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Canadiens P.K. Subban spendet Millionenbetrag

von Stefan Herget / NHL.com

"Warum nicht?", sagte P.K. Subban auf die Frage, warum er einem Krankenhaus so viel Geld spende und fuhr fort:

"Wissen Sie was? Für mich ist es den nächsten Schritt zu machen, ist es die Initiative zu ergreifen, beispielhaft voranzugehen. Es geht nicht um das Geld; es geht darum beispielhaft voranzugehen und eine Kommune zusammen zu bringen. In Montreal, das ist meine Stadt ebenso viel, wie es ihre ist. Es ist auch meine Aufgabe dieser Stadt eine Verbindlichkeit zu geben, die jeder verstehen kann. Schon weil ich für die Montreal Canadiens spiele und die Menschen mich kennen, deswegen und ich kann das nutzen, um Geld für das Krankenhaus zu sammeln, das ist meine Verpflichtung. Ich fühle das."

Subban hat es wieder einmal verstanden, sich in das große Rampenlicht zu rücken.

Selbst unabhängige Medien abseits des Sport berichten weltweit über die großzügige Spende, die der 26-jährige Kanadier tätigt. Der charismatische Verteidiger der Canadiens stellt dem Kinderkrankenhaus von Montreal über die Gründung einer Stiftung namens "P.K.‘s Helping Hands" (zu deutsch: helfende Hände) in den kommenden sieben Jahren insgesamt 10 Millionen kanadische Dollar, also umgerechnet ca. 6,7 Millionen Euro, zur Verfügung.

Die Stiftung wird Familien von kranken Kindern finanziell unterstützen, damit sich diese um sich selbst kümmern können, anstatt sich darum sorgen zu müssen, wie sie ihre Familie versorgen können, während ihr Kind im Krankenhaus ist.

"Ich glaube jeder verdient diese Möglichkeit, das zu tun", verdeutlichte Subban.

Als Subban am Mittwoch das Krankenhaus betrat, um seine Spende vor den Angestellten und der Presse zu verkünden, lief es ihm eiskalt den Rücken herunter. In großen Buchstaben stand an der Wand der Eingangshalle "Atrium P.K. Subban".

Diese Worte sind von drei Stockwerken des neuen Krankenhauses einsehbar und als besonderer Dank der Einrichtung gedacht. Die Leitung bezeichnete die Spende als "die großzügigste menschliche Geste von einem Sportler in der kanadischen Geschichte."

"Es ist wirklich ein großartiges Gefühl hier zu sein", erzählte Subban der Menge und wich von seinem vorbereiteten Skript ab.

"Als ich gerade aus dem Hinterzimmer kam, bemerkte ich den ‚Atrium P.K. Subban‘ Schriftzug hier hinter mir und ich bekam Gänsehaut. Es gibt nicht viele Momente, in denen ich Gänsehaut bei dem bekomme, was ich tue, Eishockey zu spielen seit einer sehr, sehr langen Zeit vor vielen Leuten. Das ist vermutlich das einzige Mal, dass ich Gänsehaut für eine lange Zeit bekommen habe. Diese Feststellung ist sehr speziell."

Subban berichtete, dass es mehrere Faktoren gab, die ihn veranlassten, eine derartige Spende zu machen.

Die erste war seine Erfahrung, die er mit Leuten gemacht hatte, die einen Schicksalsschlag hinnehmen mussten.

Wie in seiner Zeit der Rookie Saison, als er das Kinderkrankenhaus an Weihnachtsmorgen besuchte, um Geschenke an Patienten auszuteilen ohne dass jemand etwas davon erfährt. Oder die Zeit, in der er Haiti nach dem verheerenden Erdbeben 2010 besuchte, welches das Land in Ruinen verwandelte.

Oder als er einen elfjährigen Krebspatienten ein paar Jahre zuvor traf, der seiner Krankheit später erlag.

"Einige der Dinge, die ich in meiner kurzen Lebenszeit von 26 Jahren gesehen habe, halfen mir, mich zu formen bis ich heute hier heraus kam und diese Zusage machte", sagte Subban.

Ein zweiter Grund war die Verbundenheit zur Stadt Montreal.

"Montreal hat mich langfristig an sich gebunden und nun ist es meine Aufgabe, mich für Montreal zu engagieren", betonte Subban, der seit 2010 für die Canadiens in der NHL aktiv ist und im August 2014 einen Acht-Jahres-Vertrag über 72 Millionen Dollar unterschrieb.

"Es ist meine zweite Heimat geworden", fügte der in Toronto geborene Spieler hinzu.

Als Drittes führte er an, dass er in die Fußstapfen der kanadischen Eishockeylegende Jean Beliveau treten möchte.

Subban traf den mittlerweile Verstorbenen, als er elf Jahre alt war. Sein Jugendtrainer Martin Ross brachte den Star vor einem Spiel in die Kabine seiner jungen Mannschaft. Subbans Vater Karl, ein großer Canadiens-Fan, weinte als er Beliveau registrierte. Es war das einzige Mal, dass Subban ihn weinen sah.

Sowohl Ross und Vater Karl, als auch Beliveaus Witwe Elise waren bei der Verkündigung zugegen.

Zu Letzterer sagte er in Französisch:

"Ich bin stolz in die Fußstapfen meines großen Idols Jean Beliveau zu treten, indem ich der Kommune durch meine Beteiligung und meine Unterstützung etwas zurückgebe. Frau Beliveau, ich hoffe, dass ich ihren Mann mit Stolz erfülle."

Subban lernt zwei Mal in der Woche mit einem Lehrer die französische Sprache, um seine Verbundenheit mit der Region Quebec und den frankophonen Einwohnern auch auf diese Art und Weise zum Ausdruck zu bringen.

Das letzte Anliegen von Subban ist klar. Er möchte nicht nur als Eishockeyspieler in Erinnerung bleiben, sondern auch als jemand, der engagiert ist und sich für andere einsetzt.

"Nun, jedes Mal, wenn sie dieses Krankenhaus betreten, dann wissen sie für was ich einstehe", sagte er abschließend.

Dafür hat er nun ein deutliches Zeichen gesetzt.

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