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Detroit Red Wings: Auswärts müssen Punkte her

von Jon Lane / NHL.com

Der letzte Monat der Regular Season hat begonnen und das Rennen um die Playoffplätze ist in vollem Gange. Die Spannung steigt von Spiel zu Spiel. Damit kommen wir zu den "Schlüsseln zum Erfolg” für die Teams, die entweder ihre komfortable Ausgangslage sichern und die, die ihre verbessern möchten:

WINGS KALTGESTELLT

Die Detroit Red Wings haben es in 24 aufeinanderfolgenden Spielzeiten in die Playoffs geschafft. Das ist die längste anhaltende Serie der vier großen Nordamerikanischen Sportligen. Da die Red Wings aktuell einen Punkt hinter den Philadelphia Flyers außerhalb der Wildcardplätze liegen, schwebt die Serie in akuter Gefahr, zu reißen. Die Flyers zogen gestern Nacht dank eines 3-2 Auswärtserfolges gegen die Chicago Blackhawks an Detroit vorbei.

Die laufende Spielzeit könnte sich in der aktuellen vier Spiele Auswärtsserie der Red Wings entscheiden. Nach einer 4-3 Auftaktniederlage in Philadelphia müssen sie am Donnerstag in der Nationwide Arena unbedingt in die Erfolgsspur zurückkehren. Der Schlüssel zum erfolgreichen Turnaround liegt in einem wachen Start ins Spiel. In nun fünf Spielen in Folge gelang ihnen kein Tor im Eröffnungsdrittel. Gegen die Flyers mussten sie am Donnerstag gar eine 23-3 Schussstatistik hinnehmen und gerieten folgerichtig mit 2-0 in Rückstand. Schmerzlich vermisst wird ihr erfahrenster Defensivspezialist, Niklas Kronwall, der wegen einer Knieverletzung bis zu 3 Wochen ausfallen wird.

Ihre magere Powerplayquote von 16,8 % müssen sie schleunigst verbessern. In 24 Überzahlgelegenheiten konnten sie im laufenden Monat lediglich drei Treffer erzielen. Bei sechs ihrer verbliebenen zwölf Matches geht es gegen Kellerkinder der Liga. Zusätzlich werden sie am 6. April in der Joe Louis Arena die Gelegenheit haben, sich bei den Flyers zu rächen. Die unschöne Märzbilanz der Red Wings liegt bei 2-5-0, darunter eine 5-3 Niederlage in Columbus.

"Wir müssen am Donnerstag unbedingt gewinnen" , so Coach Jeff Blashill. "Wir wussten schon am Dienstag, dass nur der Sieg zählt. Am Donnerstag muss er her. Das ist das einzige, was mich aktuell kümmert."

AUGEN AUF DIE KRONEN

Für die Kings liegen die Ambitionen nicht darin, in der Pacific Division davonzuziehen, vielmehr legen sie ihr Augenmerk darauf, sich den Heimvorteil für die ersten drei Playoffrunden zu sichern. Die Kings stehen aktuell zwei Zähler hinter den St. Louis Blues und den Dallas Stars, haben jedoch gegenüber beiden Konkurrenten eine Partie weniger absolviert und am Donnerstagabend im Heimspiel gegen die New York Rangers die Möglichkeit an ihnen vorbeizuziehen.

Nach der verpatzten Vorsaison setzen die Kings alles daran, in eine gute Ausgangslage für die Playoffs zu kommen. Mit neun Siegen aus den vergangenen zwölf Spielen, sind die Kings auf Erfolgskurs. Die Schlüssel für den Höhenflug sind Center Anze Kopitar, der die interne Scorerwertung der Kings mit 62 Punkten (22 Tore, 40 Assists) anführt und Stürmer Milan Lucic, dessen aktuelle sieben Spiele andauernde Punkteserie (3-6-9) nur ein Spiel hinter seiner Bestmarke vom 8.-23. Dezember 2008 liegt.

"Es ist die Zeit des Jahres", analysiert Kopitar. "Es ist wichtig, jetzt zur richtigen Zeit die Spitze seines Leistungsvermögens zu erreichen. Es gibt immer noch Potenzial für Verbesserungen, aber für uns fühlt es sich so an, als ob wir auf dem richtigen Weg sind."

SHARKS GREIFEN AN

Am Donnerstag gastieren die San Jose Sharks bei den Arizona Coyotes und starten dann am Samstag gegen die New York Rangers eine sechs Spiele andauernde Heimspielserie, die ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Ausgangsposition für die Playoffs zu verbessern.

Aktuell liegen die Sharks lediglich fünf Punkte hinter den Kings. Ein entscheidender Grund dafür ist ihre sagenhafte Auswärtsbilanz, die mit 25 Siegen nur zwei vom Franchiserekord aus der Saison 2007-08 entfernt ist. Auch im heimischen SAP Center kehrten sie nach anfänglichen Schwierigkeiten (5-12-0) in den letzten 15 (9-3-3) Spielen wieder in die Erfolgsspur zurück.

Meistens war es Schlussmann Martin Jones, der in der aktuellen Spielzeit das Tor der Sharks hütete, doch mit James Reimer haben sie am 27. Februar einen verlässlichen Backup von den Toronto Maple Leafs verpflichtet. Seinen 28. Geburtstag krönte Reimer am Freitag mit 21 Saves beim 3-2 Sieg über die Boston Bruins. Der schönste des Abends gelang ihm in der Schlusssekunde des Spiels. Seitdem er nach San Jose wechselte liegt seine Bilanz bei 2-1-0, sein Gegentorschnitt bei 1,69 und seine Save Percentage bei 0,937. Ein weiteres Auge sollte man auf Brent Burns werfen. Seine 26 Tore sind Ligaspitze unter den Verteidigern.

"Wir versuchen nur, in der Division mitzuhalten”, sagte Sharks Coach Peter DeBoer. "Alle anderen gewinnen, so bleibt uns nichts anderes übrig als auch zu gewinnen. Mir gefällt unser Spiel schon seit einiger Zeit. Insbesondere in den engen Spielen schlagen wir uns hervorragend. Die Jungs spielen mit großem Selbstvertrauen und auch im Tor sind wir sicher. Wir müssen möglichst genauso weiter machen."

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