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Hurricanes müssen Rost gegen Bruins abschütteln

Carolinas Aufgabe nach der Niederlage gegen Boston ist klar, der Rost muss weg und die Niederlage aus den Knochen

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Die Carolina Hurricanes mussten am Donnerstag die erste Niederlage seit dem 20. April verkraften. Mit 5:2 unterlag das Überraschungsteam den Boston Bruins und liegt damit nach Spiel 1 des Eastern Conference Finals mit 0:1 zurück. Die Herausforderung in der ersten Partie war es, den Rost nach der langen Pause zwischen dem Sweep gegen die New York Islanders und der Auftaktpartie in Boston abzuschütteln. Ganz gelang es den Hurricanes nicht.

Am Tag nach der Partie stellte Carolinas Trainer Rod Brind'Amour fest, dass "das Ergebnis nicht das Spiel widerspiegelt. Bis zwei Minuten vor Schluss steht es 3:2." Erst ein Doppelschlag binnen elf Sekunden in der 58. Spielminute machte aus der engen Begegnung eine deutliche Niederlage. Die Hurricanes schienen besonders im ersten Abschnitt noch nicht in Fahrt zu kommen. Die lange Pause nach der 4:0-Serie gegen New York war den Spielern anzumerken. Zum dritten Mai trainierten die Hurricanes lediglich und konnten sich nicht im Wettkampf messen. Brind'Amour erwartete einen schweren Start: "Wir waren eingerostet. Wir haben unsere Füße nicht bewegt. Wir waren nicht auf der Höhe. Wir haben nicht das Spiel gespielt, dass wir in den Playoffs gewohnt waren. Wir haben uns gefangen und sind recht schnell auf Betriebstemperatur gekommen. Das habe ich erwartet. Es war kein schreckliches erstes Drittel."

 

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Die Hurricanes hatten ihre Schwierigkeiten und mussten häufig Strafen nehmen. Brind'Amour war von der Vielzahl an Aufenthalten in der Kühlbox nicht begeistert: "Du nimmst Strafen, sie hatten auch einige. Das ist Teil des Spiels, dass wissen wir. Es ist offensichtlich eine ihrer Stärken, die wir nicht füttern wollen, wenn möglich. Wir müssen die Strafen überstehen, wenn wir sie nehmen. Das haben wir letzte Nacht im entscheidenden Moment nicht geschafft." Die Bruins trafen zu Beginn des Schlussabschnitts, in der 43. Spielminute, zweimal bei numerischer Überlegenheit und gelangten so auf die Gewinnerspur. Carolinas Coach sah die Fehler nicht bei den Offiziellen, sondern bei seinem Team: "Sie haben früh einige Strafen verteilt. Das zeigt dir, wie das Spiel geleitet wird. Du musst dich anpassen. Das ist nicht der Grund, warum wir verloren haben."

Mit der ersten Niederlage seit dem 20. April müssen die Hurricanes klarkommen. Das Gefühl ist nach so langer Zeit zumindest scheinbar etwas seltsam. Brind'Amour sieht das anders: 

"Es ist nicht ungewöhnlich. Natürlich wollen wir diese Erfahrung nicht machen. Wir sagen das ganze Jahr, dass wir jede Nacht erwarten, zu gewinnen. Es ist frustrierend, wenn das nicht gelingt. Ich glaube nicht, dass uns das für das nächste Spiel beeinflussen wird."

Von der zweitägigen Pause ist der Coach jedoch nicht begeistert: "Der Spielplan ist nicht gut für mich. Ich mag es nicht zwei Tage in Hotels zu sitzen. Aber das ist nichts, was wir kontrollieren können. Wir müssen uns um das kümmern, was wir beeinflussen können. Wir können keine Strafen oder Nicht-Strafen beeinflussen oder den Spielplan."

Der Ansatz sich auf die Dinge zu fokussieren, die die Hurricanes beeinflussen können hat sie in dieser Saison bereits weit gebracht. Nach einem eher durchwachsenen Saisonstart drehte Carolina ab dem Jahresbeginn 2019 auf und stürmte in die Playoffs. Die Hurricanes dachten von Partie zu Partie und wurden so zu einer der besten Mannschaften im Kalenderjahr.

In der ersten Runde mussten Sie gegen den Champion von 2018, die Washington Capitals, eine große Hürde überwinden und kämpften sich immer wieder in die Serie zurück. Der verdiente Lohn war eine Zweitrundenserie gegen New York. Mit den Islanders machten die Hurricanes kurzen Prozess und marschierten von Sieg zu Sieg. Die Herausforderung jetzt ist es, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen und so den Weg zurück in die Serie zu finden.

Coach Brind'Amour weiß, wie die Spieler denken müssen, um das nächste Match zu ihren Gunsten zu beeinflussen: "Es geht immer um den nächsten Tag, das nächste Spiel, den nächsten Wechsel. Unser Fokus liegt immer darauf die Dinge richtig zu machen und zu kontrollieren, was möglich ist. Dann geht es weiter. Egal ob gut oder schlecht, es geht immer um den nächsten Schritt. Das erwarte ich von unseren Spielern. Wir werden genau das gleiche im nächsten Match sehen, hoffentlich mit positivem Ausgang für uns. Nach Spiel 2 kommt Spiel 3." Als nächstes steht für Carolina erstmal Spiel 2 auf dem Plan, darauf sind nun alle Augen gerichtet. Mit den richtigen Schlüssen aus Spiel 1 sind die Hurricanes alles andere als chancenlos.

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