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Ein Rookie als Rückhalt der Blues im Finale

Jordan Binnington hütet in St. Louis vor Jake Allen das Tor und führte die Blues ins Finale gegen die Boston Bruins

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Autor

Es ist angerichtet. Eingefleischte Fans können es kaum noch erwarten, bis endlich das Finale der Stanley Cup Playoffs beginnt. Die St. Louis Blues bitten die Boston Bruins zum Showdown im Kampf um die wichtigste Trophäe, die es im Eishockey gibt, den Stanley Cup. Nach einigen Tagen Pause treten die beiden Kontrahenten am 27. Mai im TD Garden in Boston zum ersten Spiel des Stanley Cup Finales 2019 an. NHL.com/de wirft in den kommenden Tagen einen detaillierten Blick auf die Mannschaftsteile der Teams.

In dieser Ausgabe die Torhüter der Blues:

Jordan Binnington

Eine der großen Sensationen der Saison ist ohne jeden Zweifel Jordan Binnington. Der 25-jährige Kanadier rutschte Mitte September in das Aufgebot der Blues und durfte am 7. Januar gegen die Philadelphia Flyers erstmals ein Spiel von Anfang an bestreiten. Das Ergebnis war ein Sieg der Blues, dank eines Shutouts des Rookies.

Binnington fuhr in der Folge einen Sieg nach dem anderen ein und war ein wichtiger Faktor bei der Aufholjagd der Blues, die sich vom Tabellenende auf einen Playoff-Platz vorarbeiteten. Ihr junger Torwart wies am Ende eine beeindruckende Statistik von 24-5-1 auf. Mit 92,7 Prozent Fangquote stellte er den viertbesten Wert der Liga, die er mit einem Gegentorschnitt von 1,89 Toren pro Spiel anführte. In seinen 30 Starts blieb er fünf Mal ohne Gegentor.

Video: SJS@STL, Sp6: Binnington stoppt Kane mit starkem Save

Binnington war eine echte Überraschung, seine Leistungen brachten ihn sogar ins Finale um die Calder Memorial Trophy für den besten Rookie der Saison, die äußerst selten an Torhüter verliehen wird. In den Playoffs ließ seine Statistik etwas nach. Er kommt in der entscheidenden Phase auf dem Weg zum Stanley Cup auf 2,36 Gegentore pro Spiel, 91,4 Prozent Fangquote und einen Shutout. Nach wie vor eine respektable Leistung, die durch eine Ausbeute von zwölf Siegen und den Einzug in die finale Serie gegen die Bruins unterstrichen und belohnt wird.

Besonders im Western Conference Finale gegen die San Jose Sharks zeigte Binnington, wozu er fähig ist. In den letzten drei Spielen der Serie, die alle an die Blues gingen, stoppte er überragende 75 von 77 Schüssen.

Binnington hat sich mit seinen Vorstellungen in der zweiten Saisonhälfte und den Playoffs klar den Platz Nummer Eins im Tor von St. Louis verdient und wird eine Schlüsselfigur im Finale sein, die entscheidend für den Ausgang sein wird. Das Duell zwischen ihm und seinem gegenüber Tuukka Rask ist eines der spannendsten Themen vor dem Finale und dürfte jede Menge Material für Highlight-Videos liefern.

 

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Jake Allen

Hinter Binnington steht mit Jake Allen ein erprobter Torhüter zur Verfügung. Allen ist zwar nur drei Jahre älter als Binnington, ist aber bereits seit 2012 ein fester Bestandteil des Kaders. Damals feierte er sein NHL-Debüt mit einer Einwechslung im zweiten Spiel der zweiten Runde gegen die Los Angeles Kings.

Video: STL@LAK: Allen wirbelt herum und blockt Kempes Chance 

In den vergangenen vier Saisons vertraute St. Louis in weit über der Hälfte der Spiele auf ihn, dadurch sammelte er 265 Spiele NHL-Erfahrung mit einer Ausbeute von 136-88-23, 2,54 Gegentoren pro Spiel, einer Fangquote von 91,1 Prozent und 19 Shutouts.

Aufgrund von Binningtons genialen Leistungen musste sich Allen in der zweiten Saisonhälfte seinen Stammplatz mit seinem Kollegen teilen. In den Playoffs kam er bisher nicht zum Einsatz, da Binnington alle Spiele bestritt. Sollte Binnington nach 19 Playoff-Spielen am Stück eine Pause benötigen, oder sich verletzen, wäre Allen als gestandener NHL-Torwart auf jeden Fall ein starker Ersatz.

Jared Coreau

Der dritte im Bunde ist Jared Coreau, ein in der NHL weitgehend unbeschriebenes Blatt. Bisher absolvierte er 21 Spiele für die Detroit Red Wings, seine Statistik von 5-9-4 bei 3,74 Gegentoren pro Spiel, 88,0 Prozent Fangquote und zwei Shutouts ist wenig überzeugend. So lange es keine Verletzung bei Allen und Binnington gibt, dürfte man ihn nur auf der Tribüne sehen.

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