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Tom Wilsons Sperre schwächt die Capitals

Im ersten von drei Spielen ohne Wilson schwächelt die Topreihe Washingtons. Die Konsequenz war der Ausgleich der Penguins

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

In der Serie der zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs in der Eastern Conference zwischen den Washington Capitals und den Pittsburgh Penguins konnten die US-Hauptstädter erneut ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden und verloren Spiel 4 in der Stahlstadt mit 1:3.

Schon vor der Begegnung mussten die Caps einen herben Verlust hinnehmen. Der Power Forward der ersten Sturmformation, Tom Wilson, wurde nach seinem Check gegen den Kopf von Pens Stürmer Zach Aston-Reese durch das NHL Department of Player Safety für drei Matches gesperrt.

Die Capitals vermissten in Spiel 4 ihren Aggressive-Leader sichtlich und besonders die erste Reihe litt unter erheblichen Ladehemmungen. Der fleißigste Schütze der Liga, Alex Ovechkin, konnte in 60 Minuten keinen einzigen Abschluss verbuchen. Caps Coach Barry Trotz macht sich um seinen Superstar jedoch keinerlei Sorgen: "Glaubt mir. Ovi wird seine Schüsse bekommen."

Auch ohne den körperlich spielenden Wilson konnten die Capitals mit 43 zu 25 Hits mehr als ihre Gegner verbuchen. Besonders Ovechkin (7 Checks) und Devante Smith-Pelly (6) füllten die durch die Sperre Wilsons entstandene Lücke im Körperspiel. Smith-Pelly rückte auch neben Ovechkin und Evgeny Kuznetsov in die Paradereihe der Caps auf, konnte aber wie Ovechkin keinen Torschuss verbuchen.

 

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Der Verlust Wilsons führte zu einer neuen Aufgabenverteilung in der ersten Sturmreihe, die deren offensive Durchschlagskraft massiv beeinträchtigt hat. Während sich Ovechkin mit Wilson auf dem Eis zum größten Teil auf das Tore schießen konzentrieren konnte, musste der Kapitän der Caps noch mehr harte Arbeit verrichten. Für den russischen Ausnahmespieler ist diese Rolle keineswegs unbekannt, bringt er doch mit 1,87m und 113kg den passenden Körper für eine harte Spielweise mit.

Vorausblickend gilt es für die Caps die Aussagen Kuznetsovs zu beherzigen: "Wenn alles eng ist, dann musst du diese kleinen Dinge richtig machen und geduldig sein." Geduld werden die Caps auch mit der neu formierten ersten Sturmreihe haben müssen. Eine Rückkehr Wilsons stünde erst zu einem möglichen Spiel 7 an. So lange werden die Capitals versuchen ihre Tormaschinerie wieder in Gang zu bekommen. Coach Trotz wird hierbei gefragt sein, die richtige Mischung aus Geduld mit der neuen Formation und notwendigen Änderungen zu finden.

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Zu viel Zeit darf sich die Franchise aus der US-Hauptstadt nicht nehmen, liegen doch nur noch zwei Niederlagen vor dem endgültigen Endrunden-Aus.

Ebenso wie zwei verlorene Partien das Ausscheiden bedeuten könnten , könnendie Capitals mit zwei Erfolgen jedoch auch in die Conference Finals einziehen. Der Glaube, den auch Goalie Braden Holtby beschwört wird für die Caps hierbei entscheiden sein: "Wir haben das ganze Jahr lang an uns selbst geglaubt. Ein Spiel nach dem Anderen. Dieses Aufeinandertreffen wird uns nicht aus der Bahn werfen. Unsere größte Stärke war es zurückzukommen, egal ob nach Siegen oder Niederlagen. Wir müssen uns nur darauf konzentrieren unsere Leistung zu abzurufen und das werden wir tun."

Der 'Favoritenfluch' bleibt den Caps jedoch. Kaum keimt die Hoffnung auf eine erfolgreiche Serie auf scheint es, als ob das Team aus Washington den Fokus verliert und sich vom eigentlichen Plan abbringen lässt.

Trotz war nach dem Aufeinandertreffen zwar mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden und sah viele positive Dinge, doch erkannte er auch, dass die Caps härter spielen müssen und kündigte mögliche kleinere Anpassungen an, die das Pendel zugunsten der Hauptstädter ausschlagen lassen sollen.

 

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Für Washington gilt es jetzt die Serie wieder in die richtige Richtung zu lenken. "Es nützt auch alles beschweren über Sperren oder andere Unwägbarkeiten nichts, erkannte Verteidiger Matt Niskanen: "Wir könnten uns über dies oder das aufregen, wundern oder was auch immer. Wir müssen einfach weiter hart spielen und daran glauben. Ich denke wir entwickeln den Glauben daran, dass wir diese Jungs schlagen können. Wir wissen, dass wir dafür richtig gut sein müssen, aber es ist möglich. Wir glauben, dass wir das schaffen können."

Ein Selbstvertrauen, dass sich Washington in den letzten Aufeinandertreffen gegen Pittsburgh und zuvor gegen die Columbus Blue Jackets erarbeitet hat und nun den entscheidenden Vorteil in Spiel 5 am Samstag (7 p.m. ET; NBC, SN, TVAS) bringen soll.

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