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Martin Brodeur gewöhnt sich noch an Leben nach der Ka

Blick auf Nachwuchstalente beim Traverse City Turnier in Rolle als Blues Assistant GM

von Mike G. Morreale @mikemorrealeNHL / NHL.com Redakteur

TRAVERSE CITY, Mich. -- St. Louis Blues Assistant General Manager Martin Brodeur war diese Woche mitten im Geschehen und sah sich beim 18. Traverse City Prospects Tournament in der Centre Ice Arena die besten jungen Spieler an.
 
Brodeur wurde dieses Jahr nicht von Blues General Manager Doug Armstrong begleitet, der als GM von Team Kanada in Toronto beim World Cup of Hockey 2016 ist. Er hat viel gutes Eishockey gesehen und wurde sogar Zeuge, wie sein Sohn Jeremy bei einem 4-1 Sieg am Samstag 27 Saves gegen die Columbus Blue Jackets machte.

"Meinen Söhnen Jeremy und Anthony ist klar, wie schwer es wird, sich als Profi durchzusetzen, aber sie haben Spaß, wollen spielen und Teil eines Teams sein", erzählte Brodeur NHL.com. "Sie finden Freunde und kommen in ihrem eigenen Leben weiter."
 
Martin Brodeur setzte sich nach 21 Saisons zur Ruhe und wurde am 20. Mai 2015 von den Blues als Assistant GM verpflichtet. Er gewöhnt sich noch an sein Leben nach der aktiven Karriere und wurde während jedem Spiel des Turniers von zahlreichen Fans angesprochen und um Fotos gebeten. Er sagte nie nein und lächelte auf jedem Foto.
 
Brodeur führt die ewige Liste der NHL in der regulären Saisons nach Siegen (691), Shutouts (125), Spielen (1.266) und Spielminuten (74.439). In den Stanley Cup Playoffs ist er auf Rang eins nach Spielen (204) und Shutouts (24) und Platz zwei nach Siegen (113). Er gewann den Stanley Cup mit den New Jersey Devils 1995, 2000 und 2003.
 
Während einer Turnierpause gab er NHL.com ein Interview.:
 
Wie würdest du deine erste Saison als Assistant General Manager beschreiben?
 
"Es war großartig. Das Management der St. Louis Blues half mir dabei, was zu tun ist und sie gaben mir einige kleinere Aufgaben. Wenn wir einen Krafttrainer oder etwas anderes brauchen, beten sie mich darum mich mit den Leuten in Verbindung zu setzen. Das ist alles neu für mich, aber vor meiner zweiten Saison fühle ich mich schon wohler. Ich denke Beziehungen sind wichtig. Veranstaltungen wie das Traverse City Prospects Tournament zu besuchen ist wichtig, um die Scouts und Manager zu treffen und Leute kennenzulernen. Es gibt viel zu lernen, aber es bringt mich aus dem Haus."
 
Letztes Jahr stachen in Traverse City Stürmer Robby Fabbri und Verteidiger Colton Parayko heraus. Was denkst über die diesjährigen Talente der Blues?
 
"Vor dem NHL Draft 2016 waren wir im Angriff etwas dünn besetzt und holten dort sieben Stürmer, jetzt sind wir glücklich mit unserer Offensive. Unser erster Pick, Tage Thompson (Nr. 26), spielt für die University of Conncticut, daher konnte er nicht nach Traverse City kommen, aber wir sahen ihn im Juli im Prospects Camp in St. Louis. Wir sind zufrieden mit der Größe und dem Talent, das wir mit Nolan Stevens (Nr. 125) und Jordan Kyrou (Nr. 35) haben, der hier ist. Center Adam Musil (Draft 2015, Nr. 94) macht einen guten Eindruck. Unser größtes Talent im Tor ist Ville Husso (2014, Nr. 94), der in Chicago in der American Hockey League spielen wird, nach drei Jahren in Finnland. Unsere Scouts haben bei den letzten beiden Drafts, seit ich hier bin, einen großartigen Job gemacht. Director of Amateur Scouting Bill Armstrong und seine Mitarbeiter haben gute Arbeit geleistet. Connor Bleackley (2016, Nr. 144) ist ein Spieler, den wir durch einen Transfer mit Chicago für einen besseren Draft Pick bekommen haben. Bleackley wurde ursprünglich von Colorado gedraftet, wurde aber nie unter Vertrag genommen. Er kam mit einer tollen Einstellung ins Camp und war in guter Form."


 
Liegt Stürmer Ivan Barbashev (NHL Draft 2014, Nr. 33) in seiner Entwicklung zurück?
 
"Ivan ist eins unserer Toptalente in diesem Turnier, aber er braucht noch mindestens eine halbe ordentliche Saison in Chicago (AHL). Jetzt wo wir dort unseren eigenen Trainerstab haben, wird es einfacher die Spieler zu holen. Barbashev ist jemand, den wir genau im Auge behalten. Er hat diesen Sommer wirklich hart gearbeitet und macht einen guten Eindruck. Er wird seine Chance bekommen, aber wir sind in der NHL stark aufgestellt, da wird es schwer sich durchzusetzen. Außerdem hat Ty Rattie (Draft 2011 Nr. 32) im Juli für ein Jahr unterschrieben. Er versucht es schon eine Weile, daher wollen wir, dass er noch einen drauf legt und zeigt, dass er ein NHL Spieler ist."
 
Die Blues sind ohne Stürmer David Backes und Troy Brouwer und Torwart Brian Elliott ein anderes Team. Was erwartet ihr, du und Doug Armstrong von dieser Saison?
 
"Backes und Brouwer ziehen zu lassen ist eine große Veränderung, also verlassen wir uns daruaf, dass Jaden Schwartz und die Jungs Leistung bringen. Alex Pietrangelo wird die Führungsrolle als Kapitän übernehmen. Wir werden vielleicht hier und da Probleme haben, Aber ich denke die Jungs sind bereit dafür. Sie wollen es und jetzt haben sie es. Wir freuen uns auf die neue Saison, aber unser Nachwuchs und unsere jungen Spieler sind genau da wo wir sie haben wollen. Wir wollen mit allen Anderen mithalten und ich denke das schaffen wir."
 
Was denkst du über den World Cup of Hockey 2016 und besonders das Konzept Team Nordamerika?
 
"Ich weiß noch nicht. Zum einen würde ich mir wünschen, dass die jungen Spieler für ihr eigenes Land antreten. Ich denke Team Europa macht wirklich Sinn, weil e Nationen, die sonst kein konkurrenzfähiges Team aufstellen können die Chance haben, mit großartigen Spielern anzutreten. Ich bin gespannt darauf, wie Team Nordamerika abschließen wird und wie schnell sie im Vergleich zu den anderen Teams sind. Ich hätte gerne gesehen, dass Connor McDavid den Preis bezahlt und einige Jahre warten muss, bevor er bei einem Turnier dieser Größenordnung antritt. Die USA und Kanada werden dabei die großen Gewinner sein, weil die Erfahrung, die diese jungen Spieler sammeln werden unbezahlbar ist. Sidney Crosby musste bis 2010 warten, bevor er für sein Land bei den Olympischen Spielen antreten durfte. Aber es ist schon unglaublich, dass die besten jungen Spieler jetzt so eine Erfahrung machen. Das ist fast wie ein Minor League Team für die USA und Kanada. Man weiß aber nie, was in so einem kurzen Turnier passiert."

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