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Washington will von Beginn an präsenter sein

Durch mehr Druck in Spiel 2 wollen die Capitals den Ausgleich gegen die Penguins erreichen

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Nach der Heimniederlage im Spiel 1 der Serie der zweiten Runde in den Stanley Cup Playoffs der Eastern Conference heißt es für die Washington Capitals am Samstag (8 p.m. ET; NBC, CBC, TVA Sports) in Spiel 2 im Verizon Center gegen die Pittsburgh Penguins den Ausgleich zu schaffen, um nicht vorzeitig extrem ins Hintertreffen zu geraten.

Die Penguins gewannen die erste Partie nach zwei Treffer in weniger als einer Minute zu Beginn des zweiten Drittels durch Sidney Crosby, sowie nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch die Tore von Alex Ovechkin (39.) und Evgeny Kuznetsov (49.), durch einen schnellen Konter, den Nick Bonino in der 53. Minute perfekt abschloss.

Dabei hatten die Capitals ein deutliches Übergewicht an Chancen. Das Torschussverhältnis endete insgesamt 35 zu 21 zu Gunsten von Washington, inklusive 16 zu 6 im dritten Drittel. Penguins Torhüter Marc-Andre Fleury zeigte sechs seiner 33 Saves in den letzten 3:08 Minuten und hielt die knappe Führung und damit den Sieg fest.

"Wir hatten viele Möglichkeiten", sagte Capitals Trainer Barry Trotz. "Wir brachten den Puck heute 83 Mal auf ihr Tor und sie nur 41 auf unseres. Wir haben viele gute Sachen gemacht. Wir haben aber nicht genug getan."

Ähnlich sieht es auch Washingtons Stürmer Andre Burakovsky, der am Freitag nach dem Training deutlich Position bezog. "Wir hatten ein gutes Spiel", sagte er. "Wir hatten viele Chancen, doch zu wenig getroffen. Alles, was wir tun müssen, ist mehr zu treffen. Wir müssen präsenter sein und die Nachschüsse besser setzen. Hinten müssen wir mehr achtgeben, um nicht in ihre Konter zu laufen. Hier haben wir einige Fehler gemacht. Wenn wir das befolgen, dann werden wir erfolgreich sein."

An Respekt vor dem Gegner, dem Titelverteidiger, der sie im vergangenen Jahr in der gleichen Runde mit 4-2 nach Spielen ausschaltete, mangelt es nicht. "Sie sind eine gute Mannschaft", sagte Burakovsky. "Da darfst du nicht zu viel zulassen. Wir hatten im dritten Drittel ein Übergewicht, aber trotzdem das Tor kassiert. Stattdessen müssen wir unsere Chancen nutzen. Wenn wir 60 Minuten so spielen, dann gewinnen wir."

"Sie sind gefährlich, wenn wir es zulassen, dass sie gefährlich sind. Verluste von Pucks in der Vorwärtsbewegung können sehr gefährlich sein, das gilt es zu verhindern, weil sie unglaublich schnell umschalten."

Die Fehler in der Defensive müssen also analysiert und abgestellt werden, wollen die Capitals dieses Mal eine Chance haben. Verteidiger Kevin Shattenkirk zeigt sich selbstkritisch, insbesondere bezüglich seiner Rolle beim entscheidenden Gegentreffer zum 3-2 von Bonino, der von Scott Wilson durch einen schönen Pass aufgelegt wurde.

Video: PIT@WSH, Gm1: Bonino trifft nach einem Konter

"Ich habe bei Boninos Tor Fehler gemacht", erzählte Shattenkirk nach dem Training am Freitag. "Ich muss einerseits näher an Wilson sein und ihn hindern, den Pass auf Bonino so zu spielen, andererseits wenn ich nicht nahe genug an ihm dran bin, dann muss ich besser im Raum stehen, um eingreifen zu können und zum Beispiel den Schläger an den Pass zu bekommen. Ich habe mich in dem Moment nicht gut bewegt und das muss ich am Samstag besser machen."

Die Spieler aus der Hauptstadt sind aber auch einig, dass sie von Beginn an präsenter sein müssen, um den Gästen zu zeigen, wer zu Hause ist und den Ton angeben will. "Wir können von Beginn an sehr viel besser sein", sagte Burakovsky. "Wir müssen das Publikum mitnehmen, die schon im ersten Spiel begeisternd war, und zeigen, wer der Herr im Haus ist."

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