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Die Calgary Flames verstärken ihren Angriff

31 in 31: Trainer Bill Peters soll die junge Mannschaft der Flames nach der Enttäuschung wieder in die Playoffs führen

von Alexander Gammel @nhlde / NHL.com/de Autor

Die NHL-Saison 2018/19 wirft langsam aber sicher ihre Schatten voraus. Vor dem Start der Trainingslager analysiert NHL.com/de ab dem 5. August die 31 Teams der Liga in 31 Tagen. Zu jeder Mannschaft gibt es in der Serie "31 in 31" zwei Berichte mit interessanten Fakten, Einschätzungen und Einblicken.

In dieser Folge: Calgary Flames

Bilanz 2017/18: 37-35-10, 5. in der Pacific Division
Playoffs 2018: Nicht qualifiziert
Trainer: Bill Peters seit 23. April 2018
Neuzugänge: Elias Lindholm (Carolina Hurricanes), Noah Hanifin (Carolina Hurricanes), James Neal (Free Agent), Tyler Graovac (Free Agent), Alan Quine (Free Agent), Buddy Robinson (Free Agent), Derek Ryan (Free Agent), Yasin Ehliz (Nürnberg Ice Tigers)
Abgänge: Micheal Ferland (Carolina Hurricanes), Dougie Hamilton (Carolina Hurricanes), Adam Fox (Carolina Hurricanes), Matt Bartkowski (Minnesota Wild), Cody Goloubef (Boston Bruins), Troy Brouwer (Free Agent)

Die Calgary Flames wollen in der kommenden Saison wieder in die Stanley Cup Playoffs einziehen, nachdem sie dieses Ziel in der abgelaufenen Spielzeit verfehlt hatten. Mit 84 Punkten lagen sie elf Zähler hinter der zweiten Wild Card in der Western Conference und mussten die Sommerpause früher als geplant antreten. In den letzten vier Jahren erreichten sie die Runde der besten 16 zwei Mal.

Die Erwartungen an das Team waren in Alberta deutlich höher, es ist also kein Wunder, dass sich das Management rund um General Manager Brad Treliving nach dem Saisonende schnell dazu entschloss, Trainer Glen Gulutzan zu entlassen. Als Ersatz kam Bill Peters, der nun den neuen Aufschwung einleiten und die junge und talentierte Mannschaft wieder in die Playoffs bringen soll.

Um dieses Ziel zu erreichen, verstärkten sich die Flames im Sommer vor allem in der Offensive. Der größte Name ist dabei James Neal. Der 30-jährige Stürmer erreichte mit den Nashville Predators vor zwei Jahren das Stanley Cup Finale und wiederholte diese Leistung in der vergangenen Saison mit den Vegas Golden Knights. Neal erzielte vergangene Saison 44 Punkte (25 Tore, 19 Assists) in 71 Spielen für das Überraschungsteam aus Vegas und sammelte in zehn Jahren in der NHL nie weniger als 21 Tore pro Saison. Er dürfte mit Johnny Gaudreau und Sean Monahan eine schlagkräftige erste Reihe bilden.

Video: VGK@DAL: Neal mit seinem zweiten Tor des Abends

"Ich will gewinnen", zeigte sich Neal entschlossen. "Die letzten beiden Jahre war ich nahe dran den Stanley Cup zu gewinnen. Wenn man einmal eine Kostprobe bekommt, will man mehr. Wir haben mit Mike Smith einen großartigen Torwart, haben hervorragende Stürmer und eine gute Abwehr. Wir sind nahe dran zu gewinnen und ich hoffe, dass ich das fehlende Puzzlestück sein kann, das bisher gefehlt hat."

Auch die weiteren Aktivitäten der sportlichen Leitung waren auf eine verstärkte Offensive ausgerichtet. Mit Derek Ryan (15 Tore, 23 Assists), Elias Lindholm (16 Tore, 28 Assists) und Noah Hanifin (zehn Tore, 22 Assists) kamen gleich drei ehemalige Spieler der Carolina Hurricanes zu den Flames.

Center Lindholm und Offensivverteidiger Hanifin wurden in einem Transfer ergattert, der Verteidiger Dougie Hamilton und Stürmer Michael Ferland, sowie das Nachwuchstalent Adam Fox nach Carolina schickte. Ryan kam als Free Agent und unterschrieb für drei Jahre in Calgary.

 

[Lies noch mehr 31 in 31 Saison-Vorschauen von NHL.com/de]

 

Die zusätzliche Tiefe im Sturm könnte ein entscheidender Faktor werden, der die Flames ihrem Ziel der Playoffs wieder näher bringen kann. In der vergangenen Saison trafen die Flames nur 216 Mal und belegten damit den 27. Platz in der Liga.

Auch aus der eigenen Organisation wird Verstärkung erwartet. Mit Verteidiger Rasmus Andersson und Außenstürmer Andrew Mangiapane könnten zwei Spieler von den Stockton Heat aus der American Hockey League zum Team stoßen. Andersson stand vergangene Saison bereits zehn Mal für die Flames auf dem Eis und machte in 56 Spielen für die Heat 39 Punkte (neun Tore, 30 Assists). Auch Mangiapane bekam zehn Einsätze für die Flames und sammelte mit Stockton in 39 Spielen 46 Punkte (21 Tore, 25 Assists).

"Wir haben mehr Tiefe als am Ende der letzten Saison, aber schlussendlich kommt es auf die individuellen Leistungen der einzelnen Spieler an", erklärte Treliving. "Sie müssen ihr Potenzial umsetzen. Darum geht es im Sport, was man in der Lage ist umzusetzen und ob die Chemie stimmt."

Das Leistungsvermögen ist im Kader der Flames sicherlich vorhanden. Mit Stürmern wie Gaudreau und Monahan, sowie den Neuzugängen gehen sie gut gewappnet in die nächste Saison und die Fans können zuversichtlich sein und auf eine Spielzeit hoffen, die länger währt als bis zum Ende der regulären Saison.

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