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Deals am Deadline-Day

NHL-Klubs suchen nach mehr Tiefe für die Stanley Cup Playoffs

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Autor

Jeden Samstag ermöglicht Euch nhl.com/de mit dem wöchentlichen Advanced Analytics Feature einen Blick hinter die Zahlen. Von Schüssen über Tore bis hin zu Eiszeit und darüber hinaus möchten wir Euch die statistischen Trends und Themen näherbringen, um Euer NHL-Wissen zu erweitern. In dieser Ausgabe analysieren wir den Deals am Tag der Trade-Deadline in den vergangenen Jahren.

Nur noch bis Montag (21 Uhr MEZ) haben die NHL-Teams Zeit, personell für die Stanley Cup Playoffs aufzurüsten und entsprechende Trade-Geschäfte einzufädeln. Zwar können theoretisch auch nach dieser Deadline noch Spieler transferiert werden, diese sind in der Endrunde dann jedoch nicht spielberechtigt. Entsprechend werden quasi alle Tauschgeschäfte noch zuvor abgewickelt. Doch erzielten diese Last-Minute-Verpflichtungen tatsächlich die erhoffte Wirkung?

2017: Zwei Neulinge im Stanley-Cup-Finale

Am Tag der Trade-Deadline 2017 sind vor allem zwei Spieler herauszuheben, die es am Ende mit ihren neuen Teams bis ins Stanley-Cup-Finale schaffen sollten: Verteidiger Mark Streit etwa wurde von den Tampa Bay Lightning zum späteren Champion Pittsburgh Penguins getauscht. Der Schweizer brachte es in der Rest-Hauptrunde noch auf fünf Spiele (ein Tor/ fünf Assists) und steuerte in den späteren Playoffs noch zwei Vorlagen zum großen Triumph bei. P.A. Parenteau wurde derweil von den New Jersey Devils zu den Nashville Predators transferiert. Bei den Preds kam der Stürmer zwar über eine Standby-Rolle nicht hinaus (acht Spiele, ein Assists in der regulären Saison, fünf Spiele in der Endrunde), drang aber dennoch bis ins Finale vor.

Video: SC Sieger: Mark Streit

Als gute Griffe stellten sich außerdem Valtteri Filppula (von Tampa zu den Philadelphia Flyers, 5/3) und Thomas Vanek (von den Detroit Red Wings zu den Florida Panthers, 2/8) heraus, die in den verbleibenden 20 Saisonspielen jeweils noch zu scoren wussten. Jannik Hansen (von den Vancouver Canucks zu den San Jose Sharks) brachte neben einer physischen Komponente auch noch neun Scorerpunkte (2/7) in der Hauptrunde sowie einen Assist in sechs Playoff-Partien.

2016: Nur drei Playoff-Erscheinungen

Deutlich weniger Einfluss auf den Ausgang der Playoffs hatten die Last-Minute-Einkäufe im Jahr 2016. Hier erreichten Kris Russell (von den Calgary Flames zu den Dallas Stars, 11 Spiele, 0 Tore/ vier Assists in der Rest-Saison, 12 Playoff-Partien, 0 Tore/ 4 Assists) und Shane Prince (von den Ottawa Senators zu den New York Islanders, 20, 3/2, 11, 3/1) mit ihren neuen Klubs zumindest noch das Conference-Halbfinale. Jamie McGinn (von den Buffalo Sabres zu den Anaheim Ducks, 21, 8/4, 7, 2/0) drang immerhin noch bis ins Conference-Viertelfinale vor.

Trotz verpasster Endrunde machten vier weitere Trades am Deadline-Day noch auf sich aufmerksam: Patrick Maroon (von Anaheim zu den Edmonton Oilers, 16, 8/6), Devante Smith-Pelly (von den Montreal Canadiens nach New Jersey, 18, 8/5), Lee Stempniak (von New Jersey zu den Boston Bruins, 19, 3/7) und Mikkel Boedker (von den Arizona Coyotes zu den Colorado Avalanche, 18, 4/8) erwiesen sich als echte Verstärkungen.

2015: Wettrüsten für die Endrunde

2015 hatten sich die Teams deutlich aggressiver fürs Playoff-Rennen gerüstet. Gleich 13 am Tag der Trade-Deadline verpflichtete Spieler hatten noch ihre Hände in der Endrunde im Spiel. Am Weitesten ging es für Andrew Desjardins (von San Jose zu den Chicago Blackhawks, 13 Spiele in der Rest-Saison, 0 Tore/ 2 Assists, 21 Playoff-Partien, 1 Treffer/ 3 Vorlagen), der am Ende den Stanley Cup in die Höhe stemmen durfte. Knapp an diesem Ziel schrammte Braydon Coburn (von Philadelphia nach Tampa Bay, 4, 0/2, 26, 1/3) vorbei, der mit den Bolts erst im großen Finale scheiterte.

Derweil tauchten Simon Despres (von Pittsburgh nach Anaheim, 16, 1/5, 16 1/6), Jeff Petry (von Edmonton nach Montreal, 19, 3/4, 12, 2/1), Torrey Mitchell (14, 0/1, 12 1/4), Brian Flynn (beide von Buffalo nach Montreal, 9, 0/0, 6, 1/2), Chris Stewart (von Buffalo zu den Minnesota Wild, 20, 3/8, 8 (0/2), Ben Lovejoy (von Anaheim nach Pittsburgh, 20, 1/2, 5, 0/2) und Ian Cole (von den St. Louis Blues nach Pittsburgh, 10, 1/7, 5 (0/2) mit ihren neuen Klubs jeweils im Conference-Halbfinale auf. Zumindest in der ersten Playoff-Runde kamen noch Marek Zidlicky (von New Jersey nach Detroit, 21, 3/8, 6, 0/0), Zbynek Michalek (von Arizona nach St. Louis, 15, 2/2, 6 0/0), Tyler Kennedy (von San Jose zu den Islanders, 13, 2/3, 3, 0/0) und Sven Baertschi (von Calgary nach Vancouver, 3, 2/0, 2 (0/0) zum Einsatz.

Große Namen schon vor dem Deadline Day

In den letzten drei Jahren fiel auf, dass am Deadline-Day keine ultimativen Superstars mehr transferiert wurden. Kurz vor Transferschluss gingen meist nur noch Deals über die Bühne, die die Playoff-Aspiranten in der Breite verstärken sollten. Wie aufgezeigt, drückten die Neu-Akquisen aber durchaus noch ihren Stempel auf.

 

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Tauschgeschäfte mit größeren Namen gingen meist schon in den Tagen vor der Deadline über die Bühne. 2017 wechselten etwa Kevin Shattenkirk (von St. Louis zu den Washington Capitals, 19, 2/12, 13, 1/5), Alexandre Burrows (von Vancouver nach Ottawa, 20, 6/5, 15, 0/5) oder Martin Hanzal (von Arizona nach Minnesota, 20, 4/9, 5, 1/0) noch den Arbeitgeber. 2016 waren Eric Staal (von Carolina zu den New York Rangers, 20, 3/3, 5, 0/0) und der spätere Stanley-Cup-Sieger Justin Schultz (von Edmonton nach Pittsburgh, 18, 1/7, 15, 0/3) die prominentesten Spieler. 2015 leiteten Keith Yandle (von Arizona zu den Rangers, 21, 2/9, 19, 2/9), Antoine Vermette (von Arizona nach Chicago, 19, 0/3, 20, 4/3) und Jaromir Jagr (von New Jersey nach Florida, 20, 6/12, 0, 0/0) eine heiße Transferphase ein.

Spannung dürfte also auch in diesem Jahr garantiert sein!

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