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Crosby führt die Top Ten der NHL Center an

von Bernd Roesch / NHL.com

Wer sind die besten Akteure in der NHL. NHL.com/de blickt in den kommenden fünf Tagen auf die zehn besten Spieler auf jeder Position. Entscheidend ist hierbei auf welcher Position die Spieler bei der NHL offiziell gelistet ist, nicht auf welcher Position er in der vergangenen Spielzeit hauptsächlich aktiv war. Ein gelisteter Center, der häufiger als Flügelstürmer eingesetzt wurde, findet sich dennoch unter den besten Centern wieder.

Heute die Top 10 Center:


1. Sidney Crosby, Pittsburgh Penguins

Der Kapitän der Penguins gehört zweifelsfrei zu den besten Eishockeyspielern der Welt, wenn er nicht sogar der Beste ist. Crosby startet 2016/17 in seine bereits elfte NHL-Saison. Er ist nicht nur das Aushängeschild der Pens sondern auch des Eishockeysports an sich. In seiner Karriere konnte Crosby schon zahlreiche Titel einfahren und er ist immer noch heiß darauf besser zu werden. In der zweiten Hälfte der vergangenen Saison bewies der 28-Jährige nach einem schwachen Saisonstart, dass er noch lange nicht seinen Leistungszenit überschritten hat. Crosby punktet, mit 36 Toren und 49 Assists war er 2015/16 der punktbeste Center in der NHL, er übernimmt als Kapitän Verantwortung und gibt als Leader, wie man sich keinen besseren vorstellen kann, die Marschrichtung in Pittsburgh vor.

NHL-Karriere: 707 Spiele, 338 Tore, 600 Assists

2. Tyler Seguin, Dallas Stars

Stars Stürmer Tyler Seguin ist nach seiner Wadenverletzung, die ihn für die Stanley Cup Playoffs 2016 mit Ausnahme eines Spiels außer Gefecht gesetzt hatte, wieder auf dem Weg der Besserung und dürfte in der kommenden Saison wieder topfit auf Tore- und Punktejagd gehen. Der 24-Jährige ist enorm schnell und vor allem in Eins-gegen-Eins Situationen kaum zu stoppen. Er ist ein Spieler mit einem Torriecher, wie ihn sich jede Mannschaft in ihrem Kader wünschen würde. Bereits in seinem Rookie-Jahr 2011/12 konnte Seguin mit den Boston Bruins, die ihn beim NHL Draft 2010 an zweiter Stelle gezogen hatten, den Stanley Cup gewinnen. 2015/16 suchte kein anderer Spieler in der NHL durchschnittlich pro Spiel häufiger den Abschluss als Seguin (72 Spiele, 278 Schüsse, 3,86).

NHL-Karriere: 426 Spiele, 163 Tore, 192 Assists

3. Joe Pavelski, San Jose Sharks

Vor der vergangenen Saison wurde der US-Amerikaner zum Teamkapitän ernannt und er hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Sharks zum ersten Mal in ihrer Franchisegeschichte in das Stanley Cup Finale einziehen konnten. Pavelski ist einer dieser Spieler, die an dieser Stelle unter den Centern aufgeführt wird, obwohl er, vielseitig einsetzbar wie er ist, auch häufiger auf Rechtsaußen gespielt hatte. Der 32-Jährige bringt schon seit Jahren konstant gute Leistungen und ist immer für 40 Tore pro Saison gut. In der vergangenen Spielzeit war er mit 38 Treffern in 82 Partien unter den Centern der erfolgreichste Torschütze in der Liga und mit 82 Scorerpunkten hinter Crosby und seinem Teamkollegen Joe Thornton der drittbeste Scorer. Pavelski ist ein überragender Spielmacher und auch am Bullypunkt enorm stark (55 Prozent).

NHL-Karriere: 725 Spiele, 266 Tore, 297 Assists

4. Steven Stamkos, Tampa Bay Lightning

Wer weiß schon wie die Stanley Cup Playoffs 2016 verlaufen wären, hätte Stamkos nicht erst in Spiel 7 des Eastern Conference Finales gegen Pittsburgh ins Geschehen eingreifen können? Vielleicht käme dann der Champion 2016 aus Tampa. Der Teamkapitän der Lightning war 2015/16 mit 36 Toren hinter Pavelski der zweitbeste Torjäger. Er ist zusätzlich ein Spielmacher, der sich nicht zu schade ist kräftig mit nach hinten zu arbeiten. Da er nun auch seine Vertragsangelegenheiten mit den Lightning geregelt hat, darf man davon ausgehen, dass der zweifache Maurice 'Rocket' Richard Trophy Gewinner seine Ausbeute von 64 Scorerpunkten in 77 Partien wieder steigern kann. Stamkos ist auch ungeheuer wichtig für das Überzahlspiel der Lightning. Mit 14 Powerplaytreffern war er im letzten Jahr der effektivste Center. Auch Stamkos' Schusserfolgsquote von 16,7 Prozent kann sich sehen lassen.

NHL-Karriere: 569 Spiele, 312 Tore, 250 Assists

5. Anze Kopitar, Los Angeles Kings

Der erste Nicht-Nordamerikaner in dieser Bestenliste ist der 28-jährige Slowene, den die Kings beim NHL Draft 2005 in der ersten Runde an elfter Stelle gezogen haben. Kopitar wird in der kommenden Saison das 'C' der Kings auf der Brust tragen. Er zählt zu den besten 2-Wege Spielern in der NHL und punktet zusätzlich noch äußerst effektiv und regelmäßig. Mit 74 Scorerpunkten war Kopitar der mit Abstand effektivste Scorer der Kalifornier und mit einem +/-Wert von +34 ligaweit der zweitbeste Spieler hinter seinem Teamkollegen Tyler Toffoli. Kopitar stand durchschnittlich pro Spiel 20:52 Minuten auf dem Eis und überzeugte dabei durch seine Souveränität und Gelassenheit in allen Spielsituationen.

