter dem Tor herumzufahren. Mit einer schnellen Drehung wechselte er hinter dem Kasten wieder auf die ursprüngliche Seite und stopfte den Puck nach 34 Sekunden am kurzen Pfosten über die Linie.

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Im Schlussabschnitt verwertete Gregory Hofmann einen Querpass von Lino Martschini zum 3:0 (50.), später holte sich Ambühl sein zweites Tor ab, indem er einen Schuss von Verteidiger Joel Genazzi abfälschte (57.). Norwegen kam zwei Minuten später nach einem Fehlpass im Mitteldrittel immerhin noch zum Ehrentreffer durch Tobias Lindström.

Die Eidgenossen haben zwei spielfreie Tage vor sich, am Samstag folgt dann das Rückspiel des Finales aus dem Vorjahr gegen Schweden.

Die weiteren Spiele vom Mittwoch:

Am Nachmittag duellierten sich in der Gruppe A die USA und Großbritannien. Zur ersten Pause stand es überraschenderweise 1:1. Die klaren Favoriten aus den USA ließen aber nichts anbrennen und gewannen am Ende mit 6:3 gegen die Briten, deren Torhüter Ben Bowns immerhin 59 von 65 Schüssen hielt.

Am Abend gab es ein weiteres Spiel mit eindeutiger Rollenverteilung, das der Favorit allerdings deutlich klarer gestaltete. Rekordweltmeister Russland schickte Italien mit einer 10:0-Niederlage vom Eis.

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