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Bedürfnisse der Pacific-Teams am 1. Juli

Danach suchen die Mannschaften der Division ab Sonntag am Free Agent Markt

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Nach dem NHL Draft 2018 steht am 1. Juli der nächste wichtige Termin der Sommerpause an. Der neue Monat markiert das Auslaufen bisheriger Verträge und damit den Beginn der Free Agency. Ab Sonntag werden also einige Spieler auf den freien Markt kommen, darunter auch Hochkaräter. NHL.com/de wirft einen Blick auf die Bedürfnisse der acht Teams der Pacific Division.

Arizona Coyotes

Die Coyotes landeten am Ende der abgelaufenen Saison mit 70 Punkten auf dem letzten Platz der Western Conference und stellten mit 208 geschossenen und 256 kassierten Toren die schlechteste Offensive und die drittschlechteste Defensive der Conference. Es gibt also jede Menge Baustellen und im Salary Cap haben die Coyotes laut Capfriendly.com noch über 19 Millionen Dollar Platz, um sich zu verstärken. Mit einem Durchschnitt von 25,6 Jahren, stellen die Coyotes auch den jüngsten Kader der Pacific Division. Erfahrene Stürmer und Verteidiger, die Verantwortung übernehmen und eine Führungsrolle einnehmen können, wären also sinnvolle Verpflichtungen.

 

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Vancouver Canucks

Bei den Vancouver Canucks hinterlässt der Abgang von Daniel Sedin und Henrik Sedin eine riesige Lücke im Angriff. Obwohl sie ihre besten Zeiten längst hinter sich hatten, waren die schwedischen Zwillinge, die ihre Karriere beendet haben, immer noch unter den drei besten Scorern der Canucks. Am Ende landete das Team trotzdem auf dem vorletzten Platz der Conference, nur drei Punkte vor den Coyotes. Ein Torjäger wie Michael Grabner könnte im Visier der Verantwortlichen sein, aber auch ein Defensivspezialist, der die schwächste Abwehr der Conference (264 Gegentore) stabilisiert.

Edmonton Oilers

Nach dem Überraschungserfolg der vorherigen Saison, verbrachten die Oilers die gesamte Saison im unteren Drittel der Tabelle und belegten am Ende den zwölften von 15 Plätzen im Westen. Das Team gibt ganze 21 Millionen Dollar pro Saison für seine beiden Superstars Connor McDavid (12,5 Millionen) und Leon Draisaitl (8,5 Millionen) aus, also mehr als ein Viertel des Salary Caps. Die beiden sorgten gemeinsam für 66 der 234 Tore der Oilers, ebenfalls mehr als ein Viertel. Allerdings stellten die Oilers mit 263 Gegentoren auch die zweitschlechteste Abwehr. Um die Schwächen in der Defensive auszugleichen und gleichzeitig für mehr Tore aus den anderen Reihen zu sorgen, wäre ein starker Zwei-Wege-Stürmer, oder auch ein Offensivverteidiger ein gutes Mittel.

Video: VAN@EDM: Draisaitl verwertet Zuspiel von McDavid

Calgary Flames

Die Calgary Flames verpassten die Playoffs mit 84 Zählern um elf Punkte. Das Sorgenkind der Organisation war dabei vor allem die zweitschwächste Offensive der Conference (218 Tore). Johnny Gaudreau war der einzige Spieler, der die Marke von 30 Toren um einen Treffer überbieten konnte. Er, Sean Monahan und Matthew Tkachuk (je 24 Tore), sorgten für beinahe ein Drittel aller Tore. Mehr Gefahr aus der Defensive und der dritten und vierten Reihe würden den Flames weiterhelfen. Ein Stürmer wie Jay Beagle könnte die hinteren Reihen verstärken, aber auch ein offensivstarker Verteidiger wie Mike Green wäre eine Option. Die Flames können noch mit beinahe einem Drittel des Salary Caps arbeiten.

 

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Los Angeles Kings

Die Kings qualifizierten sich über die erste Wild Card für die Playoffs, scheiterten aber sieglos an den Vegas Golden Knights. Sie stellten die beste Abwehr der gesamten Liga (203 Gegentore) und besserten mit der Verpflichtung von Ilya Kovalchuk bereits ihre Offensive auf. Durch diesen Schritt, der die Kings 6,25 Millionen Dollar pro Saison kostet, bleiben aber nur noch etwa drei Millionen im Salary Cap. Damit sind von den Kings keine großen Schritte zu erwarten.

San Jose Sharks

Die Sharks qualifizierten sich mit 100 Punkten als drittplatziertes Team der Division zum dritten Mal in Folge für die Playoffs. Sie verlängerten bereits ihren Vertrag mit Stürmer Evander Kane, der während der Saison kam und haben einen starken Kader mit einer Mischung aus Veteranen und vielversprechenden jungen Spielern. Die spannendste Frage wird sein, wie die Verhandlungen mit Rekordspieler Joe Thornton laufen, dessen Vertrag endet.

Video: VAN@SJS: Thornton zieht per PPG mit Gilmour gleich

Anaheim Ducks

Die Ducks sind seit 2013 Stammgäste in den Playoffs und sicherten sich mit 101 Punkten und einer guten Abwehr den zweiten Platz der Pacific Division. Mit knapp 28 Jahren Durchschnittsalter stellen sie aber den ältesten Kader ihrer Division. Eine Verjüngung der Offensive könnte mit mehr Geschwindigkeit auch für mehr Torgefahr sorgen. Dabei stellt sich aber die Frage, wie viel finanzieller Spielraum nach den Verhandlungen mit den sechs Spielern, die Unrestricted Free Agents werden können noch bleibt.

Vegas Golden Knights

Die Golden Knights überraschten die gesamte Eishockeywelt, als sie in ihrer ersten Saison mit 109 Punkten Platz eins der Pacific Division holten und sich bis in das Finale der Stanley Cup Playoffs kämpften. Mit 272 Toren stellten sie den zweitbesten Angriff im Westen und zeigten eine geschlossene Teamleistung. Nun enden die Verträge der Stürmer James Neal, Mikhail Grabovski, David Perron und Ryan Reaves, sowie der Verteidiger Luca Sbisa und Clayton Stoner. Sollten die Golden Knights neben den Verhandlungen um die Vertragsverlängerungen weiter tätig werden, dann vermutlich eher in der Abwehr. Aktuell stehen ihnen etwa 30 Millionen Dollar zur Verfügung, um auslaufende Verträge zu verlängern und sich zu verstärken.

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