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Budaj stoppt Torhunger der Penguins

Kings Schlussmann hielt beim 1-0 Sieg seinen Kasten sauber und macht enttäuschende Leistungen der Vorwoche vergessen

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Keiner meisterte die Aufgabe gegen die Pittsburgh Penguins im Dezember bisher so bravourös wie Peter Budaj. Mit 39 Saves sicherte sich der Kings Keeper am Freitag beim Gastspiel in der PPG Paints Arena seinen dritten Saison-Shutout. Die Los Angeles Kings stoppten die Siegesserie der Penguins durch Tyler Toffolis Treffer zum 1-0 in der Overtime. Zuvor hatten die Penguins sieben Spiele in Serie gewonnen. Niemand schien ihren Torhunger stillen zu können. In den letzten sieben Spielen jagten die Penguinsangreiffer den gegnerischen Torstehern insgesamt 39 Tore um die Ohren. Das sind durchschnittlich 5,57 pro Spiel. Budaj behielt seine weiße Weste.

"Ich war glücklich, dass ich heute Abend die Chance bekommen habe", erklärte Budaj. "Es war eine große Aufgabe für unser Team. Sie waren in den letzten zehn, sieben Spielen richtig gut. Sie waren richtig heiß. Es war kein schöner Sieg aber es sind wichtige zwei Punkte."

Dieser ob der glänzenden Leistung des Kings Keepers, der mehrmals in größter Not rettete, hochverdiente Shutout war so kaum vorherzusehen. Aufgrund Jonathan Quicks Verletzung im ersten Saisonspiel entwickelte sich bei den Kings im Oktober ein regelrechter Konkurrenzkampf um den vakanten Platz im Tor. Sowohl Jeff Zatkoff als auch Budaj beanspruchten die begehrte Position für sich. Zügig kristalisierte sich jedoch heraus, dass Zatkoff, der mit drei Niederlagen in drei Spielen startete, nicht die erhoffte Alternative darstellte.

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Profiteur Budaj witterte seine Chance und nutzte sie: Vom 20. bis zum 27. Oktober startete er eine kleine Serie und blieb vier Spiele in Folge ungeschlagen. Doch wirklich konstant wollte sich der Erfolg auch bei Budaj nicht einstellen und so erlebte der slowakische Torsteher ein regelrechtes Auf und Ab, das am 13. Dezember gegen die Bufallo Sabres seinen Tiefpunkt fand.

Bei der 6-3 Niederlage rutschten Budaj vier von 22 Schüssen durch. Es folgte die Auswechslung und Zatkoff übernahm im zweiten Abschnitt. Beim Gastspiel am Donnerstag bei den Detroit Red Wings wurde Budaj gänzlich auf die Bank verwiesen. Zatkoff startete, wurde zwar wenig geprüft, doch fing souveräne 17 Schüsse ab.

Budajs Einsatz in Pittsburgh stand auf der Kippe. Hatte er doch in den vergangenen fünf Einsätzen lediglich eine magere Fangquote von 0,861 und einen enttäuschenden Gegentorschnitt von 3,77 vorzuweisen. Seine Leistungen waren gelinde gesagt vor allem Auswärts eher schlecht als recht. Obwohl statistisch wenig für ihn sprach schenkte ihm das Trainerteam am Freitag gegen eines der zurzeit stärksten Teams der Liga das Vertrauen.

Und er belohnte sie dafür.

"Ich bin der Meinung, dass er ein richtig starkes Spiel gemacht hat. Es ist großartig, ihn so zurückkommen zu sehen", lobte Coach Darryl Sutter seinen Schützling. "Er hatte ein schweres Spiel in Bufallo. Um ehrlich zu sein waren einige seiner letzten Auswärtsspiele eher dürftig. Das in Arizona und das in Buffalo. Das macht es noch schöner. Du brauchst einen guten Torhüter um Eishockeyspiele zu gewinnen."

Und Gewinnen ist Budaj am liebsten: "Das wichtigste ist der Sieg. Der Shutout ist das I-Tüpfelchen. Es fühlt sich großartig an", freute er sich.

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