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Lightning richten eine Kampfansage an die Bruins

Tampa Bay setzt sich in einem intensiven Match in Boston durch, beide Teams liefern einen Vorgeschmack auf die Playoffs

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

  • 04:56 •

Wenn es auf das Ende der regulären Saison zugeht, wird das Attribut "Playoff-Atmosphäre" als Beschreibung für den Charakter einer Begegnung manchmal etwas zu häufig verwendet. Für das, was die Boston Bruins und die Tampa Bay Lightning am Samstag im TD Garden ablieferten, war es aber auf alle Fälle gerechtfertigt. Die Gäste aus Florida setzten sich in dem packenden Duell mit 5:3 durch. Sie richteten damit zugleich eine Kampfansage an ihren Kontrahenten aus der Atlantic Division, gegen den sie in der laufenden Spielzeit in drei von vier Duellen die Oberhand behielten.

Ausschlaggebend für den Triumph waren die Special Teams der Lightning. Zwei Shorthander, ein Powerplaytor und lediglich ein Gegentreffer bei vier Überzahlspielen der Hausherren lautete deren Erfolgsbilanz.

Ehe sich die Bruins versahen, lagen sie mit 0:2 hinten. Anthony Cirelli schloss in der 6. Minute einen Konter zur Führung ab, nachdem er den Puck in der eigenen Zone erobert hatte. Nur 62 Sekunden später erhöhte Mikhail Sergachev mit einem Handgelenkschuss aus dem Slot. Er war von Yanni Gourde mit einem Zuspiel aus der Ecke mustergültig bedient worden. Beide Tore fielen bei Unterzahl der Lightning. Nach dem 3:0 (26.) durch Cedric Paquette schien die Vorentscheidung gefallen. Doch die Bruins wollten sich nicht so einfach geschlagen geben. Charlie McAvoy (35.) und Sean Kuraly (39.) brachten die Einheimischen noch vor der zweiten Pause auf 2:3 heran. Der TD Garden kochte.

Die Unterbrechung kam für Tampa Bay genau zum richtigen Zeitpunkt, um sich neu zu sammeln. Die Ansprache von Trainer Jon Cooper fruchtete. Seine Mannen setzten gleich zu Beginn des letzten Abschnitts ein Ausrufezeichen. Alex Killorn bugsierte die Scheibe im Powerplay zum 4:2 ins Netz (42.). "Das war sehr wichtig", meinte der Torschütze nach der Partie. "Die Bruins hatten gegen Ende des Mitteldrittels zwei Tore geschossen. Dazu gab es ein paar Auseinandersetzungen auf dem Eis. Es hatte ganz den Anschein, als sollte das Momentum in ihre Richtung kippen. Von daher war es gut für uns, dass wir in Durchgang drei dieses frühe Tor erzielt haben", erläuterte Killorn.

Die Bruins ließen allerdings nicht locker und verkürzten den Rückstand noch einmal. David Pastrnak setzte die Scheibe im Powerplay mit einer sehenswerten Direktabnahme zum 3:4 in die Maschen (47.). Im weiteren Verlauf drängte Boston mit Macht auf den Ausgleich. Doch Tampa Bay hielt dagegen und verteidigte geschickt. Als sicherer Rückhalt erwies sich einmal mehr Lightning-Torwart Andrei Vasilevskiy. Er wehrte 35 Schüsse in der gesamten Begegnung ab.

In der Schlussphase nahmen die Bruins ihren Torhüter Tuukka Rask vom Eis und brachten einen zusätzlichen Feldspieler. Der Erfolg blieb jedoch aus. In der 59. Minute beseitigte schließlich Nikita Kucherov alle Unklarheiten mit einem Empty-Net-Goal zum 5:3-Endstand. Der Angreifer punktete in 21 seiner jüngsten 22 Auftritte und sammelte dabei 34 Punkte (16 Tore, 18 Assists).

"Ich bin stolz auf die Jungs. Unser Powerplay und Penalty Killing waren großartig", sagte Coach Cooper. Gut gefallen hat ihm, wie seine Schützlinge in der letzten Periode auf den Druck der Bruins reagierten. "Wir haben den dritten Abschnitt weitgehend kontrolliert und nur wenige echte Torchancen zugelassen", urteilte er.

Durch den Sieg und mit nunmehr 91 Punkten auf dem Konto festigten die Lightning den zweiten Platz in der Atlantic Division hinter Spitzenreiter Bruins (98). Der Vorsprung auf die Carolina Hurricanes, die sich in der Eastern Conference als erste Mannschaft außerhalb der Playoff-Zone befinden, beträgt 14 Zähler. Damit hat Tampa Bay das Ticket für die Endrunde so gut wie in der Tasche. Das Duell am Samstag lieferte einen Vorgeschmack auf die Stanley Cup Playoffs. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich beide dort in einer Serie gegenüberstehen, ist groß.

Sorgen bereitet den Lightning ihr Verteidiger Victor Hedman. Er stand gegen die Bruins nur 4:36 Minuten auf dem Eis. Im letzten Drittel kehrte er gar nicht mehr aufs Spielfeld zurück. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Ein Ausfall des routinierten Defensivmannes käme für die Lightning zur Unzeit, müssen sie doch bereits länger auf ihren Kapitän Steven Stamkos wegen einer Operation an der Rumpfmuskulatur verzichten.

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