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Die Flames geben die Playoffs nicht verloren

Nach ihrer Niederlage gegen die Anaheim Ducks scheint die KO-Runde kaum noch erreichbar, doch das Team kämpft weiter

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Die reguläre Saison neigt sich dem Ende zu und je weniger Spiele noch auszutragen sind, desto klarer kristallisiert sich das Teilnehmerfeld der Stanley Cup Playoffs heraus. Drei Teams haben ihren Platz unter den besten 16 mittlerweile sicher, immer mehr Teams werden aus dem Rennen eliminiert, für immer mehr Teams werden die Aussichten auf die Qualifikation unwahrscheinlich, oder auf beinahe sicher. Die Calgary Flames haben zuletzt einen schweren Schlag erhalten, was ihre Hoffnungen auf einen Sommer voller Eishockey angeht.

Am Mittwoch unterlagen sie den Anaheim Ducks zuhause klar mit 4:0. In Anbetracht der Tabellensituation, war die Partie eine Vorentscheidung für die Flames. Vor der Begegnung hielten die Ducks mit 86 Punkten die zweite Wild Card der Western Conference, die Flames lagen sechs Punkte dahinter und hatten noch acht Partien, also 16 potenzielle Punkte vor sich. Sie hätten bis auf vier Punkte an ihre Kontrahenten heran kommen können. Stattdessen müssen sie nun in sieben Spielen sieben Punkte auf die Los Angeles Kings aufholen, die auch noch ein Spiel mehr vor sich haben.

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"Ich denke wir sind gut in das Spiel gekommen", sagte Flames Stürmer Matt Stajan nach der Partie, seinem 1000. Spiel in der NHL. "Wenn man sich das Ergebnis ansieht, sieht das natürlich anders aus. Wenn man im dritten Drittel 3:0 hinten liegt und ein Team jagt, das defensiv spielt, ist es in dieser Liga schwierig etwas zu generieren. Sie sind ein gutes Team."

Die Saison 2017/18 sollte eigentlich den Beginn der Rückkehr zu alter Größe markieren. Die Flames zogen in den letzten acht Jahren nur zwei Mal in die Playoffs ein und beschäftigten sich vor allem mit dem Neuaufbau und der Verjüngung ihres Kaders. Das gelang auch, dieser ist gespickt mit großen, jungen Talenten, die mittlerweile beeindruckende Leistungen bringen und den Kern der Mannschaft ausmachen. Der einzige der fünf Topscorer des Teams, der älter als 24 Jahre ist, ist Mikael Backlund auf Rang fünf mit 29 Jahren.

Mit diesem Roster sah es zunächst auch lange danach aus, als würden die Flames erstmals seit 2009 wieder zwei Mal in Folge in die Playoffs einziehen, nachdem sie letztes Jahr in der ersten Runde ausgerechnet gegen jene Ducks ausgeschieden waren, die möglicherweise nun wieder ihren Traum vorzeitig beendet haben könnten.

Zwischenzeitlich standen die Flames unter den drei besten Teams der Pacific Division, doch gerade in der entscheidenden Phase, gegen Ende der Saison, kam dann der Einbruch. In den letzten zwölf Spielen gab es nur drei Siege (3-8-1), die letzten vier Spiele gingen allesamt an den Gegner.

"Jetzt wird es wirklich schwierig werden Boden gutzumachen, Punkte zu holen und zu versuchen einen Playoff-Platz zu ergattern", gab Torwart David Rittich zu, der Mike Smith am Mittwoch zu Beginn des Schlussabschnitts ersetzte. "Ich weiß nicht was passiert ist. Wir hatten ein paar Mal Pech. Wir müssen klüger sein."

Dass es schwierig sein wird, noch einen Playoff-Platz zu holen, ist noch optimistisch ausgedrückt. Im Sport und besonders im Eishockey, ist nichts unmöglich, doch mit der aktuellen Tabellensituation scheint diese Tat beinahe unmöglich. Nicht nur dass sie die Los Angeles Kings einholen müssten, auch die Dallas Stars und die St. Louis Blues, die zwischen den beiden liegen, dürften kaum mehr Punkte holen. Jedoch machen die Flames nach wie vor nicht den Eindruck, dass sie sich aufgegeben haben.

 

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"Den Kampfgeist in unserer Kabine würde ich niemals in Frage stellen", stellt auch Stajan klar, dass die Saison für ihn noch nicht vorbei ist. "Da können andere Leute sagen was sie wollen, aber ich kenne jeden Mann in dieser Kabine... Wenn jemand auf dem Eis nicht für die anderen spielt und kämpft, gehört er nicht in diese Gruppe und diesen Mangel an Einsatz sehe ich hier nicht."

Die Flames geben sich nicht auf, aber mit der jüngsten Niederlage sind ihre Chancen gewaltig geschrumpft und durch den Ausfall ihres drittbesten Scorers, Matthew Tkachuk (24 Tore, 49 Punkte), wird die Sache nicht leichter.

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