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Warum Chicagos Niederlage ein gutes Omen ist

Inside The Numbers: Blackhawks-Teilnahme am Winter Classic eine Playoff-Garantie?

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Autor

Jeden Mittwoch in der Saison 2018/19 wird NHL.com/de in der Rubrik "Inside the numbers" nach verschiedenen Trends und Statistiken suchen, um Euch die Analyse des Spiels näherzubringen.

In dieser Ausgabe: Der Winter Classic als Omen für die Saison

In der elften Ausgabe des Bridgestone NHL Winter Classics feierten die Boston Bruins einen 4:2-Sieg gegen die Chicago Blackhawks. Während die Bruins bereits zum 3. Mal in einem Winter Classic gefordert waren, sind die Blackhawks mit vier Auftritten der Rekord-Teilnehmer bei diesem Freiluft-Format. Allerdings konnte Chicago bis heute noch nie eines der Spiele gewinnen. Dies war bislang allerdings alles andere als ein schlechtes Omen für die Restsaison...

Chicago: Playoff-Garantie trotz Winter-Classic-Fluch

So oft wie Chicago nahm noch kein anderes NHL-Team am Winter Classic teil. 2009 spielten die Blackhawks im Wrigley Field gegen die Detroit Red Wings (4:6), 2015 ging es im Nationals Park gegen die Washington Capitals (2:3), 2017 war im Busch Stadium die St. Louis Blues der Gegner (1:4) und nun hieß der Gegner im Notre Dame Stadium Boston Bruins (2:4). Kurios: Chicago verlor alle vier Winter Classics!

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Der Rest-Saison der Blackhawks tat bis bislang allerdings keinen Abbruch. Im Gegenteil: Die Teilnahme im Winter Classic garantierte später immer die Qualifikation für die Stanley Cup Playoffs.

In der Saison 2008/09 gelang Chicago als Zweiter der Central Division der Sprung in die Endrunde. Dort war nach Siegen gegen die Calgary Flames (4:2) und Vancouver Canucks (4:2) erst im Conference-Finale gegen die Detroit Red Wings (1:4) Schluss.

2014/15 gelang sogar der ganz große Wurf: Die Blackhawks belegten nach der Hauptrunde Rang drei in ihrer Division und starteten dann einen beispiellosen Playoff-Run (4:2 gegen die Nashville Predators, 4:0 gegen die Minnesota Wild, 4:3 gegen die Anaheim Ducks), der mit dem Gewinn des Stanley Cups gekrönt wurde (4:2 im Finale gegen die Tampa Bay Lightning).

2016/17 schloss Chicago die reguläre Saison gar als bestes Team der Western Conference und als drittbeste Mannschaft der gesamten NHL ab. Etwaige Stanley-Cup-Träume konnten daraufhin allerdings nicht realisiert werden: Bereits nach der 1. Runde, in der die Blackhawks einen 0:4-Sweep gegen Nashville hinnehmen mussten, stand der Sommerurlaub fest.

 

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Von einem Winter-Classic-Hangover kann bei der Franchise aus Windy City also keine Rede sein - trotz vier Niederlagen in vier Auftritten. Diese Statistik dürften Blackhawks-Fans jetzt gerne heranziehen, immerhin ist Chicago derzeit Vorletzter in der Central Division und hat acht Punkte Rückstand auf einen Wildcard-Platz in der Western Conference.

Boston: Der Sieg als gutes Omen

Die Bruins sind mit drei Winter-Classic-Teilnahmen die zweitmeist gefragte Mannschaft bei diesem Format. 2010 gelang im Fenway Park direkt ein Sieg gegen die Philadelphia Flyers (2:1 n.V.). Sechs Jahre später, 2016, setzte es im Gillette Stadium dann eine deutliche Niederlage gegen die Montreal Canadiens (1:5). Nun trat Boston erstmals als Auswärtsteam bei einem Winter Classic an und feierte einen 4:2-Sieg gegen die Blackhawks. Doch lässt sich auch bei den Bruins ein positiver Freiluft-Effekt erkennen?

In der Saison 2009/10 gelang Boston die Playoffs-Qualifikation als drittbestes Team der damaligen Northeast Division. In den Playoffs ging es nach einer erfolgreichen Auftakt-Serie gegen die Buffalo Sabres (4:2) dann in der 2. Runde gegen die Philadelphia Flyers zu Ende (3:4). Legendär die Niederlage nach einer 3:0-Führung in der Serie.

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2015/16 endete die Spielzeit eher enttäuschend: Bis zum Winter Classic zählten die Bruins noch zu den zehn besten NHL-Mannschaften (20-12-4), danach kam es aber scheinbar zu einem "Freiluft-Hangover" mit 24 Niederlagen aus den verbleibenden 46 Hauptrunden-Spielen (22-19-5). Die Folge: Boston verpasste die Playoffs knapp um drei Punkte.

Einen Einbruch nach dem Winter Classic wollen die Bruins in diesem Jahr unbedingt vermeiden: Aktuell steht Boston auf Rang drei der Atlantic Division, hat aber nur zwei Zähler Vorsprung auf einen Nicht-Playoff-Platz in der Eastern Conference. Den Sieg im Winter Classic 2019 dürfen die Bruins-Anhänger also durchaus gutes Omen anführen.

Winter-Classic-Hangover im Vorjahr

Dass die Teilnahme am Winter Classic nicht zwangsläufig eine belebende Wirkung auf die Rest-Saison haben muss, zeigte die letzte Saison 2017/18: Auf dem Citi Field trafen sich Buffalo Sabres und New York Rangers zum Duell unter freiem Himmel (2:3 n.V.). Am Ende der regulären Saison konnten beide Teams die Playoff-Plätze nur noch mit dem Fernglas sehen: Die Rangers hatten als schwächste Mannschaft der Metropolitan Division satte 20 Punkte Rückstand. Die Sabres beendeten die Hauptrunde gar als schlechteste Mannschaft der gesamten NHL und wiesen 35 Zähler Rückstand auf.

 

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Vor allem New York gelang nach dem Jahreswechsel gar nichts mehr: Bis zum Winter Classic hatten die Broadway Blueshirts noch einen Schnitt von 1,18 Punkten pro Partie (20-13-5), danach stürzte diese Quote auf 0,73 (14-26-4) ab. Kein anderes Team holte in dieser Zeit weniger Punkte als die Rangers. Bei Buffalo blieb besagter Punkteschnitt dagegen ähnlich niedrig (0,74, 10-20-8 davor, 0,8, 15-25-5 danach). Die Chicago Blackhawks und Boston Bruins dürften also gewarnt sein.

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