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Thanksgiving ist das Fest sich zu bedanken

Spieler hätten Gründe, mancher Trainer und Fans ebenso. Fünf Szenarien, wer wem Danke sagen könnte.

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Das heute in den vereinigten Staaten gefeierte Thanksgiving ist ein Fest der Danksagung: Bedankt wird sich für eine gute Ernte (unabhängig davon, ob der Danksagende selbst in der Landwirtschaft tätig ist oder sich lieber beim Discounter mit Fertigprodukten eindeckt), der Dank geht an die Familienmitglieder und Freunde, die (ob gewünscht oder nicht) so zahlreich erschienen sind, um sich den gefüllten Truthahn und die vielen Beilagen munden zu lassen.

Bevor die kulinarischen Köstlichkeiten verspeist werden, fordert einer der Bräuche, dass die Anwesenden der Reihe nach erzählen, wofür sie in diesem Jahr besonders dankbar sind. Da ist es doch durchaus vorstellbar, dass die NHL und ihre Protagonisten auf und abseits des Eises ebenso Erwähnung finden oder sogar selbst Dankbarkeit empfinden:

Anhänger für viele Treffer

Auch wenn der ein oder andere Trainer mir widersprechen möge: Tore sind beim Eishockey das Salz in der Suppe. Es geht doch nichts über das Gefühl, das empfunden wird, wenn die Torsirene ertönt, da die eigene Mannschaft ins Schwarze getroffen hat, wenn der Torjubel aufbrandet und wenn sich wildfremde Menschen, die rein zufällig nebeneinander sitzen, aus Freude gegenseitig abklatschen oder gar umarmen.

Grund zur Freude gab es in der laufenden Saison schon eine Menge: In den bisherigen 333 Partien der laufenden Saison fielen 2004 Treffer inklusive der entscheidenden Tore im Shootout. Der Toreschnitt nahm damit gegenüber der Vorsaison um 11,1 Prozent zu. In keiner der vergangenen zehn Spielzeiten wurden nach gleicher Anzahl Spiele mehr Tore geschossen als in diesem Jahr. 14 verschiedenen Teams gelang es in dieser Saison in einem Spiel mindestens sieben Treffer zu erzielen. 21 Spieler durften sich über insgesamt 23 Hattricks freuen.

Danke für die vielen Tore und dass in den kommenden fünf Monaten noch eine ganze Menge hinzukommen werden.  

Video: ARI@OTT: Duclair bei Coyotes' OT-Sieg mit Hattrick

Nachwuchs, dass er eine Chance bekommt

52 Spieler, die in den Jahren 2015 bis 2017 gedraftet wurden, die also frühestens im Oktober dieses Jahres ihren 21. Geburtstag feiern konnten oder noch feiern dürfen, kamen in der laufenden Spielzeit schon zu Einsätzen. Die jüngsten Torschützen waren Owen Tippett (geb.: 16.2.1999) von den Florida Panthers und der Schweizer Nico Hischier (4.1.1999) von den New Jersey Devils - beide Stürmer vollenden erst Anfang 2018 ihr 19. Lebensjahr. Unter den neun erfolgreichsten Torschützen befinden sich mit Nikita Kucherov (Tampa Bay Lightning), Sean Couturier (Philadelphia Flyers), Sean Monahan (Calgary Flames) und Auston Matthews (Toronto Maple Leafs) vier, die unter 25 Jahre alt sind. Der punktbeste Rookie ist Clayton Keller von den Arizona Coyotes mit elf Toren und neun Assists in 24 Partien.

Nicht nur die namentlich erwähnten Nachwuchsspieler werden sich bei ihren Teams hinreichend bedanken, dass sie die Chance erhielten, sich in der NHL präsentieren zu dürfen.

Video: TBL@FLA: Kucherov bezwingt Reimer

Housley, Boughner, Tocchet für die Geduld

Was haben Phil Housley, Bob Boughner und Rick Tocchet gemeinsam? Die Cheftrainer der Buffalo Sabres, der Florida Panthers und der Arizona Coyotes übernahmen erst im vergangenen Sommer den verantwortungsvollen Posten hinter der Bande - mit gelinde ausgedrückt durchwachsenem Erfolg. Ihre Teams belegen nach dem ersten Saisonviertel die drei letzten Plätze in der ligaweiten Tabelle. Der Profisport ist ein schnelllebiges und hartes Geschäft, bei dem der sportliche Erfolg am liebsten sofort sichtbar werden soll. Die Management-Führungsriege der drei Franchises zeigte sich bisher sehr geduldig und stärkte bis zum heutigen Tag ihren Headcoaches den Rücken.

Housley, Boughner und Tocchet werden das zu schätzen wissen und ihrem Management an diesem Tag danken. Oder werden sich nur zwei von ihnen bedanken, oder nur einer oder eventuell doch keiner? Wer weiß es? Denn Eishockey ist ein schnelles Geschäft und während diese Zeilen geschrieben werden, könnte sich schon alles wieder geändert haben.

Las Vegas, dass es um eine Attraktion reicher ist

In Las Vegas traten sie schon alle mit eigenen Shows auf, die großen Stars der US-amerikanischen Unterhaltungsindustrie: Von Elvis Presley über Celine Dion, hin zu David Copperfield oder Siegfried und Roy. Zahlreiche Spiel-Casinos locken Glücksuchende in die Spielerstadt, frisch Verliebte, häufig nicht auf Dauer, nutzen eine der zahlreichen kleinen Kirchen, um sich dort relativ formlos das Ja-Wort zu geben und nun zieht es auch noch Freunde der schnellsten Mannschaftssportart der Welt in die Metropole am Rande der Wüste Nevadas.

Seit dieser Saison sind die Vegas Golden Knights in der Stadt der Sünde zuhause und sie fühlen sich pudelwohl, wie auch ihren Ergebnissen zu entnehmen ist. Die Golden Knights überraschen mit ihrem attraktiven, offensivausgerichteten Spielstil ihre Anhänger und die Gegner. Die Golden Knights stürmten mit den zweitmeisten geschossenen Toren in der Western Conference an die Tabellenspitze der Pacific Division. Sie verloren als einzige Mannschaft in der NHL bisher nur eine Heimpartie.

Wäre das kein Grund, der Wüstenstadt einmal einen Besuch abzustatten? Las Vegas wird sich bedanken!

Video: VGK@ANA: Karlsson schmettert Smiths Vorlage rein

Eishockeyfans für Spiele in Europa

Seit knapp 14 Tagen steht es fest: NHL-Eishockey wird es auch weiterhin in Europa geben! Während der SAP NHL Global Series 2017 in Stockholm hat die NHL bekanntgegeben, dass in den kommenden Jahren reguläre Saisonspiele in Europa ausgetragen werden und dass die Liga regelmäßig, auch mit Vorbereitungs- und Trainingsspielen, Präsenz auf dem 'Alten Kontinent' zeigen wird.

Hierfür gehört unser aller Dank!

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