NHL-Karriere: 764 Spiele, 243 Tore, 441 Assists

6. Evgeny Kuznetsov, Washington Capitals

Der eine oder andere wird sich vielleicht darüber wundern, dass Kuznetsov in diesem Ranking aufgeführt ist, doch der 24-jährige Russe, für den sich Washington beim NHL Draft 2010 in der ersten Runde an Nummer 26 entschieden haben, führte in seiner zweiten vollen NHL-Saison mit 57 Assists und 77 Scorerpunkten die Capitals an. Für ihn war die Spielzeit 2015/16, in der er seine Punktausbeute gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppeln konnte, der Durchbruch in der besten Eishockeyliga der Welt. Durch Kuznetsov wurden die Capitals deutlich unberechenbarer. Auch im Powerplay kann der aus Chelyabinsk stammende Stürmer eine wichtige Rolle spielen (5 Tore, 18 Punkte). Sein +/-Wert von +27 war der beste aller Capitals und der drittbeste unter den Centern der Liga.

NHL-Karriere: 179 Spiele, 34 Tore, 89 Assists

7. John Tavares, New York Islanders

Tavares ist nicht nur der Teamkapitän sondern das Herz des Spiels der Islanders. Der 25-Jährige ist ein Sniper par excellence. Kein anderer Islander war so erfolgreich im Abschluss wie er (33 Tore). Er kann ein Spiel an sich ziehen und beweist immer wieder ein perfektes Auge für seine Mitspieler (37 Assists). Ohne ihren Nummer 1 Draft Pick von 2009 wäre die Mannschaft aus Brooklyn kein Playoffkandidat, sondern stünde in der Tabelle der Eastern Conference unter ferner Liefen. Tavares ist ein Starcenter, der sich auch nicht scheut, dahin zu gehen, wo es vor dem Kasten richtig weh tut. Kein anderer Stürmer der Islanders bekam mehr Eiszeit pro Spiel (19:59 Minuten) als Tavares, der bei den Olympischen Winterspielen 2014 mit Team Canada Gold gewinnen konnte.

NHL-Karriere: 510 Spiele, 207 Tore, 264 Assists

8. Connor McDavid, Edmonton Oilers

Mit McDavid steht ein ganz junger Spieler in dieser Bestenliste, dem eine große NHL-Karriere noch bevorsteht. Aufgrund eines Schlüsselbeinbruchs konnte Edmontons Topcenter in seiner Rookie-Saison nur 45 Partien bestreiten, doch was der 19-Jährige in diesen gezeigt hat, qualifiziert ihn für die Auflistung der Top-Center. Der 19-Jährige übertraf bei Weitem das von ihm Erwartete. Er erzielte in seiner Rookie-Saison 2015/16 16 Tore sowie 32 Assists und war mit einer durchschnittlichen Punktausbeute von 1,09 pro Spiel der effektivste Center und der drittbeste Spieler in der Liga. Sollte McDavid die kommende Saison ohne Verletzungssorgen durchspielen können, werden die Oilers nach langer Zeit wieder einmal einen Mann in ihrem Kader haben, dem sogar zuzutrauen ist, dass er um den Gewinn der Art Ross Trophy ein Wörtchen mitreden kann.

NHL-Karriere: 45 Spiele, 16 Tore, 32 Assists

9. Claude Giroux, Philadelphia Flyers

"Ich fühle mich ziemlich gut", ließ Giroux auf der Website der Flyers verlauten. Wie wichtig Giroux in Topform ist, kann man auch daran ablesen, dass sich Team Canada dazu entschied den 28-Jährigen in den Kader für den World Cup of Hockey 2016 aufzunehmen. Zweifelsfrei zählt Philadelphias Kapitän zu den besten Centern der Welt, auch wenn seine Ausbeute in der vergangenen Saison mit 22 Toren und 45 Vorlagen gegenüber deren der Jahre zuvor zurückgegangen ist. Giroux ist eine Führungspersönlichkeit auf dem und abseits des Eises. Sein Puckhandling sucht seinesgleichen. Er ist vielseitig einsetzbar und spielt eine dominante Rolle bei den Special Teams der Flyers. Unter allen hier aufgeführten Spielern weist Giroux mit 57,5 Prozent gewonnener Bullys den besten Wert aus.

NHL-Karriere: 574 Spiele, 166 Tore, 351 Assists

10. Patrice Bergeron, Boston Bruins

Was das Spiel am Bullypunkt betrifft, steht Bergeron dem vor ihm platzierten Giroux nur wenig nach: Bergeron gewann in der Saison 2015/16 57,1% der Anspiele und liegt damit bei den Centern auf Platz 2. Für die Bruins punktet der 30-Jährige regelmäßig: 32 Tore und 36 Assists gingen vergangene Spielzeit auf sein Konto, womit er unter den Centern Rang 9 belegte. Bergeron suchte mit 282 Torschüssen so oft den Abschluss wie kein anderer Center. Mit seinen zwölf Powerplaytreffern teilte er sich den zweiten Platz zusammen mit Pavelski. Der dreifache Gewinner der Frank J. Selke Trophy lässt im Spiel nach hinten nur wenig anbrennen und zählt zu den genialsten und kreativsten Spielmachern in der NHL

NHL-Karriere: 820 Spiele, 238 Tore, 380 Assists

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