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David Backes nimmt Abschied von St. Louis

von Amalie Benjamin / NHL.com

Seine letzten Augenblicke in St. Louis waren tränenreich; seine Zukunft zum jetzigen Zeitpunkt ungewiss.

David Backes war nach der Niederlage in Spiel 6 des Western Conference Finales gegen die San Jose Sharks am Boden zerstört, er wusste, dass er so nah am Stanley Cup Finale war und er wusste, dass er wohl nie wieder im Bluesdross, in den Bluesfarben, zurückkommen würde.

Das unbekannte wurde am Freitag bekannt, nachdem der arrivierte Kapitän seinen Austritt bei den Blues offiziell machte. Backes wird von St. Louis, der einzigen Organisation, der er in seiner NHL-Karriere angehörte, gen Osten ziehen. Er wird sich für fünf Jahre und 30 Mio Dollar den Boston Bruins anschließen, einem Team, dessen Geschichte und Spielstiel zu ihm passt.

Aber es war kein einfacher Ausstieg. Die Blues waren das Team, das in gedrafted hat. St. Louis wurde sein zuhause. Er wuchs mit dem Team und das Team wuchs mit ihm. Von den Tiefen der Liga entwickelte sich die Mannschaft zu einem Halbfinalisten im letzten Jahr.

"Nachdem ich in den letzten zehn Jahren als Person gewachsen bin und eine Familie aufgebaut habe, kann ich mir keinen besseren Ort zum Eishockeyspielen mehr vorstellen", twitterte Backes am Freitag um 19:55 Uhr MESZ kurz nachdem er unrestricted Free Agent wurde.

"Meine unzähligen Träume, in denen ich der erste Blues bin, der den Stanley Cup empor reißt und in denen ich meine komplette Karriere in dieser Organisation verbringe, sind trauriger Weise zu einem abrupten und unerwarteten Ende gekommen. Ich gebe die Fackel an denjenigen, der nach mir kommt weiter und wünsche dem Team und der Stadt die Meisterschaft, auf die sie 50 Jahre gewartet haben. Ich werde die Handshakes immer in Ehren halten, alle Jubel und meine Zeit in dieser Stadt. Das ist kein Abschied für immer, das ist ein auf Wiedersehen. Dank dir, St. Louis!"

Backes klang nicht wie ein Mann, der erpicht darauf war, zu gehen. Er klang nicht wie ein Mann, der eine Tür zuschlägt. Auch Blues General Manager Doug Armstrong klang nicht wie ein Mann, der ihn verlieren möchte. In einer Unterhaltung mit dem NHL Network sprach er noch davon, dass der Center im physischen Spiel und der Führerschaft "zutiefst vermisst" wird.

Aber Armstrong ergänzte, dass er sich unwohl dabei fühle, einem 32-jährigen einen langjährigen Vertrag anzubieten. Er sagte, "Du willst eine Entschädigung um die Produktion am Laufen zu halten." Letztendlich waren es nicht die Dollars, die ihn nervös machten, sondern die Laufzeit.

Und deshalb brach die Ehe zwischen Backes und den Blues, einem Team, für das Backes in zehn Spielzeiten 206 Tore schoss und 254 Vorlagen beisteuerte. Auf der All-Time Scoring Liste der Blues rangiert er auf dem sechsten Platz.

Am Freitag rief er auf Twitter ein paar seiner Tore erneut ins Gedächtnis.

"Ich erinnere mich so intensiv an mein erstes Tor für die Blues gegen die Los Angeles Kings in meinem ersten Heimspiel im Scottrade Center genauso, wie ich mich an mein letztes in Spiel 1 des WCF gegen die San Jose Sharks erinnere", schrieb Backes. "Zwischen diesen Toren liegen zehn Jahre großartiger Momente und eine Franchise, die vom schlechtesten Team der Liga zu einem Top-Vier Team wuchs."

"Ich werde mich an meine Zeit in St. Louis erinnern, an die großartigen Menschen und die Beziehungen, die ich aufgebaut habe. Die treuen und großherzigen Fans, die das Team unterstützen und die hingebungsvolle Gemeinde, die die philantrophosophische Arbeit von mir und meiner Frau wohl umklammert. All das macht unsere Familie stolz darauf, St. Louis Heimat zu nennen."

St. Louis ist nicht länger, zumindest nicht im Eishockey, seine Heimat. Diese ist nun Boston und er tauscht das blaue gegen schwarz und gold.

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