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Der potentielle Kader der Vegas Golden Knights

NHL.com/de stellt aus den verfügbaren Spielern beim Expansion Draft ein Team für den Neuling zusammen

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Die Chancen, dass die Vegas Golden Knights in der Saison 2017/18 mit einer schlagkräftigen Mannschaft an den Start gehen, stehen gut. Diesen Schluss legen die Namenslisten der 30 Teams für den Expansion Draft nahe, die von der NHL am Sonntag veröffentlicht worden sind. Darauf haben die Klubs vermerkt, welche Spieler geschützt und welche für den Neuling aus Las Vegas wählbar sind. Danach ist klar: Für alle Positionen sind starke Akteure zu bekommen. Das hatte man in dieser Form zuvor nicht unbedingt erwartet. NHL.com/de skizziert, wie der Kader der Golden Knights nach dem Expansion Draft aussehen könnte.

Die neue Franchise aus Nevada darf sich von jedem der 30 Konkurrenten einen nicht geschützten Spieler aussuchen. Am Ende muss der Kader von Las Vegas mindestens 14 Stürmer, neun Verteidiger und drei Torhüter umfassen. Nicht weniger als 20 Zugänge müssen für die Saison 2017/18 noch einen Vertrag bei ihrem bisherigen Arbeitgeber gehabt haben. Unter Berücksichtigung des Salary Cap hat der Wert der Neuverpflichtungen zwischen 60 und 100 Prozent unter dem des Vorjahres zu liegen.

Drei Stürmer haben die Golden Knights bereits mit Arbeitspapieren ausgestattet. Vom SKA St. Petersburg kommt der 30-jährige Center Vadim Shipachyov. Vom tschechischen Klub BK Mlada Boleslav wurde der 24-jährige Tomas Hyka verpflichtet. Aus der Western Hockey League (WHL) stößt der 21-jährige Reid Duke zum Team aus Las Vegas.

Ihnen folgen nun die Zugänge aus dem Expansion Draft 2017. Wenn NHL.com/de die Wahl der Protagonisten treffen dürfte, würde sie im Hinblick auf den Salary Cap und mögliche Deals im Sommer wie folgt lauten:

Torhüter

Geradezu prädestiniert für diese Schlüsselstelle ist Marc-Andre Fleury (Pittsburgh Penguins). Der 32-jährige Routinier bringt durch seine drei Stanley-Cup-Siege neben sportlichen Qualitäten auch einen gewissen Glamour nach Las Vegas mit. Mit Philipp Grubauer (Washington Capitals) kommt ein starker Schlussmann hinzu, der ebenfalls das Zeug zur Nummer eins im Verein besitzt. Der 25-jährige Rosenheimer sollte zunächst als Backup für Fleury wesentlich mehr Einsätze bekommen als bei den Capitals, zumal General Manager George McPhee als sein Entdecker und Förderer gilt.

Weitere Goalies, die für die Franchise aus Vegas in Frage kommen, sind Calvin Pickard (Colorado Avalanche) und Linus Ullmark (Buffalo Sabres). Pickard spielte heuer eine gute Weltmeisterschaft für Kanada und hätte einen gewissen Wert für einen etwaigen Trade. Der 23-jährige Ullmark verfügt über viel Talent und könnte in der AHL langsam an höhere Aufgaben herangeführt werden.

Verteidiger

Der 26-jährige Trevor van Riemsdyk (Chicago Blackhawks) hat ebenfalls einen Stanley-Cup-Gewinn in seinem Lebenslauf stehen. Der Rechtsschütze verfügt über die nötige Wettkampfhärte, die er sich bei einer der besten NHL-Mannschaften der vergangenen Jahre aneignete. Darüber hinaus strapaziert er den Salary Cap nicht übermäßig. In diese Kategorie fällt auch der 23-jährige Matt Dumba (Minnesota Wild), der 2016/17 eine beeindruckende Spielzeit hinlegte.

Für die nötige physische Präsenz bei den Golden Knights sorgt der 1,91 Meter große und 95 Kilo schwere Brenden Dillon (San Jose Sharks). Da sein Kontrakt noch über drei Jahre läuft, kann mit dem 26-Jährigen längerfristig geplant werden. Luca Sbisa (Vancouver Canucks) und Calvin de Haan (New York Islanders) bestritten alle 82 Hauptrunden-Partien in der abgelaufenen Saison. Sbisa ist mit seinen 27 Jahren ein routinierter Defensiv-Allrounder. De Haan bringt die erforderlichen Offensiv-Qualitäten in die Verteidigung der Golden Knights.

Die Defensive komplettieren Jake Dotchin (Tampa Bay Lightning), Marc Methot (Ottawa Senators), Colin Miller (Boston Bruins), Xavier Ouellet (Detroit Red Wings), Jon Merrill (New Jersey Devils) und Nachwuchsmann Griffin Reinhart (Edmonton Oilers).

Angreifer

James Neal (Nashville Predators) verfügt über den ausgeprägten Torinstinkt, der für die Golden Knights von Nutzen ist. Der 29-jährige Stürmer erzielte in seiner Karriere dreimal über 30 Tore. Seine persönliche Bestmarke von 41 Toren stammt aus der Saison 2011/12. Mit 27 Toren in der Hauptrunde glänzte Michael Grabner (New York Rangers). Damit belegte er in er vereinsinternen Rangliste Rang zwei. Mit 51 Punkten (30 Tore, 21 Vorlagen) glänzte Jonathan Marchessault (Florida Panthers) in der abgelaufenen Serie. Sein Vertrag läuft noch ein Jahr. Der 26-jährige Center ist deshalb auch im Hinblick auf die Trade Deadline 2018 eine gute Wahl.

Mit allen Wassern gewaschen ist der inzwischen 32-jährige Troy Brouwer (Calgary Flames). Er bringt neben seinen Scorer-Qualitäten reichlich Führungskompetenz für die Abteilung Attacke der Golden Knights mit. Der 22-jährige Marko Dano (Winnipeg Jets) ist begabt, schnell und darüber hinaus kostengünstig. Diese Kombination ist wie gemacht für Las Vegas.

Reichlich Potenzial auf der Position des Linksaußen besitzt Michael Raffl (Philadelphia Flyers). Wegen einer Verletzung kam er in der abgelaufenen Saison nur zu 52 Einsätzen. In der Spielzeit 2014/15 lieferte er mit 21 Toren einen ordentlichen Leistungsnachweis ab. Ebenfalls sofort weiterhelfen dürfte dem Neuling der linke Außenstürmer David Perron (St. Louis Blues). Er verbuchte in der Hauptrunde 2016/17 insgesamt 46 Zähler (18 Tore, 28 Assists).

Die restlichen Offensiv-Plätze im Kader belegen William Karlsson (Columbus Blue Jackets), Alexander Burmistrov (Arizona Coyotes), Cody Eakin (Dallas Stars), Logan Shaw (Anaheim Ducks), Nick Shore (Los Angeles Kings), Lee Stempniak (Carolina Hurricanes), Kerby Rychel (Toronto Maple Leafs) und Alexander Radulov (Montreal Canadiens).

Wen die Verantwortlichen um General Manager McPhee und Coach Gerard Gallant tatsächlich für ihr Team auserkoren haben, erfährt die Öffentlichkeit am Mittwoch (Ortszeit). An diesem Tag wird der Kader im Rahmen der Verleihung der NHL-Awards in Las Vegas bekanntgegeben.

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