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Bruins deklassieren die Hurricanes in Spiel 2

Bostons Angreifer Matt Grzelcyk schnürt beim 6:2 gegen Carolina im TD Garden einen Doppelpack

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Spielbericht: CAR 2, BOS 6

Bruins schlagen Hurricanes und führen im ECF mit 2:0

Matt Grzelcyk trifft doppelt, Charlie Coyle und Torey Krug mit je drei Assists beim 6:2 der Bruins über die Hurricanes in Spiel 2

  • 04:52 •

Die Boston Bruins haben am Sonntag in Spiel 2 des Conference-Finales im Osten einen 6:2-Kantersieg gegen die Carolina Hurricanes gefeiert. Matt Grzelcyk schnürte einen Doppelpack für die Gastgeber im TD Garden. Danton Heinen schoss ein Tor und bereitete zwei Treffer vor. Charly Coyle und Torey Krug verbuchten jeweils drei Assists. Boston führt nach den beiden erfolgreichen Auftritten vor heimischem Publikum in der Best-of-Seven-Serie mit 2:0.

Rundenübergreifend war es der fünfte Sieg für die Bruins hintereinander.

Grzelcyk eröffnete den Torreigen in der 15. Minute. Nach einem Pass von Marcus Johansson überwand er Carolinas Torhüter Petr Mrazek per Handgelenkschuss aus dem linken Bullykreis zur 1:0-Führung. Der Puck rutschte dem Schlussmann unter dem Arm hindurch. Im Powerplay erhöhte Jake DeBrusk mit einem Rebound auf 2:0 (19.).

Video: CAR@BOS, Sp2: DeBrusk trifft im dritten Versuch

Im zweiten Abschnitt führten die Hausherren ihr druckvolles Offensivspiel nahtlos fort. Nachdem ein Johansson-Schuss abgelenkt wurde, reagierte Connor Clifton am schnellsten und setzte die Scheibe zum 3:0 in die Maschen (24.). Es war das erste NHL-Tor des Verteidigers. Bei einem weiteren Überzahlspiel der Bruins war wiederum Grzelcyk zur Stelle und markierte mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend das 4:0 (38.).

Damit war der Torhunger der Bruins jedoch noch lange nicht gestillt. David Backes sorgte kurz nach Beginn des Schlussdrittels für das 5:0 (42.). Heinen ließ nach einer 2-gegen1-Situation, die er zusammen mit Patrice Bergeron vorgetragen hatte, das 6:0 folgen (45.).

 

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Mit dem deutlichen Vorsprung im Rücken schalteten die Einheimischen ein paar Gänge zurück. Die Hurricanes bemühten sich in den verbleibenden Minuten, das Ergebnis zumindest etwas freundlicher zu gestalten und hatten Erfolg. Zunächst traf Kapitän Justin Williams mit einem abgefälschten Schuss zum 1:6 (53.). Wenige Minuten später nutzte Teuvo Teravainen einen missglückten Klärungsversuch von Bostons Keeper Tuukka Rask aus und beförderte den Puck zum 2:6 ins leere Tor (58.).

Nino Niederreiter konnte wie schon in Spiel 1 am Donnerstag keine entscheidenden Impulse im Angriff der Hurricanes setzen. Der Churer stand diesmal 17:21 Minuten auf dem Eis, davon 3:57 im Powerplay. Mehr als ein Torschuss sprang für ihn nicht heraus. Damit wartet er weiter auf seinen ersten Scorerpunkt im Conference-Finale.

Eine große Schwäche der Hurricanes am Sonntag war das Powerplay. Sie gingen bei allen vier Gelegenheiten leer aus. Ganz anders die Bruins: Sie münzten beide Überzahlsituationen in Treffer um. "Unser Powerplay hat uns richtig in Fahrt gebracht", betonte Bostons Kapitän Zdeno Chara.
Nicht nur deswegen herrschte im Lager des Siegers große Zufriedenheit. "Der gesamte Auftritt von den Jungs heute hat mir sehr gut gefallen. Wir haben im Vergleich zu Spiel 1 noch einmal zugelegt", sagte Bruins-Trainer Bruce Cassidy. "Es ist uns gelungen, viele Torchancen herauszuspielen und sie vor allem rigoros zu nutzen."

Doppeltorschütze Grzelcyk freute sich ebenfalls über die starke Darbietung der Mannschaft. "Es war enorm wichtig, dass wir den Heimvorteil ausgenutzt haben. Wir waren von Anfang an bereit und haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Gerade im zweiten Drittel haben wir richtig gut gespielt und verhindert, dass die Hurricanes zurück ins Match finden", analysierte er.

Beim Verlierer dagegen war die Enttäuschung über die deutliche Niederlage mit Händen zu greifen. Besonders selbstkritisch äußerte sich Torwart Mrazek. Er ärgerte sich in erster Linie über den Führungstreffer der Bruins. "Den Puck hätte ich halten müssen, keine Frage. Das Gegentor geht eindeutig auf meine Kappe", sagte er.

Für Hurricanes-Coach Rod Brind'Amour waren die schwachen fünf Minuten seiner Schützlinge zum Ende des ersten Drittels der Knackpunkt in der Partie. "Von da an lief nichts mehr zusammen. Wir haben die Bruins stark gemacht und zugelassen, dass sie ihr Spiel aufziehen konnten", konstatierte er ernüchtert.

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