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Heiße Saisonphase in der DEL angebrochen

Outside the NHL: Deutschlands Top-Klubs starten in der kommenden Woche den Kampf um die Meisterschaft

von Marc Rösch @nhlde / NHL.com/de Autor

Willkommen bei Outside the NHL. Während der Saison 2018/19 wird euch NHL.com/de jeden Samstag mit Einblicken und Stories über die Eishockey-Welt außerhalb der NHL versorgen. In dieser Ausgabe geht es um die DEL-Playoffs.

Während die NHL-Saison mit eiligen Schritten ihrer heißen Phase entgegensteuert, ist diese auf der anderen Seite des Atlantiks schon erreicht. In der ersten DEL-Playoffrunde werden die letzten verfügbaren Startplätze für das in der kommenden Woche startenden Viertelfinale ausgespielt. Und diese Partien könnten die Vorfreude auf die Runde der letzten acht kaum stärker anfeuern.

Am Freitag sprangen die Eisbären Berlin als vorletztes Team auf den Playoffzug. Vor eigenem Publikum in der Mercedes-Benz Arena gewannen sie mit 4:2 gegen die Straubing Tigers und schickten die Niederbayern damit in die vorzeitige Sommerpause. Dem favorisierten DEL-Rekordmeister aus Berlin brachte der zweite Sieg in der Best-of-three-Serie die vierte Viertelfinal-Teilnahme in Folge ein.

 

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"Wir spielen gut zusammen, machen die Kleinigkeiten…", lobte Eisbären-Coach Stéphane Richer seine Schützlinge nach dem Freitagabendspiel. "Wir wollten das Viertelfinale erreichen, das haben wir geschafft. Jetzt können wir ein paar Tage regenerieren, warten ab, wer der Gegner ist und wollen natürlich unseren Lauf von acht Siegen in neun Spielen fortsetzen."

Auf wen die Eisbären in der kommenden Woche treffen werden, wird sich erst am Sonntag entscheiden, wenn die zweite Paarung der ersten Playoffrunde einen Sieger gefunden hat. Um 13:45 Uhr gastieren die Thomas Sabo Ice Tigers bei den Bremerhaven Pinguins und diese entscheidende dritte Partie verspricht Spannung und Nervenkitzel pur.

Schon am Freitag sorgten die Teams für einen packenden Eishockeyabend. Die 6.803 anwesenden Zuschauer in Nürnberg bekamen für ihr Geld knapp 100 Minuten Eishockey geboten. Nachdem die Thomas Sabo Ice Tigers in der 44. Spielminute das 3:0 erzielt hatten und schon als vermeintlicher Sieger feststanden, übernahm Bremerhaven das Zepter. Die Pinguine markierten in den verbleibenden Minuten drei Treffer und retteten sich in die Overtime. Dort benötigten die Teams fast 40 hart geführte Minuten, um einen Sieger auszumachen.

Tweet from @Ice_Tigers: Die THOMAS SABO Ice Tigers verlieren das zweite Spiel der 1. Playoff-Runde gegen die @FT_Pinguins in der zweiten Verl��ngerung mit 3:4. Damit kommt es am Sonntag um 14 Uhr zum Entscheidungsspiel in Bremerhaven. #NITvsBHV pic.twitter.com/XE6nCaJmgO

Erst 46 Sekunden vor dem Ende der zweiten Verlängerung markierte Verteidiger Maxime Fortunus den entscheidenden Treffer zum 4:3. Fortunus, der sieben Jahre lang bei der Organisation der Dallas Stars unter Vertrag stand und dabei zu neun Einsätzen in der NHL (ein Assist) kam, setzte aus zentraler Position einen satten Handgelenkschuss an den linken Innenpfosten.

"Das ist wunderschön da mitzuspielen", sagte Bremerhavens Kevin Lavallée gegenüber Telekom-Sport. "Beide Mannschaften kämpften mit allem, was sie haben. Ich glaube, bei beiden Teams war die Kraft schon fast weg aber wir haben immer weiter gespielt und alles gegeben."
Alles geben müssen die Teams, die die erste Playoffrunde erfolgreich in ihren Knochen haben, auch in der kommenden Woche. Dann werden sie von den Hauptrunden-Primussen aus Mannheim und München erwartet.

Die Adler Mannheim, die die Hauptrunde auf dem ersten Platz abgeschlossen haben, gehen dabei mit geschwollener Brust in die bevorstehenden Aufgaben: "Wir haben eine solide und konstante Hauptrunde gespielt. Wir haben eine gute Mannschaft, mit den richtigen Charakteren und einem guten Charakter", wird Mannheims Trainer Pavel Gross auf der Adler-Homepage zitiert.

 

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Neben aufstrebenden Jungstars wie Moritz Seider können die Adler vor allem auch auf zahlreiche erfahrene und playofferprobte Kräfte vertrauen. Mannheims Hauptrunden-Topscorer Chad Kolarik (21 Tore, 27 Assists) stürmte schon für die Columbus Blue Jackets und New York Rangers. Auf den Erfahrungsschatz von 636 Hauptrunden- und 63 Playoff-Partien in der NHL kann Marcel Goc zurückgreifen. Der 35-jährige Center meldete sich pünktlich zum Saisonfinale nach überstandener Verletzungspause wieder zurück.  

Nicht weniger optimistisch blickt man im Lager des EHC Red Bull München der bevorstehenden Postseason entgegen. Zwar schlossen sie, auch weil sie zuletzt zwei Niederlagen kassierten, zum ersten Mal seit 2015 die Hauptrunde nicht mehr auf dem ersten Platz ab, doch dem mit zahlreichen Ausnahmespielern gespickten Kader traut das Trainerteam im erfolgsverwöhnten München großes zu.

"Niemand ist glücklich nach diesen Ergebnissen", erklärte Münchens Trainer Don Jackson auf dem Webauftritt des Teams. "Aber wir werden bereit sein, wenn die Playoffs starten. Jetzt gilt es nach vorne zu blicken und das nächste Spiel zu gewinnen."

Auf seine ersten DEL-Playoffs wird sich auch Matt Stajan freuen, der im vergangenen Sommer von den Calgary Flames nach München wechselte und der mit 33 Punkten (13 Tore, 20 Assists) in der teaminternen Scorerliste den dritten Platz belegt. "Sobald die Playoffs losgehen, wollen wir unsere beste Leistung zeigen", fügte er an. "Mit den Jungs den Titel zu holen, wäre unglaublich. Es ist großartig, Teil dieser Mannschaft zu sein und ich hoffe, dass wir es schaffen."

Münchens erste Hürde auf dem Weg zum vierten DEL-Titel in Folge werden entweder die Bremerhaven Pinguins oder die Eisbären Berlin werden. Für sie wird die Best-of-Seven-Serie des Viertelfinales am Mittwoch im Olympia-Eisstadion starten.

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