Skip to main content

Crosby genoss die Reise bis zum Cup Finale

von Dan Rosen / NHL.com

PITTSBURGH -- Pittsburgh Penguins Kapitän Sidney Crosby brauchte ein Weile, bis er Namen nennen konnte, die ihn dazu motivieren den Stanley Cup erneut zu gewinnen.

Er begann mit seinem ehemaligen Teamkollegen Pascal Dupuis, der aufgrund von Blutgerinnsel seine Karriere beenden musste. Er sprach über Mario Lemieux, dem größten Spieler in der Geschichte der Penguins und ihr Miteigentümer. Er erwähnte den anderen Miteigentümer Ron Burkle und er nannte Verteidiger Trevor Daley, der aufgrund eines Bruchs des Sprunggelenks ausfällt.

"Sie sind mir alle sehr nah", sagte Crosby.

Es gab, wie auch immer, eine Person, die er nicht erwähnte - sich selbst.

Vielleicht ist er zu bescheiden, doch zweifelsfrei hatte er es nicht leicht in den sieben Jahren, nachdem er als jüngster Kapitän in der NHL-Geschichte einen Stanley Cup gewinnen konnte, wieder ein Stanley Cup Finale zu erreichen - auch wegen mehrerer Gehirnerschütterungen, die in diesem Zeitraum seine Karriere gefährdeten.

Er war 21 als ihm NHL Commissioner Gary Bettman am 12. Juni 2009 die Trophäe überreichte. Am Montag wird er zu Spiel 1 gegen die San Jose Sharks im Consol Energy Center das Eis betreten (8 p.m. ET; NBC, CBC, TVA Sports) als ein 28-Jähriger, der zu schätzen weiß hier zu sein und realisierte wie schwer es ist hierher zu kommen.

"Ich habe es auch vor den ganzen Dingen, die mir passiert sind, zu schätzen gewusst", sagte Crosby. "Doch ich glaube, dass ich es jetzt noch mehr würdige. Ich habe es realisiert, wie schwer es ist diesen Punkt zu erreichen. Definitiv bin ich hochmotiviert zu gewinnen."

Sollte er den Stanley Cup gewinnen können, könnte er mit Lemieux in der wichtigsten Kategorie gleichziehen: Lemieux gewann den Stanley Cup mit den Penguins in den Jahren 1991 und 1992.

"Ohne Zweifel wäre es ein tolle Sache ihn ein zweites Mal zu gewinnen", sagte Crosby, der es in den diesjährigen Playoffs auf 15 Scorerpunkte in 18 Playoffpartien gebracht hat. "Ich werde alles versuchen es erneut zu schaffen."

Er hat es immer wieder versucht seit seinem 22. Geburtstag, den er am 7. August 2009 mit einer Parade durch Cole Harbour, Nova Scotia gefeiert hatte. Einem König würdig säumten 75.000 Menschen die Straßen, die versuchten einen Blick auf Crosby und den Cup zu haschen.

Crosby bekam in Pittsburgh nicht immer so viel Unterstützung wie jetzt, doch seine Arbeitseinstellung und sein Ehrgeiz wurden nie gebrochen, auch nicht während er mit den Gehirnerschütterungen zu kämpfen hatte.

Ist es diese Einstellung, die Menschen wie Mike Sullivan, der den Menschen Crosby mehr privat kennenlernte als er am 12. Dezember in Pittsburgh das Amt des Trainers übernahm.

"Ich hatte schon immer seine Leistung anerkannt, ohne Frage, doch wenn du durch die tägliche Arbeit die Gelegenheit hast jemanden auf einem persönlichen Level kennenzulernen, wie in diesem Fall, dann achtest du noch mehr seine Professionalität und seine Sorgfalt, die über das Tagesgeschäft hinaus geht", sagte Sullivan. "Jeder Eishockeykenner auf der Welt sieht, wie talentiert er als Spieler ist. Nachdem ich ihn täglich sehe kann ich dir sagen, dass es kein Zufall ist, dass er so gut ist."

Penguins Assistenztrainer Rick Tocchet vergleicht Crosby's Arbeitseinstellung mit einem Teamkollegen bei den Penguins in den frühen 90er Jahren - mit Lemieux.

"Es ist die Art wie Crosby trainiert", sagte Tocchet. "Es verlangt mir eine Menge Respekt ab. Er geht nicht raus und schwebt umher, sondern er arbeitet an seinem Spiel. Mario war genauso."

Tocchet sagte, dass Crosby's Fähigkeit immer oben zu bleiben eine weitere Eigenschaft sei, die er sich mit Lemieux teile.

"Das ist ein wichtiger Effekt, dass solche Kerle, da sind sie sich am ähnlichsten, stets präsent sind", sagte Tocchet. "Die gesamte Eishockeywelt schaut auf sie. Jeder Move wird beobachtet. Du bist wie unter einem Mikroskop. Doch darum sind sie so wie sie sind. Sie können die Welt außen vor lassen und nur ihr Spiel spielen."

Crosby sagte, dass er von Lemieux gelernt habe, ausgeglichener zu sein. In der Vergangenheit war er zögerlicher und verlor den Fokus oder seine Coolness, doch in dieser Saison fühlt er sich besonders bodenständig wie ein Lemieux.

"Ich sehe es auf der Bank, ich sehe es zwischen den Dritteln und ich sehe wie er mit den jungen Spielern umgeht", sagte Sullivan. "Wir hatten einige Veränderungen und das Team hatte seit Beginn des Trainings Camps einige Widrigkeiten zu überstehen und ich glaube die Ausdauer, die er während dieser Ups und Downs gezeigt hat, ist ein Zeichen seiner Führungsqualitäten und seiner Erfahrung."

Crosby's Erfahrung gibt ihm das Selbstvertrauen in der Kabine das Wort zu ergreifen, wie er es vor Spiel 6 in der zweiten Runde gegen die Washington Capitals getan hat.

Die Penguins hatten eine 3-0 Führung hergeschenkt, doch es war Crosby, der als erster das Wort ergriff und alle daran erinnerte, dass sie immer noch die Chance haben, die Serie in der Overtime zu gewinnen.

Center Nick Bonino traf nach 6:32 Minuten in der Verlängerung. Penguins 4, Capitals 3. Die Serie war vorüber.

"Er zeigt sich bereit, das Richtige zum rechten Zeitpunkt zu sagen", sagte Penguins Linksaußen Chris Kunitz. "Er muss kein Cheerleader sein. Wenn er spricht, dann weiß jeder, dass er den Nagel auf den Kopf trifft. Das was er sieht sind die Punkte, in denen wir besser werden müssen."

Crosby sagt, dass er dies nun besser kann als noch 2009. Er spürte, dass ihm die Erfahrung auch am Media Day am Sonntag half.

"Es gibt Jungs, die das zum ersten Mal mitmachen 'Wow ist das verrückt, so etwas habe ich noch nie gesehen'", sagte Crosby. "Es ist noch mehr los als in den Jahren 2008 und 2009, doch es gehört mit dazu."

Ein Teil davon zu sein, ist für Crosby Motivation genug. Nichts trifft es besser auf den Punkt.

"Wahrscheinlich genieße ich es mehr, da ich realisiert habe wie schwer es ist hierher zu kommen", sagte Crosby

Mehr anzeigen