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Bryan Rust ist der gefeierte Mann

Beim 8:5-Erfolg gegen die Ottawa Senators überzeugt der Stürmer der Penguins mit einem Hattrick

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Evgeni Malkin und Phil Kessel verzeichneten am Abend jeweils einen Treffer und zwei Assists, halfen den Pittsburgh Penguins damit dabei einen zwischenzeitlichen 2:4-Rückstand gegen die Ottawa Senators in den finalen 32 Spielminuten noch in einen 8:5-erfolg umzuwandeln. Doch unbestrittener Star des Abends war vor heimischem Publikum am Montag Bryan Rust, der durch seinen ersten NHL-Hattrick alleine drei Treffer zum Erfolg seines Teams beisteuern konnte.

Durch diesen entscheidenden Anteil von Rust konnten die Titelverteidiger ihren bereits dritten Erfolg in Serie einfahren, zudem ihren Rekord gegen die Senators auf 7-0-2 in den letzten neun Begegnungen ausbauen. Für die Truppe aus Ottawa war es hingegen erst die zweite Niederlage in der regulären Spielzeit der letzten acht Ligaspiele.
Zusätzlich zu seinen drei Treffern verzeichnete Rust übrigens auch noch einen Assist-Punkt in numerischer Unterzahl auf dem Eis. Insgesamt für ihn also eine historische vier Punkte-Nacht.

Das Besondere an seinem ersten Hattrick zudem, dass es drei völlig unterschiedliche Treffer für die Penguins waren, welche ein ungewöhnlich großes Spektrum abgedeckt haben: Ein Penaltyschuss, ein Treffer bei gleicher Mannschaftsstärke auf dem Eis und ein Treffer in das verwaiste Gehäuse des Gegners. Nach Mario Lemieux ist Rust damit erst der zweite Spieler in der Geschichte der Franchise dem dieses Kunststück gelang. Lemieux war es übrigens sogar einstmals gelungen fünf unterschiedliche Treffer für die Penguins in einem einzigen Spiel zu erzielen (gleiche Mannschaftsstärke, Powerplay, Unterzahl, Penaltyschuss und leeres Tor). Damals, am 31. Dezember 1988 sammelte er damals auf diese Art am Ende sogar acht Punkte in einemeinzigen Spiel gegen die New Jersey Devils.

Freuen konnten sich gestern im Dress der Penguins zudem auch Evgeni Malkin, der seine Serie an Spielen mit eigenen Punktgewinnen auf sechs ausdehnen konnte, und auch Sidney Crosby, der gegen die Senators seinen bereits 17 Saisontreffer beisteuern konnte und damit die Führung in der Torjägerliste der NHL übernahm.

Video: OTT@PIT: Rust erzielt ersten Hattrick in 8-5 Sieg

Rust, der gefeierte Mann des Abends, spielte übrigens zwischen den Jahren 2004 und 2008 zunächst bei Detroit Honeybaked in Michigan. Anschließend wechselte er für zwei Jahre in das sogenannte 'USA Hockey National Team Development'-Programm. Dort agierte er dann eine Zeit lang noch in der untergeordneten North American Hockey League sowie der United States Hockey League.

Beim NHL Entry Draft des Jahres 2010 wurde er dann in der dritten Runde, und an 80. Stelle insgesamt, von den Pittsburgh Penguins gezogen.

Bis zum Jahre 2014 spielte der heute 24-Jährige dann zunächst noch für die University of Notre Dame in der Central Collegiate Hockey Association, gewann mit seinem Universitätsteam im Jahre 2013 die Meisterschaft.

Im April 2014 unterschrieb Rust dann einen Vertrag bei den Pittsburgh Penguins und gab zum Ende der Saison 2013/14 dann auch bereits sein Profidebüt bei den Wilkes-Barre/Scranton Penguins in der AHL.

Erst am 13. Dezember 2014 folgte dann auch sein Debüt in der NHL, entsprechend für Pittsburgh. Im Verlauf der Spielzeit 2015-16 schaffte es erarbeitete er sich dann so nach und nach einen Stammplatz in der besten Eishockeyliga der Welt.

Größere Schlagzeilen bekam er dann in den titelbringenden Stanley Cup Playoffs im Frühjahr, als er in einer Reihe mit Malkin und Chris Kunitz spielend, einer größeren Öffentlichkeit bekannt wurde. Im entscheidenden siebten Spiel des Eastern Conference-Finales steuerte er dann zwei Treffer bei, als erst achter Rookie der Ligageschichte. Anschließend erzielte er auch noch das erste Tor in der Finalserie um den Stanley Cup, den er schließlich mit Pittsburgh ja dann auch gegen San Jose gewann.

Nun also, mit seiner vier Punkte-Nacht und seinem ersten NHL-Hattrick die nächste Stufe auf seiner beeindruckenden Karriereleiter.

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