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Ein stets besonders emotionales Duell

Wenn die Pittsburgh Penguins auf die Washington Capitals treffen, dann geht es zur Sache

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

In jeder Liga gibt es Spiele, die etwas ganz Besonderes sind, deren Emotionalität weit über das übliche Maß eines durchschnittlichen Duells hinausgeht. In der NHL gehört das Aufeinandertreffen der Pittsburgh Penguins gegen die Washington Capitals in diese herausragende Kategorie. Hätte es hierzu noch eines weiteren Belegs bedurft, beide Teams hätten diesen am Mittwochabend in der Capital One Arena der US-Hauptstadt erneut erbracht.

Da spielt es während der Begegnung gar keine Rolle, welches der beiden Teams in der Tabelle gerade wie dasteht, welche Mannschaft sportlich erfolgreicher ist, oder aber ob ein Team zuvor eventuell eine sportliche Krise durchlaufen musste, wie zuletzt die Penguins.

Treffen diese beiden Rivalen, seit Jahren zwei der unumstrittenen Top-Teams der Eastern Conference, auf dem Eis aufeinander, dann geht es emotional zu, wie sonst häufig nur in den Stanley Cup Playoffs.

Das 2:1 der gastgebenden Capitals, ihres Zeichens der aktuelle Stanley Cup-Champion, über den Titelträger der Jahre 2016 und 2017, die Penguins, erfüllte einmal mehr alle in ihn gesetzten Erwartungen.

Spektakel und kleine Geschichten am Rande, wohin man schaut. Treffer der Superstars Alex Ovechkin und Sidney Crosby, zusammen über 50 Hits auf dem Eis, die sportliche Entscheidung zu Gunsten der Hausherren erst in der Schlussphase. Eishockeyherz was willst Du mehr?

Video: PIT@WSH: Ovechkin trifft in Überzahl zum 8. Platz

T.J. Oshie war der Held des Abends. Ihm gelang gut eine Minute vor der Schlusssirene der entscheidende Treffer für Capitals. Er verwertete ein Zuspiel von John Carlson und ließ Gästetorhüter Casey DeSmith bei seinem achten Saisontor keine Abwehrchance.

Dass Oshie erst seine zweite Shift nach einer verletzungsbedingten Auszeit während des Spiels absolvieren konnte, nachdem er zuvor aufgrund des Verdachts auf eine Gehirnerschütterung in der Kabine behandelt werden musste, passt auf typische Art und Weise zu diesen stets intensiven Auseinandersetzungen zwischen beiden Teams.

Evgeni Malkin hatte ihn zuvor in der vierten Minute des Schlussdrittels gegen den Kopf gecheckt und dafür eine fünfminütige Zeitstrafe sowie eine Spieldauerstrafe kassiert. Schon im Eröffnungsdrittel musste Oshie das Eis kurzzeitig verlassen, nachdem ihm Penguins-Verteidiger Olli Maatta mit dem Schläger im Gesicht erwischt hatte und einen Cut am Auge bescherte, der mit zwei Stichen genäht werden musste.

Video: PIT@WSH: Johnson bedient Crosby im Powerplay

"Mein Gesicht sieht aktuell ganz schön lädiert aus, doch ich fühle mich gerade ziemlich gut", ulkte der Siegtorschütze. "So ein Spiel hatte ich wohl bisher nie. Es war toll, beide Male wieder auf das Eis zurückkehren zu können. Mein Dank geht an unsere medizinischen Mitarbeiter. Sie haben das prima hingekriegt."

Groß war auch die Freude beim Teamkameraden Nicklas Backstrom: "Er ist genau zur richtigen Zeit auf das Eis zurückgekommen. Auf diese Art machen das eben die Top-Spieler. Sie sorgen am Ende trotz aller Erschwernisse für den entscheidenden Unterschied im Spiel."

Für Torhüter Braden Holtby lief es ebenfalls deutlich besser. Nach 41 Saves durfte er sich über den ersten Sieg nach zuvor drei Niederlagen in Serie freuen (0-2-1).

Mit seinen zwölften Saisontreffer verbesserte sich Ovechkin in der ewigen NHL-Bestenliste der Powerplaytreffer-Torschützen auf Rang acht. Mit 235 Treffern schob er sich in diesem Bereich vor Marcel Dionne.

Für die Capitals (7-4-3) bedeutete der Erfolg über die Penguins insgesamt einen Schritt nach vorne. Erstmals konnten sie zwei Begegnungen hintereinander für sich entscheiden, nachdem schon das Spiel gegen die Edmonton Oilers am Montag an gleicher Wirkungsstätte mit 4:2 an die Titelverteidiger ging.

Video: PIT@WSH: Oshie schießt spät hoch ein

Das Team aus Pittsburgh musste hingegen die fünfte Pleite in Serie hinnehmen (0-4-1). Der Treffer von Crosby zum 1:0 im ersten Drittel reichte trotz eines Torschussverhältnisses von insgesamt 42:22 zu ihren Gunsten nicht für einen Punktgewinn.

"So läuft das eben manchmal. Das Team spielt gut, trotzdem bekommt es nicht den verdienten Lohn für das Engagement", zeigte sich Pittsburghs Trainer Mike Sullivan vom Ausgang ernüchtert.

Alleine im Schlussabschnitt lautete das Torschussverhältnis 16:5 für die Penguins. In dieser Phase durften sich die Gastgeber bei Holtby bedanken, dass er ihnen die Chance auf den Sieg erhielt, die Oshie kurz vor dem Ende nutzte.

 

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"Wir hatten unsere Gelegenheiten", beklagte Teamkapitän Crosby, der alleine acht Torschüsse verbuchen konnte. "Einige Male hatten wir Pech, trafen den Pfosten, brachten die Scheibe einfach nicht über die Linie."

Es war das gewohnt intensive und spannende Spiel, wenn diese zwei hochkarätig besetzten Teams aufeinandertreffen. Die Duelle der Capitals gegen die Penguins sind echte Highlights im NHL-Kalender. Ganz egal, ob in den Playoffs oder in der Hauptrunde. Diese Rivalität macht allen Eishockeyfreunden stets Lust auf mehr. Den 19. Dezember daher unbedingt vormerken, wenn Pittsburgh erneut in Washington antritt. Fortsetzung folgt!

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