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Bure und Housley unter der am 20. Mai in Helsinki eingeführten Hall-of-Fame-Klasse

von Adam Kimelman / NHL.com
Der russische Superstar Pavel Bure und Phil Housley, der punktbeste US-amerikanische Abwehrspieler in der Geschichte der NHL, gehören zu den fünf Spielern, die neu in die Hall of Fame der International Ice Hockey Federation eingeführt werden.

Die Klasse von 2012 wird rechtzeitig zum Finale der IIHF-Weltmeisterschaft am 20. Mai in Helsinki gefeiert.

Neben Bure und Housley werden der sechsmalige finnische Olympia-Teilnehmer Raimo Helminen und der tschechische Star Milan Novy mit von der Partie sein. In der Kategorie „Builder“ wird der frühere NHL-Coach Andy Murray eingeführt; Kent Angus wurde als Gewinner des Paul-Loicq-Awards für herausragende Verdienste um die IIHF und den internationalen Eishockeysport ausgewählt.

Bure trat mit einem Knall auf die internationale Eishockey-Bühne – bei der Junioren-Weltmeisterschaft von 1989. Er spielte in einer Linie mit Sergei Fedorov und Alexander Mogilny und erzielte dabei in nur sieben Spielen acht Tore und sechs Assists. Noch im selben Jahr wurde er in der sechsten Runde von den Vancouver Canucks gezogen.

Die Saison 1991-92 markierte seine Ankunft in der NHL, wo er direkt einen nachhaltigen Eindruck hinterließ. In 65 Spielen konnte er 34 Tore und 60 Punkte verbuchen, sodass er 1992 die Calder Trophy mit nach Hause nehmen konnte.

In den beiden darauffolgenden Spielzeiten schoss Bure jeweils 60 Tore; 1994 führte er die Canucks ins Finale des Stanley Cups.

Darüber hinaus spielte Bure auch für die Florida Panthers und die New York Rangers. Er gewann zweimal die Maurice ‚Rocket‘ Richard Trophy, schloss fünf Spielzeiten mit mindestens 50 Toren ab und gab nach der Saison 2002-03 seinen Rücktritt bekannt – mit 437 Toren und 779 Punkten in nur 702 Spielen.

Auf internationaler Ebene war er ebenso beeindruckend: Bei den olympischen Spielen 1998 erzielte er neun Tore in sechs Spielen und gewann mit Russland Silber, bei den Spielen 2002 schaffte seine Mannschaft es auf den Bronzerang.

Housley spielte 21 NHL-Spielzeiten in acht verschiedenen Teams. Mit 338 Toren, 894 Assists und 1.232 Punkten ist Housley der verdienteste US-gebürtige Verteidiger in der Geschichte der Liga. Und lässt man die Herkunft außen vor, gehört er immer noch zur Top Five in der Geschichte der NHL.

Der aus St. Paul in Minnesota stammende Housley wurde im Entry Draft 1982 von den Buffalo Sabres an sechster Stelle ausgewählt und spielte in derselben Saison in der NHL. In seinen ersten elf Spielzeiten erzielte er jeweils mindestens 60 Punkte. 1992-93 erreichte er mit 97 Punkten den höchsten Wert seiner Karriere.

Housley spielte auch bei zahlreichen internationalen Turnieren für die US-Nationalmannschaft. Er nahm an sechs Weltmeisterschaften teil, war 1996 Teil des Weltmeisterkaders und errang bei den Olympischen Spielen 2002, bei denen er mit fünf Punkten in sechs spielen die Liste der US-Verteidiger anführte, Silber.

Helminen wurde 1984 in der zweiten Runde von den New York Rangers ausgewählt und verbrachte anschließend drei Saisons in der NHL. Er gilt als einer der größten Spieler der finnischen Eishockeygeschichte und nahm für sein Land sechs Mal an den olympischen Spielen und an zehn Weltmeisterschaften teil. 1984 setzte er bei der Junioren-WM einen finnischen Punkterekord – elf Tore und 13 Assists in sieben Spielen. Bei der Weltmeisterschaft 1995 verhalf er Finnland zum ersten großen internationalen Titelgewinn. Insgesamt errang Helminen eine Gold-, vier Silber- und eine Bronzemedaille in seinen zehn Weltmeisterschaften sowie einmal Silber und zweimal Bronze bei den Olympischen Spielen.

Novy spielte nur eine NHL-Saison (1983-84 mit den Washington Capitals), wird aber für seine Leistungen mit der tschechoslowakischen Nationalmannschaft unvergessen bleiben. Mit 122 Toren in 214 Länderspielen hält er den tschechischen Rekord. Darüber hinaus gewann er bei den Weltmeisterschaften 1976 und '77 Gold. 1976 errang er darüber hinaus Olympisches Silber, und auch bei den Weltmeisterschaften von 1975, '78, '79 und '82 konnte er die Silbermedaille gewinnen.

Murray hat als Trainer alles erreicht, was man erreichen kann, doch seine internationalen Triumphe sind wohl am beeindruckendsten. Murray ist der einzige Nicht-Russe, der bei drei Weltmeisterschaften Gold gewinnen konnte, und zwar mit dem kanadischen Team 1997, 2003 und 2007.

In seinen sechs Spielzeiten als Coach der Los Angeles Kings (1999-2006) und vier Saisons mit St. Louis Blues (2006-2010) gewann Murray insgesamt 333 Spiele. Des Weiteren war er auch als Trainer in der Schweiz tätig.

Der kanadischstämmige Angus, langjähriger Mitarbeiter von Nike, stattet seit 1995 alle höchsten nationalen Spielklassen der IIHF und die Teilnehmer der Olympischen Spiele mit Trikots und Freizeitbekleidung aus.

Kontaktieren Sie Adam Kimelman unter akimelman@nhl.com. Folgen Sie ihm auf Twitter: @NHLAdamK
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