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Deadline Vorschau: Canucks, Caps, Jets unter der Lupe von NHL.com

NHL.com @NHL

Die Transfer-Deadline in der NHL 2016 rückt näher. Am 29. Februar um 15 Uhr (Ortszeit/ET) endet die Wechselfrist. Aus diesem Grund nimmt NHL.com die Klubs unter die Lupe. Brauchen sie Verstärkung oder können sie Spieler abgeben? Heute, die Vancouver Canuchs, die Washington Capitals und die Winnipeg Jets:


VANCOUVER CANUCKS

Statistik: 29-19-6, 64 Punkte; 5. in der Pacific Division, 5. in der Western Conference, Conference Wild Card

Bedarf: Junge Verteidiger

Überschüssig: Stürmer für die dritte und vierte Reihe; Verteidiger für die Tiefe

Wahrscheinlicher Status: Verkäufer

Kurzanalyse: Den Trade Deadline Status der Canucks zu bestimmen ist nicht ganz einfach. Einerseits sind deren Ambitionen eindeutig darauf gerichtet die Stanley Cup Playoffs zu erreichen.

Anderseits liegt der langfristige Fokus darauf jünger und schneller zu werden und dabei dennoch wettbewerbsfähig zu bleiben – laut Präsident Trevor Linden ein schmaler Grat.

Manager Jim Benning kündigte jüngst zwar Neueinkäufe an, doch wenn man bedenkt, dass Alexander Edler bis Anfang April und Schlüsselspieler Brandon Suttor sogar noch länger ausfallen und sie zudem zwei Teams und sechs Punkte Abstand zum zweiten Wild Card Platz der Western Conference haben, stehen die Anzeichen klar dafür, dass sich die Canucks zum 29. Februar eher von Spielern trennen werden als neue zu verpflichten.

Die Frage wird sein: Welche Spieler können Sie zur Zeit abgeben?

Hamhuis Kontrakt wird Auslaufen und etliche Konkurrenten könnten ihn als Top-vier Abwehrspieler gebrauchen. Aber der Heimattreue Verteidiger aus British Columbia spielt bereits zu "Freundschaftskonditionen" und klopfte bisher auch nicht bei der Vereinsführung wegen eines Vereinswechsels an.

"Man will zur Trade Deadline doch immer zu den Käufern gehören um sich in eine gute Ausgangslage für die Playoffs zu bringen," so Hamhuis.

"Bestimmt werden wir uns nicht in eine Lage versetzen, bei jeder anfängt über einen Neuaufbau zu sprechen." Solche Gespräche sind jedoch bereits in vollem Gange, da die Möglichkeiten des Managements in diesem Transferfenster unzweifelhaft begrenzt sind.

Vrabatas Vertrag, der mit einer No-Trade Klausel ausgestattet ist, wird auslaufen.

Nachdem er in dieser Saison (11 Tore) nicht ansatzweise an die Leistung der vergangen Spielzeit (31 Tore) anknüpfen konnte, rechnet kaum jemand mit einer Vertragsverlängerung.

Hinzu kommt, dass bisher kein Team Interesse an den überschüssigen Altspielern wie Weber, Prust und Higgins, welche allesamt bereits auf der Waiverliste standen – Prust und Higgins spielen aktuell in der American Hockey League – sowie den Ergänzungsspielern Cracknall und Barkowski signalisiert hat.

Auch Burrows, dessen mit $4,5 Millionen dotierter Vertrag ebenfalls mit einer No-Trade Klausel ausgestattet ist, zeigte sich bisher nicht Wechselwillig.

Die Canucks werden zwar weiterhin davon sprechen "Käufer” sein zu wollen, doch wenn man sich die Begrenztheit ihrer Möglichkeit vor Augen führt, spricht alles dafür, dass sie "Verkäufer" sein werden.

WASHINGTON CAPITALS

Statistik: 41-10-4, 86 Punkte; 1. in der Metropolitan Division, 1. in der Eastern Conference, 1. in der NHL

Bedarf: Abwehrspieler für die Tiefe

Überschüssig: Stürmer

Wahrscheinlicher Status: Käufer

Kurzanalyse: Da ein bedeutender Umbruch des Kaders sehr unwahrscheinlich scheint, werden sich die Capitals nur punktuell verstärken.

Eine Möglichkeit könnte sein, dass sie sich aufgrund des langen Ausfalls von Brooks Orpik, der 40 Spiele aufgrund einer Verletzung am unteren Körperbereich verpasst hat, nach einer defensiven Absicherung für eine ermüdende Playoffphase umsehen werden.

