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Erfolgreiche Rückkehr für Roman Josi

Der Schweizer Kapitän der Nashville Predators führt nach der Verletzung sein Team mit zwei Punkten zum Sieg

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Am 19. September diesen Jahres wurde Roman Josi zum achten Kapitän in der Geschichte der Nashville Predators ernannt. Er ist erst der zweite Schweizer in der Geschichte der NHL, der ein Team anführt, nachdem Mark Streit diese Ehre in Diensten der New York Islanders zuteil geworden war. In den letzten drei Spielen mussten die Predators aufgrund einer Verletzung aber auf ihren Kapitän verzichten. Doch am Dienstag kam er für das Spiel gegen die Colorado Avalanche zurück in die Reihen seiner Mannschaft und setzte sofort ein Zeichen, ließ seine Teamkollegen und die Liga spüren, dass der Kapitän wieder da ist.

"Es ist gut zurück zu sein", freute sich Josi. "Natürlich vermisst man es jedes Mal mit den Jungs zu spielen, mit ihnen bei den Spielen auf das Eis zu gehen. Es fühlt sich gut an zurück zu sein, aber noch wichtiger ist, dass wir gewonnen haben."

Josi erzielte ein Tor und eine Vorlage und führte die Predators damit zum 4:1 Erfolg gegen Landsmann Sven Andrighetto und die Colorado Avalanche. Beim Stande von 1:1 erzielte der Eidgenosse im zweiten Drittel die Führung in Überzahl. Filip Forsberg spielte einen Querpass vor dem Tor auf Josi, der den Puck aus spitzem Winkel zunächst nicht richtig traf. Viktor Arvidson spielte die Scheibe zu Josi zurück und der netzte über Semyon Varlamovs Schoner hinweg ein. Es war Josis erster Punkt der Saison.

"Der Schlüssel ist einfach Torschüsse zu bekommen", analysierte der Verteidiger. "Das machen wir zurzeit gut, wir bewegen den Puck und kriegen die Torschüsse. Scott Hartnell, Filip Forsberg und Viktor Arvidsson leisten großartige Arbeit vor dem Tor."

Video: COL@NSH: Josi trifft im zweiten Versuch

Arvidson und Josi leiteten im zweiten Drittel, bei einem Rückstand von 1:0, den furiosen Sturm zum Sieg der Predators ein. Arvidson traf zum Ausgleich und legte Josis Treffer auf, Josi bereitete dann auch noch das 3:1 vor. Er überbrückte mit einem genialen Aufbaupass auf Craig Smith beinahe die gesamte Eisfläche, Smith spielte einen Querpass auf Colton Sissons, der Varlamov aussteigen ließ und dann den Puck über die Linie schob.

"Wir haben schon am Samstag ein gutes Spiel absolviert und hätten vielleicht gewinnen sollen, aber heute haben wir noch einen weiteren Schritt gemacht", erklärte Josi. "Wir haben ganz passabel angefangen und haben uns während der gesamten Partie immer weiter gesteigert. Besonders im letzten Drittel drängten wir auf das nächste Tor."

Die Predators können froh sein ihren Kapitän wieder auf dem Eis zu haben. Der 27-jährige Berner ist nicht nur ein hervorragender Offensivverteidiger, der in den letzten vier Saisons jeweils mindestens 40 Punkte und eine zweistellige Anzahl an Toren verbuchen konnte, er ist auch einer der erfahreneren Spieler der Predators und ein echter Anführer.

"Roman ist an einem guten Punkt in seiner Karriere, an dem er mit der Verantwortung gut zurecht kommt", sagte Chris Mason, der ehemalige Torhüter der Predators über Josi. "Die Jungs blicken zu Roman auf. Er findet eine gute Balance zwischen lockerem Spaß und einer ernsteren Herangehensweise, wenn es nötig ist. Er hat ein gutes Gespür für diese Umstellung."

Die Predators starteten mit zwei Niederlagen enttäuschend in die Saison, konnten in den letzten vier Spielen aber sieben von acht möglichen Punkten erobern. Mit der Rückkehr des Kapitäns sind die Voraussetzungen für eine Fortsetzung dieser Erfolgsserie gegeben, doch ganz leicht wird das nicht werden. Am Donnerstag sind sie bei den Philadelphia Flyers zu Gast, die ihre letzten beiden Spiele mit einem Torverhältnis von 13:3 für sich entschieden. Josi und seine Landsleute Yannick Weber und Kevin Fiala werden jedenfalls alles geben, um Nashville nach den Erfolgen in den Stanley Cup Playoffs 2017 erneut unter die besten Teams der Liga zu bringen.

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