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McDavid und Eichel im Club der Top-Drafts-Duos

Vor dem direktem Duell der Sabres mit den Oilers stoßen die ersten zwei Draftpicks von 2015 in einen elitären Kreis vor

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Freier Autor

McDavid unter die Latte

EDM@LAK: McDavid trifft hoch gegen Quick

Connor McDavid erobert die Scheibe und trifft gekonnt für die Oilers gegen Jonathan Quick im zweiten Spieldrittel

  • 00:43 •

2015 mussten sich die Edmonton Oilers im Draft entscheiden, ob sie Connor McDavid oder Jack Eichel an erster Stelle ziehen. Die Vorschusslorbeeren des kanadischen Angreifers waren so groß, dass die Wahl der Oilers auf McDavid fiel. Etwas mehr als vier Jahre nach dem für beide Teams denkwürdigen Abend zeigt sich deutlich, dass auch die an zweiter Stelle stehenden Buffalo Sabres mit dem gewählten Eichel mehr als zufrieden sein können. Der Angreifer reitet derzeit auf einer persönlichen Erfolgswelle, verlängerte mit zwei Assists am Samstag im Spiel gegen die Vancouver Canucks seine Punkteserie auf zwölf Partien.

Während dieser Serie, der längsten in seiner NHL-Karriere, gelang es dem US-Amerikaner zehn Tore zu erzielen und weitere zwölf vorzubereiten. Gleichzeitig ist es die derzeit längste aktive Punkteserie in der Liga.

Am Sonntag kommt es in Edmonton zum direkten Duell zwischen den beiden ersten Draftpicks des Jahres 2015. Eichel gastiert mit seinen Sabres bei McDavids Oilers.

Video: EDM@ARI: McDavid bezwingt Kuemper im Penaltyschießen

Der Zeitpunkt könnte kaum besser sein, gelang es doch Eichel mit den beiden Assists sein Punktekonto auf 300 Karriere-Zähler (119 Tore, 181 Assists) auszubauen. Der Center der Sabres benötigte hierzu lediglich 316 Matches in der NHL und schaffte es, dass die Top-Picks des Drafts 2015 in einen elitären Kreis von Top-Scorern vorrücken. Bislang konnten nur fünf Nummer-Eins und Nummer-Zwei Duos eines Draftjahrgangs in weniger als 320 Partien über 300 Punkte erzielen. McDavid war dieses Kunststück bereits nach 240 Partien gelungen. Derzeit rangiert der kanadische Angreifer bei einer Ausbeute von 424 Punkten (147 Tore, 277 Vorlagen). Die letzten Akteure, die diesem elitären Club beitreten konnten, waren die 2004 gedrafteten Alex Ovechkin und Evgeni Malkin. Die beiden russischen Superstars sind aus ihren Teams, den Washington Capitals und den Pittsburgh Penguins, kaum wegzudenken und prägen eine Ära, so wie es auch Eichel und McDavid tun werden.

Sowohl Eichel als auch McDavid sind komplette Angreifer, die als Vorbereiter, wie auch als Torjäger glänzen können. Während McDavid mit 1,33 Punkten pro Partie zwar deutlich häufiger punktet als Eichel, muss sich der Sabres-Angreifer, mit im Schnitt 0,95 Zählern auch nicht verstecken. Eichel trifft mit 40 Prozent etwas häufiger als McDavid (35%), was am Reihenpartner des Kanadiers liegen kann. In Edmonton fand McDavid mit Leon Draisaitl einen kongenialen Kollegen, der sich in der vergangenen Spielzeit als Torjäger entpuppte. Ein solcher zweiter Superstar fehlt Eichel, der mit Sam Reinhart und Victor Olofsson zwar gute Flügelspieler an seiner Seite weiß, aber die teaminterne Scorerwertung doch klar anführt.

In der ligaweiten Scorerliste finden sich McDavid und Eichel selbstverständlich in den vorderen Regionen. McDavid konnte bislang 52 Punkte sammeln (19 Tore, 33 Assists) und liegt hinter Draisaitl auf dem zweiten Rang. Für Eichel bleibt mit einer starken Ausbeute von 41 Zählern (18 Tore, 23 Assists) der siebte Platz. Die zwei Akteure hatten einen herausragenden Start in ihre jeweils fünfte NHL-Saison. Bei den Oilers schlägt sich das auch deutlich in der Tabelle nieder. Das Team aus Alberta führt die Pacific Division an und die Sabres stehen ebenfalls auf einem guten dritten Rang in der Atlantic Division.

Die Grundsteine für diesen Erfolg legten beide Teams beim Draft 2015, als sie McDavid und Eichel auswählten. Eichels 300. Punkt im 316. Match sorgte dafür, dass die beiden künftig nicht nur mit Malkin und Ovechkin in einem Atemzug genannt werden, sondern auch mit den weiteren Top-Draft-Duos der Vergangenheit. Die beiden schnellsten Draftpicks eines Jahres, die 300 Punkte erreichten waren Guy Lafleur und Marcel Dionne aus dem Jahr 1971. Während Dionne bereits nach 269 Partien die Schallmauer durchbrochen hatte, benötigte Lafleur 287 Matches. Beide Akteure punkteten auch bis zum Karriereende weiter und landeten bei 1353 (Lafleur) und 1771 (Dionne) Punkten. Nur zwei Jahre nach Lafleur und Dionne entschieden sich die New York Islanders an erster Position für Denis Potvin. An zweiter Stelle drafteten die Atlanta Flames Tom Lysiak. Verteidiger Potvin erreichte die 300 Punkte nach 308 Spielen und nur vier Matches später schoss Lysiak das Duo ebenfalls in den 300-Punkte-Club.

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Nach einer langen Flaute an Top-Duos mit Werten in dieser Kategorie gelang es erst den 2001 gedrafteten Ilya Kovalchuck und Jason Spezza erneut jeweils vor der 320-Spiele-Marke den 300. NHL-Punkt einzusammeln. Mit Kovalchuck (Los Angeles Kings), Spezza (Toronto Maple Leafs), Ovechkin (Washington Capitals), Malkin (Pittsburgh Penguins) und den beiden 2015 gedrafteten Eichel und McDavid sind aktuell sechs der zehn Akteure des elitären Kreises noch aktiv.

Ein Blick in die Zukunft lässt die Frage aufkommen, welches Duo als nächstes in diesen Club aufgenommen wird. Am ehesten wäre es vermutlich Jack Hughes und Kaapo Kakko zuzutrauen, die nach 26 NHL-Partien bei jeweils 12 Punkten stehen. Um an McDavid und Eichel heranzukommen müssen die beiden jedoch ihre Punktausbeute noch deutlich steigern.

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