Manager Brian MacLellan zeigte bisher keine Scheu bei der Besetzung von Schlüsselstellen; in seinen ersten beiden Jahren als GM vollbrachte er bereits einen kleinen Neuaufbau. 2014 verpflichtete er die Abwehrspieler Orpik und Matt Niskanen, vergangenen Sommer tauschte er Stürmer T.J. Oshie gegen den dreifachen Stanley-Cup Sieger Justin Williams.

Im Ergebnis stehen die Capitals an der Spitze der Tabelle.

Als die beiden Topverteidiger Orpik und John Carlson (verpasste zwölf Spiele) außer Gefecht gesetzt wurden, konnten die Capitals auf ihren tiefen Kader in der American Hockey League zurückgreifen und betrauten die jungen Abwehrspieler Orlov und Nate Schmidt mit größerer Verantwortung.

Im Sturm besteht diese Saison kein Handlungsbedarf für die Capitals.

Mit den Centern Nicklas Backström und Evgeny Kuznetsov sind die ersten beiden Reihen bestens besetzt.

Da GM MacLellan mit Mike Richards während der Saison einen weiteren Mittelstürmer verpflichtet hat, könnte eine Rückkehr des an einer Handgelenksverletzung laborierenden Jay Beagle zu einem Überangebot führen.

Möglicherweise werden die Capitals ihre dritte und vierte Sturmformation etwas ausdünnen und dafür einen Erfahrenen Abwehrspieler verpflichten.

WINNIPEG JETS

Statistik: 25-28-3, 53 Punkte; 7. In der Central Division, 7. in der Western Conference, Conference Wild Card

Bedarf: Tiefe im Angriff, Linksschütze Abwehrspieler

Überschüssig: Torhüter

Wahrscheinlicher Status: Verkäufer

Kurzanalyse: Nach dem ersten Erreichen der Stanley-Cup Playoffs der Franchise seit 2007 ging es für Winnipeg diese Saison wieder einen Schritt zurück.

Viele haben die Jets im Kampf um die Playoffplätze erwartet. Inkonstanz, zu wenig Tiefe im Kader, zu vielen Strafzeiten und schwachen Specialteams bremsten sie jedoch aus.

Ladd, der sich im Vergleich zum vergangenen Sommer kaum weiterentwickeln konnte, hat eine ungewisse Zukunft in Winnipeg.

Eine Weiterverpflichtung hängt davon ab, ob er finanzielle Einbußen hinnehmen würde. Er würde zwar weiterhin gerne eine wichtige Rolle im Kader der Jets spielen, doch diese planen eher damit, jungen Talenten mehr Verantwortung anzuvertrauen.

Center Mark Scheifele und Abwehrspieler Jacob Trouba sind zwei wichtige Bausteine des jungen Kerns von Winnipeg. Beide stehen für neue Verträge bereit. GM Cheveldayoff muss nun eine Entscheidung in der Causa Ladd fallen.

Eine Vertragsverlängerung hätte einen deutlichen Einfluss auf den Salary Cap und ist letztendlich entscheidend dafür, wie viel er Scheifele und Trouba bieten könnte. Cheveldayoff muss sich entscheiden, ob er Ladd tauschen oder ihn nach der Saison ersatzlos gehen lassen möchte.

Auf einer anderen Position gibt es bereits eine große Rückkehr: Die von Goalie Ondrej Pavelec, der von einer Knieverletzung zurück zum Team stieß und der Rookie Hellebuyck zurück nach Manitoba in die American Hockey League verdrängte. Youngster Hellebuyck übernahm während Pavelecs Abwesenheit zwischenzeitlich die Startposition im Tor. Auch Ersatzmann Michael Hutchinson ist im Fokus.

Die langfristige Torhütersituation ist also offen.

Hellebuyck wird zwar als die zukünftige Nummer eins eingeschätzt, doch Pavelecs Vertrag läuft noch bis zum Ende der nächsten Saison.

Ob die Jets bereit sind Pavelec abzugeben und ob überhaupt ein Markt für ihn besteht ist fraglich.

Sollte Cheveldayoff tatsächlich mutig agieren und einige seiner erfahrenen Akteuere oder sogar einen jungen Spieler wie Trouba abgeben, so hätte er zur Trade Deadline einige Möglichkeiten. Dennoch, seine erste Entscheidung sollte er Ladds Zukunft widmen.

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