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Das Ende der Serie für die 'Hawks'

Es war das erwartet hochklassige Spiel zwischen Chicago und Washington, doch viele Rückschlüsse lässt der Ausgang nicht zu

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Sieben NHL-Spiele zuvor ungeschlagen, nun in der achten Partie einmal wieder unterlegen. Wenn auch erst in der Overtime. Für ein traditionell heimstarkes Team wie die Chicago Blackhawks schon eine ziemliche Enttäuschung.

Klar, man muss dabei sicherlich bedenken, dass auch erst der Ausgleich welcher die Hawks überhaupt erst in die Verlängerung brachte, ihnen somit zumindest einen Zähler an diesem Abend im Spiel gegen die Washington Capitals sicherte, der durch Marian Hossa erst gut 20 Sekunden vor dem Ende fiel.
Insgesamt konnte das Spiel die im Vorfeld in es gesetzten hohen Erwartungen so aber durchaus erfüllen. Auch für die Jungs aus Chicago im Nachhinein also kein Grund ab sofort in 'Sack und Asche' zu gehen. Trotz der gestrigen Pleite.

Beide Teams können aus diesem hochkarätigen Kräftemessen vom Freitagabend durchaus einige Erkenntnisse mitnehmen, auf die gezeigten Leistungen aufbauen, die Blackhawks nun ihrerseits durchaus zu neuen Serien aufbrechen.

Die Capitals haben von den letzten sieben Begegnungen nun sechs gewonnen, die Hawks von den letzten acht auch immerhin deren sieben. Da kann man von beiden Teams also vermutlich auch in den nächsten Wochen weiterhin noch einiges erwarten.

Marcus Johansson brachte die Gäste am Ende mit seinem Treffer zum 3:2 zum Jubeln. Mit etwas Glück hätte die Partie aber natürlich auch genau andersherum ausgehen können.

Video: WSH@CHI: Johansson verwertet Orlovs Vorlage in der OT

Entsprechend zufrieden war der Coach der Gäste, Barry Trotz: "Hier zu gewinnen ist natürlich immer etwas ganz Besonderes. Sie sind daheim eine echte Macht. Die Fans hier sind speziell, machen immer eine riesige Stimmung. Hier gewinnt man nicht so einfach. Ich weiß das daher zu schätzen. Meine Stimmung für dieses Wochenende ist daher aktuell erst einmal gerettet."

Jay Beagle verzeichnete zwei wichtige Treffer an diesem Abend. Auch auf Torhüter Braden Holtby konnten sich die Gäste verlassen.

Inwieweit das Ganze nun Rückschlüsse auf den weiteren saisonverlauf zulässt, dass muss erst einmal abgewartet werden. Dafür war das Spiel einfach zu eng gestern. Dass die Caps besonders auswärtsstark sind, das ist bei einer Saisonbilanz von 5-1-1 nicht schwer abzulesen.

Hawks-Kapitän Jonathan Toews war daher wohl auch relativ unbeeindruckt vom Spielausgang des Abend: "Natürlich ist es nicht schön, wenn man ein solches Spiel verliert. Gerade auch, wenn es so viel Beachtung auf sich zieht. Wir waren heute am Anfang nicht wach genug, mussten dann einem Rückstand hinterherrennen. Das ist natürlich grundsätzlich schlecht. Man kann sich schließlich nicht immer darauf verlassen, dass man am Ende des Spiels dann noch trifft. Wir müssen zusehen solche Spiele zukünftig möglichst aus einer Führung heraus zu gestalten."

Klingt also nicht so, als habe die unglückliche Niederlage gegen den Gegner in einem von vielen prognostizierten Stanley Cup-Finale die Hawks sonderlich in ihrem Selbstvertrauen erschüttert. Warum auch, ist ja schließlich erst Mitte November und die Saison ist noch entsprechend lang um bis zum Frühjahr noch am notwendigen Feintuning zu arbeiten. Und wenn man das einem Team zutrauen kann, dann sind das Joel Quenneville und die Chicago Blackhawks, welche seit 2010 ja immerhin am Ende drei Mal den großen Silberling in die Höhe stemmen durften. Da bringt einen so schnell eben nichts aus der Ruhe…

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