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Washington muss die Spannung hochalten

Aus den Erfahrungen der 1. Runde wissen die Capitals, dass eine auswärts erkämpfte 2:0-Führung nichts bedeuten muss

von Stefan Herget @nhlde / NHL.com/de Chefautor

Die Washington Capitals führen nach ihren beiden Auswärtssiegen in der Best-of-7-Serie des Eastern Conference Finale gegen die Tampa Bay Lightning mit 2:0 und treten mit diesem scheinbar komfortablen Vorsprung zu Spiel 3 am Dienstag (8 p.m. ET; NBCSN, CBC, SN, TVAS) zu Hause in der Capital One Arena an.

Der Einzug in das Stanley Cup Finale, genau 20 Jahre nach dem einzigen Auftritt der Franchise im Endspiel, scheint zum Greifen nahe. Doch die Capitals wissen genau um die Gefahr, die eine solche Situation umgibt.

 

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"Lasst uns das nächste Spiel gewinnen, ist die Nachricht an die Mannschaft", merkt Washington Trainer Barry Trotz am Montag an. "Das einzige, was wir beeinflussen können ist, uns intensiv auf das nächste Spiel zu fokussieren. Wir wollen nicht viel ändern. Wir haben die Chance Tampa mit dem Rücken an die Wand zu drängen und das ist unser Ziel. Sie sollen nicht wieder Luft holen können."

Trotz weiß nur zu gut, wovon er spricht, denn es ist ein Déjà-vu, nur anders herum. Seine Mannschaft hatte in der ersten Runde der Playoffs gegen die Columbus Blue Jackets ebenfalls die beiden Heimspiele zum Auftakt verloren und sie reisten mit diesem schweren Gepäck zum Gegner. Sie gewannen schließlich Spiel 3 in der Verlängerung und Spiel 4 in regulärer Spielzeit, ehe sie mit den Siegen in Spiel 5 und 6 alles klar machten.

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"Wir wissen bestens, wie schnell sich eine Serie wieder drehen kann", betont Verteidiger John Carlson, der in den Playoffs bereits 13 Punkte (drei Tore, zehn Assists) sammeln konnte, so viele, wie noch kein Capital in der Geschichte vor ihm. "Natürlich willst du immer auf der richtigen Seite sein. Dort sind wir derzeit und wollen es auch bleiben, darum müssen wir bereit sein vor unseren Fans erneut alles zu geben. Es wird Spaß machen."

Nicht nur die Erfahrung der ersten Runde lehrt den Capitals zu gewisser Vorsicht und gedämpfter Euphorie, denn in beiden Serien in ihrer Geschichte, in denen sie die ersten zwei Spiele auswärts gewannen, verloren sie am Ende in sechs Partien. Das war in den Eastern Viertelfinale 1996 gegen die Pittsburgh Penguins und 2003 gegen die Lightning der Fall.

"Es läuft manchmal nicht alles so wie man es will, manchmal gibt es unterschiedliche Ausprägungen", philosophiert Trotz. "Egal, was du in deinem Leben tust, welchen Pfad du nimmst und wie dein Ziel aussieht, manchmal läuft es nicht in eine eindeutige Richtung. Jeder möchte vier am Stück gewinnen und weiterkommen, aber das passiert im Leben nicht. Die Dinge laufen anders. Man lernt daraus und kann als Person, als Spieler und als Team wachsen."

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Die Capitals sind also gefordert so zu spielen, als würden sie in der Serie zurückliegen. Sie dürfen sich nicht auf ihrem Vorsprung ausruhen und der Meinung sein, der Rest laufe von alleine.

"Alles kann passieren", weiß auch Stürmer Matt Niskanen. "Es kann sich schnell ändern. Wir dachten, dass wir gegen Columbus gut gespielt hätten und lagen plötzlich in dieser Serie 0:2 hinten. Das dritte Spiel ging in die Verlängerung, das hätte auch anders ausgehen können. Für uns heißt das, es ist nicht vorbei. Wir müssen unsere Aufgabe zu Hause erledigen, sonst sieht es schnell wieder anders aus."

 

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Die Gefahr kennt auch Trotz: "Wir werden fokussiert sein. Sie werden es auch sein. Wir werden sie morgen Abend in ihrer absolut besten Verfassung sehen, also müssen wir mit unserer größten Anstrengung dagegen halten."

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