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Darum zieht einen der 1. Juli in den Bann

Zum Auftakt der Free-Agency-Periode wird wieder gespannt auf den News-Ticker geblickt

von Bernd Rösch @NHLde

Die NHL Free Agency beginnt am 1. Juli. NHL.com/de bietet dazu eine umfassende Berichterstattung über diese spannende Phase des Jahres. In dieser Ausgabe geht es um die Faszination dieses Tages, der uns in den Bann zieht.

Der erste Tag der Free Agency ähnelt einem Überraschungsei. Man hat zwar eine Vorahnung, was drin sein könnte, doch was tatsächlich rauskommt, liegt noch im Verborgenen. Der 1. Juli zählt zu den spannendsten Tagen der Offseason in der NHL, unabhängig davon, ob man frenetischer Anhänger eines Teams ist oder als Freund des Eishockeysports im Allgemeinen das Geschehen verfolgt.

Am Montag um 12 Uhr mittags geht es los, ab dann ist es den Klubs möglich, vertragslosen Spielern ein Angebot zu unterbreiten, und zwar nicht nur den Unrestricted Free Agents, die sich völlig frei entscheiden können, welche Offerte ihnen am ehesten zusagt. 

Angesichts der Vielzahl an überragenden Spielern, die am Stichtag zu Restricted Free Agents werden, ist es durchaus vorstellbar, dass einer von ihnen einen aufgrund seiner Höhe fast schon unmoralisch zu nennenden Vertrag vorgelegt bekommt. Sein bisheriges Team müsste mit den unterbreiteten Konditionen gleichziehen (matchen) oder würde den Spieler verlieren.

Für ein solches Szenario, das zwar in den vergangenen sechs Jahren in der NHL nicht mehr vorkam, wären Sebastian Aho (Carolina Hurricanes), Mitchell Marner (Toronto Maple Leafs), Brayden Point (Tampa Bay Lightning), Mikko Rantanen (Colorado Avalanche), Matthew Tkachuk (Calgary Flames), Kyle Connor und Patrik Laine (beide Winnipeg Jets) ebenso Kandidaten wie der Schweizer Timo Meier (San Jose Sharks).

Video: TOR@VGK: Marner trifft bei 2-gegen-1 in Unterzahl

Die Jets, Avalanche und Hurricanes hätten zumindest ausreichend finanziellen Spielraum in einem solchen Fall ihren jungen Topscorer zu halten, doch die Maple Leafs, Lightning und Sharks müssten sich schon arg strecken, um aus der Bredouille zu kommen.

Gebannt wird zu Beginn der Free Agency auf die Ticker geblickt. Jeden Moment kann es passieren. Wann kommt die erste Meldung? Welcher spektakuläre Trade wird die Szenerie bestimmen? Inwieweit wird sich das Gesicht meines Klubs verändern? Gelingt es ihm einen Star zu erhaschen?

Zu einem großen Wandel könnte es bei den Sharks kommen. In San Jose werden mit Kapitän Joe Pavelski und Joe Thornton gleich zwei Stürmer zu Unrestricted Free Agents, die jahrelang Aushängeschilder des Franchise waren. Es käme einer Zäsur gleich, sollten die beiden Center in der kommenden Saison nicht mehr im Norden Kaliforniens, sondern für ein anderes Team auf Punktejagd gehen.

Video: SJS@WPG: Pavelski trifft in den letzten Sekunden

Ab Anfang kommender Woche darf über die gesamte Free-Agency-Periode hindurch spekuliert werden. Und hierbei nimmt die Vorfreude auf die kommende Saison stetig zu. Es ist die Zeit für Analysen und Mutmaßungen, wie sich die Neuzugänge auf den Erfolg des Teams in den folgenden Spielzeiten auswirken werden. Bis zum Schluss besteht die Hoffnung, dass jene Mannschaft, für die das eigene Herz schlägt, einen großen Namen verpflichten kann. Es gibt keinen Spieler, der Siege garantiert, aber eben welche, die die Chancen darauf gewaltig erhöhen.

Ob ein Spieler aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz sein NHL-Team wechselt, interessiert besonders aus nationaler Sicht und verdient erhöhte Aufmerksamkeit. Wäre es nicht wunderbar, käme einer von ihnen bei einem Titelaspiranten unter?

Was auch geschieht, für Furore ist gesorgt und die Wartezeit, bis der erste Puck wieder fällt, wird durch die Free Agency viel kurzweiliger.

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