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Heißes Duell der Kapitäne Stamkos und Ovechkin

Vorschau auf das Finale der Eastern Conference zwischen den Lightning und den Capitals

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Der Countdown für das Eastern-Conference-Finale der Stanley Cup Playoffs läuft. Ab Freitag stehen sich in dieser Best-of-Seven-Serie die Tampa Bay Lightning und die Washington Capitals gegenüber. Während der Klub aus Florida zum dritten Mal in den vergangenen vier Jahren in den Endspielen im Osten steht, ist es für die Mannschaft aus der US-Hauptstadt nach 1998 erst die zweite Teilnahme überhaupt. Die beiden Auftaktspiele finden in der Amalie Arena in Tampa statt, danach folgen zwei Begegnungen in der Capital One Arena in Washington.

Die Lightning benötigten für den Einzug in die Finalserie lediglich zehn Partien. In der ersten Runde setzten sie sich gegen die New Jersey Devils mit 4:1 durch. Mit dem gleichen Ergebnis schalteten sie im zweiten Durchgang die Boston Bruins aus. Die Capitals mussten sich deutlich mehr anstrengen. Zum Auftakt lagen sie gegen die Columbus Blue Jackets schon mit 0:2 hinten, ehe sie mit vier Siegen in Folge doch noch den Sprung in Runde 2 schafften. Dort zwangen sie Titelverteidiger Pittsburgh Penguins in die Knie, ebenfalls mit 4:2 in der Endabrechnung.

 

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Das Conference-Finale wird auch das heiße Duell zwischen den Kapitänen Steven Stamkos (Lightning) und Alex Ovechkin (Capitals). Von der Performance der beiden wird entscheidend abhängen, welches Team die Oberhand behält. Was die nackten Zahlen anbelangt, hat Ovechkin in den laufenden Playoffs die Nase vorne. In zwölf Spielen sammelte er 15 Punkte (acht Tore, sieben Vorlagen). Gegen die Penguins war er an drei von vier Siegtreffern für die Capitals beteiligt. Einen erzielte er selbst, zwei weitere bereitete er vor, darunter das Tor in der Overtime von Evgeny Kuznetsov in Spiel 6, mit dem Washington den Finaleinzug perfekt machte.

Video: WSH@PIT, Sp6: Kuznetsov beendet Serie in OT

Die Bilanz von Stamkos fällt deutlich bescheidener aus. Bislang stehen für ihn in der Postseason zehn Punkte (drei Tore, sieben Vorlagen) aus zehn Partien zu Buche. Nach bescheidenen Offensiv-Leistungen gegen die Devils steigerte sich der Center gegen die Bruins. In den letzten drei Matches in der zweiten Runde verbuchte er vier Punkte (zwei Tore, zwei Assists). Sollte seine Formkurve bei den bevorstehenden Spielen im Conference-Finale weiter ansteigen, dürfte er Washingtons Defensive einiges an Kopfzerbrechen bereiten.

Ebenso wichtig für den Ausgang der Serie werden die Darbietungen der beiden Torhüter sein. Lightning-Schlussmann Andrei Vasilevskiy stellte auch in den Playoffs unter Beweis, dass er in diesem Jahr völlig zurecht für die Vezina Trophy als bester Torwart nominiert worden ist. Bei den vier Erfolgen nacheinander gegen die Bruins in den Spielen 2 bis 5 kam er auf eine stolze Fangquote von 93,6 Prozent. Der Gegentorschnitt in diesen Begegnungen belief sich auf 1,73.

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Sein Gegenüber bei den Capitals, Braden Holtby, saß zum Auftakt der Playoffs gegen die Blue Jackets nur auf der Bank. In Spiel 2 löste er Philipp Grubauer zwischen den Pfosten ab und ist seitdem wieder die unumstrittene Nummer 1. Nach elf Einsätzen beträgt seine Fangquote 92,6 Prozent. Pro Match kassierte Holtby durchschnittlich 2,04 Gegentreffer.

Beim Aufeinandertreffen mit den Lightning am Freitag können die Capitals wieder auf ihren Stürmer Tom Wilson zählen. Er hat seine Sperre von drei Spielen nach einem illegalen Check gegen Pittsburghs Zach Aston-Reese aus Spiel 3 der zweiten Runde abgesessen. Wilson dürfte an seinen angestammten Platz in Washingtons Top-Reihe zu Kuznetsov und Ovechkin zurückkehren. In dieser Formation zeigte er sich in den Playoffs äußerst effektiv und erzielte sieben Punkte (zwei Tore, fünf Vorlagen) in neun Partien. Darüber hinaus spielte Wilson eine wichtige Rolle als Penalty-Killer. Bei Unterzahl stand er im Durchschnitt 2:04 Minuten pro Spiel auf dem Eis.

 

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Die Aufgabe, das Trio Wilson, Kuznetsov und Ovechkin in Schach zu halten, fällt aller Voraussicht nach Tampas Shutdown-Spezialisten um Ondrej Palat, Brayden Point und Tyler Johnson zu. Sie erledigten diesen Job bereits gegen die Top-Linie der Bruins mit Bravour. Lediglich im ersten Match der Serie hatten sie mit Patrice Bergeron, David Pastrnak und Brad Marchand einige Mühe und Not. Besonders robust erwiesen sich die Lightning gegen Boston zudem im Spiel 5 gegen 5. In den letzten drei Partien der Serie mussten sie keinen Gegentreffer hinnehmen, wenn beide Teams vollzählig auf dem Eis standen.

 

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Die Lightning gewinnen, wenn...

…sie den Start in die Serie nicht verschlafen. Sie dürfen auf keinen Fall wie gegen Boston mit einer Heimniederlage beginnen. Das könnte das Momentum im Conference-Finale früh zugunsten der Capitals verschieben. Neben der Reihe um Point ruhen große Hoffnungen auf den beiden überragenden Lightning-Stürmern der Hauptrunde, Stamkos und Nikita Kucherov. Sollten sie ihre Torproduktion im Vergleich zu den ersten beiden Playoff-Runden steigern, hat Tampa gute Chancen, die Finalserie um den Stanley Cup zu erreichen.

Washington gewinnt, wenn…

…Nicklas Backstrom im Vollbesitz seiner Kräfte ist und er für entscheidende Impulse im Angriff sorgt. Die Capitals brauchen seine Geniestreiche und die Punkte seiner Reihe, falls die Top-Formation um Ovechkin von den Lightning neutralisiert wird. Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg liegt bei den Special-Teams. Wenn die Capitals ihre aktuellen Quoten beim Powerplay (30,9 Prozent) und im Penalty-Killing (79,1 Prozent) halten oder sogar verbessern, dürfte ihnen das Vorteile gegenüber dem Kontrahenten aus Tampa verschaffen.

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