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Die U20-Junioren Kanadas holen Gold gegen Russland

Im Finale bezwingen sie, nach einem 2-Tore-Rückstand elf Minuten vor Schluss, die Sbornaja mit 4:3

von Bernd Rösch @nhlde / NHL.com/de Freier Chefautor

Der U20-Weltmeister 2020 heißt Kanada. Die Junioren aus dem Mutterland des Eishockeys bezwangen in der Ostrava Arena in einer turbulenten Partie die Auswahl Russlands mit 4:3-Toren und holten zum dritten Mal in den letzten zehn Jahren nach 2015 und 2018 die Goldmedaille. Für Russland war es der größte Erfolg seit 2016, als sie bei der WM im finnischen Helsinki ebenfalls Silber gewannen.

Akil Thomas schoss in der 57. Spielminute das Siegtor für die Auswahl der Kanadier. Calen Addisson, war, wie bereits bei zwei Toren zuvor, an der Vorarbeit beteiligt, und Connor McMichael erzielte ein Tor und einen Assist für die Ahornblätter.

Bis zur Mitte des Schlussabschnitts, nach den Toren von Nikita Alexandrov in der 30. bei Überzahl, Grigori Denisenko in der 35. und Maxim Sorkin in der 49. Minute, sah die Sbornaja bereits wie der sichere Sieger aus. Den kanadischen Ausgleichstreffer zum 1:1-Zwischenstand hatte Dylan Cozens bei einem 5-gegen-3-Powerplay in der 32. Minute markiert, indem er den Abpraller nach einem Schuss von Alexis Lafreniere einnetzte.

 

[Klicken Sie hier für die komplette Berichterstattung von der Junioren-Weltmeisterschaft auf NHL.com/de]

 

Anders als im Vorrundenspiel, als sie von Russland deutlich mit 6:0 geschlagen wurden, konnten die Kanadier einen Zahn zulegen, drehten spät das Spiel zu ihren Gunsten und hatten in den Schlussminuten auch das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite.

Binnen knapp sieben Minuten ab der 50. Minute gaben McMichael, von dessen Bein der Puck im Netzlandete Barrett Hayton mit einem präzisen Schuss ins Toreck und Thomas im Fallen mit der Rückhand dem russischen Torwart Amir Miftakhov das Nachsehen.

Als noch 2:41 Minuten auf der Uhr standen, kassierte der kanadische Verteidiger Kevin Bahl eine 2-Minuten-Strafe wegen Hakens und der russische Trainer setzte alles auf eine Karte, indem er Miftakhov zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nahm.

Der Maßnahme ' Alles oder nichts' blieb der Erfolg jedoch verwehrt, denn Kanadas Schlussmann Joel Hofer war zur Stelle, als es darauf ankam. Er beendete die Partie mit 35 Rettungstaten. Miftakhov wehrte 26 Torschüsse ab.

Schweden holt Bronze

Beim Spiel um Platz 3 bei der IIHF Junioren-Weltmeisterschaft traf am Sonntagnachmittag in der Ostrava Arena die Auswahl von Schweden, die im Halbfinale am Vortag denkbar knapp nach Verlängerung 4:5 Russland unterlegen gewesen war, auf ihre finnischen Nachbarn, die gegen Kanada mit 0:5 deutlich den Kürzeren gezogen hatten. Die Junioren-Tre-Kronor schnappten sich die Bronzemedaille dank eines Treffers von Linus Oberg zum Sieg in der 34. Spielminute. Samuel Fagemo erzielte ein Tor und einen Assist für Schweden, das vergangenes Jahr leer ausgegangen war, durch eine Niederlage gegen die Schweiz im Viertelfinale.

"Das fühlt sich großartig an", freute sich Fagemo. "Wir haben ein tolles Spiel geliefert. Der Mannschaftsgeist hat gestimmt und wir haben uns viele Chancen erarbeitet. Es fühlt sich toll an, wenn man Bronze holt."

Besonders schön ist es, wenn man hinten liegend zurückkommt.

Der Titelverteidiger aus Finnland war in der 9. und 20. Minute durch Treffer von Patrik Puistola und Matias Macelli zweimal in Führung gegangen, konnte aber in den verbleibenden 40 Spielminuten kein weiteres Mal Schlussmann Hugo Alnefelt bezwingen, der es insgesamt auf 32 Rettungstaten brachte. Zwischenzeitlich hatte Rasmus Sandin in der 13. Minute bei Überzahl den 1:1-Ausgleich markiert.

Im Mittelabschnitt hatte Schweden die größeren Spielanteile und münzte diese auch in Tore um. Nachdem gerade die Hälfte der Spielzeit vorüber und eine Strafe gegen Rasmus Sandin gerade einmal für 39 Sekunden abgelaufen war, drehten Fagemo und Oberg das Spiel binnen gut 2 1/2 Minuten zu Gunsten der Skandinavier.

Im dritten Drittel gaben die finnischen Junioren noch einmal alles, doch trotz eines Torschussverhältnisses von 11:4 blieb ihnen gegen die kompakt stehenden Schweden der Erfolg verwehrt.

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