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Konkurrenz belebt das Geschäft

Boston Bruins haben etliche Talente in den Startlöchern und wollen den Kampf um die Kaderplätze internen anheizen

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Der Startschuss der NHL-Hauptrunde 2017-18 steht zwar noch nicht unmittelbar vor der Türe, doch die Nachwuchs-Camps sind geschafft und die Trainingscamps in Sichtweite. Da dachten wir , dass es das Beste sei, die Sommerhitze im August mit Analysen eurer Lieblingsteams zu bekämpfen.

Jeden Tag wird euch NHL.com/de im Rahmen der 31 in 31 Serie mit fundierten Einschätzungen der Mannschaften versorgen. Wo wird die Reise für den Liganeuling Las Vegas Golden Knights hingehen? Können die Pittsburgh Penguins ihre dritte Meisterschaft in Folge feiern? Welche Teams könnten uns alle überraschen? Alle diese Fragen werden in den täglichen Artikeln beantwortet.

Heute analysieren wir die Boston Bruins.

2016-17 Bilanz: 44-31-7, 3. Platz in der Atlantic Division

2017 Playoffs: 2:4-Niederlage in der ersten Runde der Eastern Conference gegen die Ottawa Senators

Trainer: Bruce Cassidy, seit 7. Februar 2017

Neuzugänge: Paul Postma, Kenny Agostino

Abgänge: Colin Miller, Dominic Moore, Joe Morrow

Wo sie herkommen:

Über sechs turbulente Jahre ist es nun her, dass die Boston Bruins im Stanley Cup Finale 2011 einen 2-0 Serienrückstand gegen die Vancouver Canucks drehten und sich ihre sechste und bislang letzte Meisterschaft sicherten.

Drei Saisons von 2011 bis 2014, in denen sie des Öfteren weit in die Stanley Cup Playoffs vorstießen, folgten drei ernüchternde Jahre. In 2014-15 und 2015-16 scheiterten die Bruins jeweils an der Qualifikation für die Postseason. Das einstige Top-Team der Liga verschwand endgültig im tristen Mittelfeld.

In 2017 gelang ihnen sodann der Befreiungsschlag. Ein dritter Platz in der Atlantic Division reichte zur ersten Playoffteilnahme in drei Jahren. Auch wenn die Bruins dort nach sechs Partien in der ersten Runde gegen die Ottawa Senators die Endstation erreichten, ist der Blick auf die kommende Spielzeit ein optimistischer.

Was sie änderten:

Anders als noch in den Vorjahren, hielten die Boston Bruins in der Offseason 2017 die Füße beträchtlich still. Die einzigen Verpflichtungen waren Free Agent Verteidiger Paul Postma und Stürmer Kenny Agostino.

Sind die Bruins mit dem Abschneiden der Vorsaison, die nach zwei Wochen in den Stanley Cup Playoffs beendet war zufrieden oder nur geizig, ihre vorhandenen Ressourcen einzusetzen?

Weder noch. Sie sind einfach der festen Überzeugung, dass ihre Nachwuchstalente bereit sind, um für einen Platz im NHL-Kader zu konkurrieren.

"Wir haben uns sehr bemüht, unseren jungen Talenten die Zeit zu geben, zu wachsen. Wir wollten ihnen die Möglichkeit geben, sich zu verbessern", sagte Bruins General Manager Don Sweeney. "Jetzt haben wir den internen Konkurrenzkampf in Gang gebracht. Ich glaube, es gibt einige Spieler, die die alteingesessenen herausfordern werden... vor allem vorne."

"Hinten wird es wahrscheinlich nicht so aussehen, deshalb sahen wir uns gezwungen, uns anderweitig umzusehen. Aber ich denke, der wichtige Teil ist der interne Konkurrenzkampf, den wir in Bewegung gesetzt haben und ich denke, es gibt einige Spieler, die einen Schritt nach vorne machen und ihre Chance nutzen werden."

Auch wenn die Bruins immernoch daran arbeiten, den auslaufenden Vertrag von David Pastrnak, der hinter Brad Marchand der zweitbeste Scorer des Teams war, zu verlängern, so haben sie dennnoch nicht untätig. Alle anderen Spieler, die im kommenden Jahr unrestricted Free Agent geworden wären, unterschrieben einen neuen Kontrakt. Darunter auch Center Ryan Spooner, der 39 Punkte (11 Tore, 28 Assists) erzielte.

Video: PHI@BOS: Pastrnak schießt das Erste per Onetimer

Wie sie abschneiden könnten:

Dass bei den Bruins einige junge Talente wie Anders Bjork, Danton Heinen, Peter Cehlarik, Jake DeBrusk und Zach Senyshyn in den Startlöchern stehen, sollte nicht ungelegen kommen. Patrice Bergeron, Marchand, David Krejci und David Backes sind erfahren genug, um als Mentoren zu fungieren.

"Ich muss diese Jungs überzeugen, die Kids mitzuziehen. Wer auch immer von den Jungen es sein wird, es wird uns zu einem besseren Team machen, wenn wir es schaffen, die Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen", erklärte Coach Bruce Cassidy.

Die Bruins haben vorne und hinten eine extrem routinierte Truppe. Sollte auch nur eine Handvoll der jungen einschlagen, so könnte 2017-18 eine erfolgreiche Saison werden. Ein Abschneiden im Spitzentrio der Atlantic Division scheint realistisch.

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