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Nichtberücksichtigung macht Seidenberg sauer

Der deutsche Verteidiger der Islanders wünscht sich mehr Einsätze, um seinen Rhythmus zu finden

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Jeden Donnerstag im Laufe der Saison 2017/18 widmet NHL.com/de einem deutschsprachigen Spieler einen speziellen Bericht. Dabei stellen wir sowohl junge Spieler, die sich einen Namen machen wollen, als auch etablierte Akteure und Teamleader ins Rampenlicht.

In dieser Ausgabe geht es um Dennis Seidenberg.

Vorweihnachts- und Adventszeit ist die Zeit der Stille, auch wenn sie häufig so nicht gelebt wird und Stress und Hektik die Menschen regieren. Mit der Ruhe sollte Zufriedenheit in das Leben der Menschen einkehren. Einer, der derzeit nicht gerade zufrieden sein kann, wie es läuft, ist Dennis Seidenberg. Obwohl er körperlich fit ist, hat er für die New York Islanders erst 13 Saisonspiele absolvieren dürfen und findet sich häufiger auf der Tribüne als auf dem Eis wieder.

"Als Spieler will man immer spielen", erzählt Seidenberg am Mittwoch nach dem Training am Telefon. "Wenn ich nicht spielen darf, dann bin ich schon sauer, aber man muss positiv bleiben und sich im Training voll reinhängen, um das nächste Mal wieder dabei zu sein. Dann lässt sich der Trainer vielleicht überzeugen."

Der 36-jährige Verteidiger wirkt am anderen Ende der Leitung wegen seiner Situation verständlicherweise etwas geknickt. Auf den Vorteil möglicher Erholungspausen für seinen nicht mehr ganz jungen Körper angesprochen, lacht er immerhin kurz auf und stimmt dem belustigt zu.

Im Spiel der Islanders am Dienstag gegen die Detroit Red Wings durfte Seidenberg nach drei Spielen Pause mit über 18 Minuten Eiszeit wieder einmal mitwirken, allerdings verlor sein Team die Partie mit 6:3 und verschlechterte dadurch die Bilanz im Monat Dezember auf 3-6-1.

"Es ist schwer, wenn man nach einer Pause wieder hereinkommt und ein paar Spiele ausgesetzt hat", verdeutlicht Seidenberg. "Es wäre leichter ein paar Spiele zu machen und dann einmal auszusetzen, als umgekehrt. Ich denke trotzdem, dass ich persönlich ganz gut gespielt habe, aber als Mannschaft haben wir defensiv nicht so überzeugt, was neben der Niederlage ein weiterer negativer Aspekt ist."

Die Islanders drohen derzeit aus den Playoff-Rängen zu fallen, nachdem sie nur noch den zweiten Wild-Card-Platz inne haben und die Verfolger dahinter, insbesondere die Philadelphia Flyers mit sieben Siegen in ihren letzten acht Spielen, schon mit den Hufen scharren. 

"Der Saisonstart war gut, doch zuletzt läuft es einfach nicht mehr rund", analysiert auch Seidenberg etwas frustriert. "Wir machen zu viele Fehler, vor allem in der Defensive. Das müssen wir schnell ändern und uns steigern, damit wir wieder Siege einfahren können."

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Die kommenden Aufgaben werden mit den Heimspielen gegen die Anaheim Ducks am Donnerstag und die Winnipeg Jets am Samstag nicht einfacher. Nach der Weihnachtspause tauchen die Buffalo Sabres noch in Brooklyn auf, ehe es auswärts nach Winnipeg und an Silvester zu den Colorado Avalanche geht.

Beruflich ist Seidenbergs größter Wunsch zu Weihnachten sicher in der Zukunft mehr Einsätze zu haben. Darauf angesprochen möchte er keine Prognose abgeben, wie die weitere Entwicklung ausfallen wird. 

"Es ist schwer zu sagen, wie es bei uns weitergeht", merkt er an. "Ich hoffe natürlich auf mehr Eiszeit, aber beeinflussen kann ich das in erster Linie nicht. Ich versuche positiv zu bleiben, was mir durchaus schwer fällt. Ich muss die Situation aber annehmen wie sie nun einmal ist. Die Saison ist noch lang und es kann nur besser werden."

Die Fans in Deutschland drücken dem sympathischen Spieler sicher die Daumen, dass mit Weihnachten und dem Jahreswechsel mehr Zufriedenheit in sein berufliches Leben einkehrt.

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