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Dallas Stars haben sich große Ziele gesteckt

NHL.com/de 31 in 31: Pavelski und Perry sollen die fehlenden Zutaten für den Erfolgs-Cocktail sein

von Marc Rösch @NHLde / NHL.com/de Autor

Ab dem 1. August nimmt NHL.com/de mit seiner 31 in 31 Serie jedes Team genauer unter die Lupe. Von den wichtigsten Geschehnissen und Spielern bis hin zu Stärken und Schwächen, bieten wir eine umfassende Bestandsaufnahme der Klubs in der Liga.

In dieser Ausgabe geht es um die Dallas Stars

Dallas erwies sich im Vorjahr als echter Favoritenschreck; eliminierte die Nashville Predators in der ersten Runde und brachte die späteren Titelträger aus St. Louis an den Rand einer Serienniederlage. Jetzt wollen die Stars ihren eingeschlagenen Weg weitergehen und am liebsten schon in der Saison 2019/20 den Thron besteigen.

Darüber, dass sie großes vorhaben, machen die Dallas Stars keinen Hehl. Sie haben den Stanley Cup als anvisiertes Ziel ausgegeben. Die Marschroute ist vorgegeben. Jetzt müssen sie sich an ihr messen lassen.

Die Schlüsselspieler

Drei Mal wurden die Stars in der Free Agency aktiv. Drei Mal lotsten sie NHL-erprobte Veteranen nach Texas. Das Wohl und Wehe der Stars wird davon abhängen, wie sie diese integrieren können.

Mit Center Joe Pavelski und Rechtsaußen Corey Perry nahmen sie zwei namhafte Offensivspieler unter Vertrag und mit Andrej Sekera krallten sie sich einen Routinier für die Abwehrreihen.

 

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Perry und Sekera erhielten jeweils Einjahresverträge bei den Stars. Beide werden 1,5 Mio. USD verdienen und sollen das Team mit ihrer Erfahrung anleiten. Viel versprechen sich Coach Jim Montgomery und General Manager Jim Nill vor allem von Pavelski und Perry.

Sie sollen die Löcher stopfen, die sich in der vergangenen Spielzeit in der Offensive abgezeichnet haben. Mit nur 209 Toren waren die Stars das dritt-offensivschwächste Team der Hauptrunde. Zu oft waren sie von ihrer Topreihe um Alexander Radulov, Jamie Benn und Tyler Seguin abhängig. Die beiden Haudegen aus der Pacific Division sollen das nun ändern und den Angriff vor allem variabler machen.

Der 35-jährige Pavelski war in der vergangenen Saison mit 38 Toren Topscorer der San Jose Sharks. Perry kam wegen einer Meniskusverletzung zwar nur auf 31 Einsätze und sechs Tore, kann jedoch sechs 30+-Tore Saisons vorweisen.

"Wenn man echte Torjäger verpflichten kann, dann ist das immer eine Verstärkung", sagte Nill. "Es ist kein Geheimnis, dass man immer versucht, sein Scoring zu verbessern."

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Sie könnten nachrücken

Denis Gurianov könnte in der kommenden Saison bereit für die NHL sein. Der 22-jährige Erstrunden-Pick von 2015 (Nummer 12) kam in der vergangenen Saison auf 21 Einsätze für Dallas und erzielte dabei vier Punkte (ein Tor, drei Assists).

Ein weiteres heißes Eisen haben die Stars mit Ty Dellandrea in der Pipeline. Der Erstrunden-Pick vom NHL Draft 2018 (Nummer 13) führte Flint aus der OHL mit 63 Punkten (22 Tore, 41 Assists) an und könnte den nächsten Schritt machen.

Stärken

Die Mischung machts: Die Stars hoffen, dass Pavelski und Perry die fehlenden Zutaten für den Meister-Macher-Cocktail waren. Sie haben einen hochveranlagten Kader, der nun auch erfahren genug sein soll, um auch in den brenzligen Playoff-Situationen die Nerven nicht zu verlieren.

Neben den erfahrenen Stürmern Benn und Seguin verfügen sie auch über eine hochtalentiert bestückte Defensive. John Klingberg, Esa Lindell und Miro Heiskanen lassen die Fans und Verantwortlichen der Stars von großen Zielen träumen.

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"Ich mag unseren Mix aus Jugend und Erfahrung", erzählte Jim Nill. "Wir haben ein paar echte Leader hinzugefügt. Jungs, die wissen wie man gewinnt und das Gefühl in unserer Mannschaft verbreiten können. Das mischt man mit den jungen Kerlen und es kommt, so denke ich, ein ziemlich dynamisches Team heraus."

Entwicklungspotenzial

Rohdiamant Roope Hintz könnte in der kommenden Saison durchstarten. In 58 Rookie-Spielen kam der Zweitrunden-Pick von 2015 (Nummer 49) auf 22 Punkte (neun Tore, 18 Assists). Sollte Hintz an seine jüngsten Leistungen anknüpfen können, könnte er vielleicht eine wichtige Rolle bei den Stars übernehmen. In den Playoffs schoss er fünf Tore in 13 Spielen. Damit war er neben Alexander Radulov der erfolgreichste Playoff-Torjäger der Stars.

Video: STL@DAL, Sp4: Benn legt bei Konter Hintz ein Tor auf

Auch weil die Offensivreihen der Stars wegen den Abgängen von Mats Zuccarello (Minnesota Wild) und Jason Spezza (Toronto Maple Leafs) neu formiert werden müssen, tun sich für den 22-Jährigen Optionen auf.

"Er muss beweisen, dass er ein Elite-Spieler sein kann. Über das Sommertraining muss er seine Form bis ins Trainingscamp mitnehmen", sagte Montgomery. "Das Schlimmste im Leben ist, wenn man bequem wird. Er ist ein unglaublich junger Mann, also erwarten wir das nicht von ihm. Aber du kannst nichts sagen, bis er dir bewiesen hat, dass er etwas Besonderes sein will."

Playoff-Chancen

Die Zeit der Stars ist gekommen. In der Vergangenen Saison haben sie das Fenster aufgestoßen, jetzt müssen sie zugreifen. Wenn die, auf dem Papier sinnvollen Verstärkungen, ihren Erwartungen gerecht werden und die Mannschaft als Einheit zusammenwächst, können die Stars eine echte Gefahr für die etablierten Teams werden.

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