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Die Detroit Red Wings im Detail

NHL.com/de 31 in 31: Die Red Wings erwarten eine Fortsetzung der positiven Entwicklung

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Autor

Ab dem 1. August nimmt NHL.com/de mit seiner 31 in 31 Serie jedes Team genauer unter die Lupe. Von den wichtigsten Geschehnissen und Spielern bis hin zu Stärken und Schwächen, bieten wir eine umfassende Bestandsaufnahme der Klubs in der Liga.

In dieser Ausgabe geht es um die Detroit Red Wings.

Die Red Wings sind ein Team im Umbruch. In den vergangenen Jahren verließen einige Schlüsselspieler die Mannschaft, im April wechselten sie zudem den General Manager. Steve Yzerman kehrte auf dieser Position an seine alte Wirkungsstätte zurück und bemüht sich seither um einen langfristigen Aufbau eines starken Kaders aus den Talenten in der eigenen Organisation.

Die Schlüsselspieler

Die klaren Stars in der Offensive der Mannschaft sind Dylan Larkin, Anthony Mantha, Andreas Athanasiou und Tyler Bertuzzi. Sie erzielten vergangene Saison 108 der 224 Tore des Teams.

Neben den Stürmern wird entscheidend sein, ob Detroit vor allem in der Abwehr mit weniger Verletzungspech auskommt. Mit Mike Green, Trevor Daley, Danny DeKeyser und Jonathan Ericsson verpassten vier Stammverteidiger jeweils mindestens 30 Spiele. Das gab jüngeren Verteidigern eine Chance sich zu beweisen, darunter Filip Hronek und Dennis Cholowski, die absolut überzeugten.

Video: NJD@DET: Athanasiou erzielt sein 30. Saisontor

Sie könnten nachrücken

Weitere Hoffnung in der Offensive machen die beiden Entdeckungen des Saisonendes, Filip Zadina und Taro Hirose. Zadina erzielte in der American Hockey League für die Grand Rapids Griffins in 59 Spielen 35 Punkte (16 Tore, 19 Assists) und kam spät in der Saison in neun Spielen für die Red Wings auf ein Tor und zwei Assists.

Hirose kam für Michigan State in der College-Liga NCAA auf 50 Punkte (15 Tore, 35 Assists) in 36 Spielen und verbuchte in zehn NHL-Spielen für Detroit sieben Punkte (ein Tor, sechs Assists). Beide Stürmer dürften kommende Saison mehr Eiszeit auf der großen Bühne sehen.

Eine weitere Alternative könnte Joseph Veleno sein. Der Center beeindruckte in der Quebec Major Junior Hockey League mit 104 Punkten (42 Tore, 62 Assists). Damit war er der siebtbeste Torschütze und viertbeste Scorer der Nachwuchsliga. Ob er schon bereit für die NHL ist, ist noch fraglich. Er hat jedoch das Potenzial zumindest vereinzelt zu Einsätzen zu kommen.

Im NHL Draft 2019 wählten die Red Wings an sechster Stelle überraschend den deutschen Verteidiger Moritz Seider. Das 18-jährige Ausnahmetalent von den Adlern Mannheim wird zumindest kommende Saison noch nicht in der NHL erwartet. Ob er in eine der Minor Leagues in Nordamerika wechselt, oder eine weitere Saison bei den Adlern in der DEL verbringt, ist noch nicht abschließend geklärt.

 

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Stärken

Die Red Wings sind im Angriff in der Spitze stark besetzt. Mit Larkin, Athanasiou, Mantha und Bertuzzi haben sie starke Torjäger, die mit ihrer Entwicklung noch nicht am Ende sind und weiter zulegen können. Mit weiteren talentierten jungen Stürmern kann sich die Produktion in der Offensive definitiv weiter verbessern.

Entwicklungspotenzial

Die Tiefe in der Offensive war vergangene Saison mangelhaft. Die vier großen Stürmer sorgten für knapp die Hälfte aller Tore. Vom Rest der Mannschaft kam bislang zu wenig. Dieses Problem soll vor allem durch die Entwicklung junger Spieler ausgebessert werden, aber auch durch eine von nur drei Neuverpflichtungen, Valtteri Filppula. Der Veteran soll den Angriff flexibler machen, für mehr Gefahr aus den hinteren Reihen sorgen und zugleich nach hinten absichern.

 Video: NYI@WSH: Toews bedient Filppula zu einem Kontertor

In der Abwehr hatten die Red Wings große Probleme. Mit 272 Gegentoren waren in der Vorsaison nur vier Teams schlechter. Das lag zum Teil an dem großen Verletzungspech der erfahrenen Verteidiger. Sollten sie gesund bleiben, könnte sich die Defensive in der kommenden Saison von einer anderen Seite zeigen. Zusätzlich verstärkt Patrik Nemeth die Verteidigung. Der 27-jährige Schwede kommt von den Colorado Avalanche und gilt als Defensivspezialist.

Playoff-Chancen

Die Entwicklung der Red Wings zeigt klar eine positive Tendenz. Die Organisation kann auf einen starken Pool an vielversprechenden Talenten zugreifen, die sich von Jahr zu Jahr besser entwickeln. Mit einer Playoff-Teilnahme ist in der kommenden Saison wohl aber noch nicht zu rechnen. Detroit verpasste die zweite Wild Card in der Western Conference bei 24 Punkten Rückstand ganz klar. Ein Sprung der diesen Rückstand überbrückt, ist unwahrscheinlich.

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