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Capitals zeigen Lebenszeichen

Dank eines 4-2 Heimtriumphs konnte Washington seinen Serienrückstand auf 2-3 verkürzen

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Die Washington Capitals meldeten sich mit drei Toren im dritten Drittel zurück, bezwangen die Pittsburgh Penguins in Spiel 5 der Eastern Conference Zweitrundenserie mit 4-2 Toren und verhinderten mit dem Sieg am Samstag im Verizon Center der US-Hauptstadt ihr vorzeitiges Playoff-Aus. Die Capitals verkürzten ihren Rückstand in der Serie auf 2-3.

In den ersten 40 Spielminuten waren die Gäste aus Pittsburgh durch ein Tor von Carl Hagelin und einem Powerplaytreffer von Phil Kessel ins kurze Eck zweimal in Front gegangen. 30 Sekunden vor dem Ende des ersten Spielabschnitts hatte Andre Burakovsky, der wie Hagelin zu seinem ersten Playofftor kam, für die Capitals den Spielstand zum ersten Mal egalisieren können.

Im zweiten Spielabschnitt ließen die Capitals nur drei Torschüsse ihrer Gäste zu.

Das aus Sicht der Mehrheit der gut 18.500 Zuschauer erlösende 2-2 markierte Nicklas Backstrom auf Vorarbeit von Burakovsky in der dritten Spielminute des Schlussdurchgangs. Knapp fünf Minuten später waren es Evgeny Kuznetsov und Teamkapitän Alex Ovechkin, die innerhalb von 27 Sekunden zweimal Gästetorwart Marc-Andre Fleury, der es in der Partie auf insgesamt 28 Rettungstaten brachte, bezwingen konnten und ihre Farben auf die Siegerstraße schossen.

Kuznetsov kam links außen an den freien Puck und schoss ihn aus extrem spitzen Winkel ein und Ovechkin bewies seine Klasse, als er sich von der eigenen blauen Linie auf den Weg machte, von drei Spielern der Penguins nicht aufgehalten werden konnte und dann die Scheibe auf Höhe der Mitte des rechten Bullykreises einnetzen konnte

Es waren die zwei schnellsten Tore hintereinander in der Playoffgeschichte der Capitals seit dem 25. April 1992.

Ovechkin erzielte mit dem 4-2 sein zweites Tor in dieser Serie und seinen achten Scorerpunkt (5 Tore, 3 Assists) in den diesjährigen Playoffs.

"Ich denke, dass sie alle eine Antwort gezeigt haben", beurteilte Washingtons Cheftrainer Barry Trotz die Leistung seiner Mannschaft. "Klar sind sie unsere Schlüsselspieler und ich hegte die Hoffnung, dass außer Burakovsky auch noch andere treffen werden. Das hat geklappt. Heute hat jeder seinen Beitrag dazu geleistet. Das hat auch unseren Erfolg in der regulären Saison ausgemacht."

Die Penguins konnten wieder auf die Dienste ihres Teamkapitäns Sidney Crosby zurückgreifen, der aufgrund einer Gehirnerschütterung, die er sich in Spiel 3 zugezogen hatte, beim vierten Aufeinandertreffen pausieren musste. Bei Kessels Tor war Crosby an der Vorarbeit beteiligt. Es war sein 96. Playoff-Assist womit er mit Mario Lemieux, dem Rekordhalter der Penguins, gleichziehen konnte.

"Sie haben das Momentum genutzt", sagte Crosby. "Wir hatten die Chance eine Führung auszubauen, doch dann glichen sie aus, bekamen die zweite Luft und für kurze Zeit die Oberhand. Manchmal passiert es, dass du den Faden verlierst. Unglücklicherweise haben wir in dieser Phase mehrere Tore kassiert."

Capitals Schlussmann Braden Holtby konnte in den 60 Spielminuten 20 Mal rettend eingreifen.

Das sechste Aufeinandertreffen zwischen den Capitals und Penguins findet am kommenden Montag in der PPG Paints Arena von Pittsburgh statt (7:30 p.m. ET).

Video: Drei Tore im 3. zum 4-2 der Caps über Pens in Spiel 5

 

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