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Brodeur genießt letzten Salut im Finale 2012

von Dan Rosen / NHL.com

Die New Jersey Devils werden Martin Brodeur ehren, indem sie am 8. Februar vor dem Prudential Center eine Statue zu seinen Ehren enthüllen und vor dem Spiel gegen die Edmonton Oilers am 9. Februar seine Nummer 30 in den Ruhestand schicken. NHL.com gedenkt Brodeur mit einer Reihe von Berichten, die auf seine rekordbrechende und vermutlich Hall of Fame würdige Karriere zurückblicken.

Brodeurs letzter Salut 2012:


Neun Jahre, 568 Spiele und 307 Siege in der regulären Saison und den Playoffs lagen für Martin Brodeur zwischen seinem letzten Stanley Cup Sieg 2003 und und seinem letzten, magischen Anlauf 2012.

Es war eine lange Zeit mit viel Eishockey vielen Siegen und einem großen Altersunterschied. Deshalb schien es so überraschend, dass Brodeur mit 40 Jahren nochmal aus dem Jungbrunnen stieg um sich ein letztes mal am Stanley Cup 2012 zu versuchen.

Nur war es nicht überraschend, nicht für diejenigen, die ihn am besten kennen.

"Bei Marty hat mich nichts überrascht," sagte der frühere GM der Devils Lou Lamoriello. "Das hat man erwartet."

Der frühere Devils Verteidiger Ken Daneyko, der den Stanley Cup drei mal mit Brodeur gewann, stimmte Lamoriello zu, als er nach New Jerseys überraschendem Lauf zum Stanley Cup Finale 2012 gegen die Los Angeles Kings gefragt wurde. Eine Serie ,die die Devils in sechs Spielen verloren.

"Ich sah es einfach als eine Leistung der ganz großen," sagte Brodeur. "Es war in diesem Jahr ein gutes Team, mit [Zach] Parise, [Ilya] Kovalchuk und so weiter und Marty war einfach Marty. Man sah einfach wie er den Marty von vor zehn Jahren heraufbeschwor und auf diesen magischen Lauf schickte. Das erwartet man von den ganz Großen."

"Alles hat einmal ein Ende, aber Marty machte sicher, dass er nicht ohne einen letzten, großen Salut abtreten würde."

Brodeur musste 2012 nicht überragend sein, aber die Devils wären nicht ins Cup Finale gekommen, wäre er nicht verdammt nahe dran gewesen.

Er hatte in diesem Frühling 91,7% aller Schüsse gehalten und hatte einen Gegentorschnitt von 2,12 bei 14 Siegen in 24 Spielen. Als er 2012 in die Playoffs kam, hatte Brodeur 16 von 42 Playoff Spielen gewonnen, seit er 2003 mit den Devils den Cup gewonnen hatte.

"Unser Team spielte wirklich gut und Marty machte die Saves, die man von ihm erwartete und einige die man nicht erwartet hätte,“ sagte Parise. „Es war einfach eine gute Kombination."

Es ging nicht unbedingt um die Anzahl der Saves die Brodeur machte, sondern darum, wann er sie machte und was sie dem Team brachten.

Da waren seine 43 Saves in Spiel sieben der ersten Runde gegen die Florida Panthers, einschließlich der 12 in der ersten Verlängerung, die New Jersey die Chance gaben in der zweiten Verlängerung zu gewinnen.

"Die Verlängerung, die er in Florida in Spiel sieben spielte, das war was besonderes," sagte der Torwarttrainer der Devils Chris Terreri. "Natürlich muss man das gewinnen, aber wenn man es schafft, ich glaube, dass hat ihm und dem Team noch mehr Kraft, noch einen Schub gegeben weiter zu machen. Er machte einige spektakuläre Saves in der Verlängerung und das hat ihn und das Team irgendwie nach vorne katapultiert."

Die Devils haben die Philadelphia Flyers mit vier Siegen in Folge überrannt, nachdem sie das erste Spiel verloren hatten. Sie brauchten sechs Spiele im Eastern Conference Finale gegen die New York Rangers, aber Brodeur machte 33 Saves, darunter acht im dritten Drittel, bevor die New Jersey Devils Spiel sechs in Verlängerung gewannen.

"Da zählt die Erfahrung und der Antrieb," sagte der frühere Kapitän der Devils Scott Stevens. "Als er an dem Punkt war, war es irgendwie ein alter Hut, 'Hey, hier stand ich schonmal, ich weiß was nötig ist, ich weiß was ich zu tun habe.' Auch wenn er etwas älter war und vielleicht nicht mehr so gut wie früher, hatte er immer noch diesen Vorteil."

Brodeur war ausnahmsweise der Außenseiter und diese Rolle liebte er.

"Alle haben an mir gezweifelt und es macht Spaß so zu spielen, wenn niemand etwas von dir erwartet," sagte er.

Es war wohl kaum Brodeurs Schuld, dass die Devils im Finale gegen die Kings verloren haben. Er stoppte 53 von 57 Schüssen in den ersten beiden Spielen, aber New Jersey verlor beide Spiele 2-1 nach Verlängerung. Er stoppte 46 von 48 Schüssen um durch Siege in Spiel 4 und 5 das Ausscheiden abzuwenden.

Steve Berniers fünf Minute Strafe wegen Bandenchecks nach 10:10 in Spiel sechs, hatte eine Lawine von drei Powerplatoren in 3:58 zur Folge und machte damit jegliche Chance der Devils Spiel sieben zu erzwingen zu Nichte.

"Es hätte ganz anders laufen können," sagte Brodeur. "Unsere Einstellung war großartig, wir kamen in der Serie zurück, aber eine kleinliche Entscheidung reichte, um uns aus dem Stanley Cup Finale zu werfen."

Brodeur sagte nur "kleinlich," weil Sekunden bevor Bernier Rob Scuderi von hinten checkte, der Stürmer der Kings Jarret Stoll Brian Gionta von hinten gecheckt hatte. Die Devils forderten die Strafe gegen Stoll. Stattdessen bekamen die Kings fünf Minuten Überzahl und nutzten diese entscheidend um die Serie zu gewinnen.

Trotzdem war Brodeur mit dem Ergebnis zufrieden, da dieser letzte Anlauf für ihn sehr unberechenbar war.

Es fühlte sich so anders an, als das erste mal, als er das Stanley Cup Finale verlor, als er 29 war und die Colorado Avalanche trotz einer 3-2 Führung in der Serie in Spiel sechs nicht stoppen konnte.

"Ich bereue nichts,“ sagte Brodeur. "Ich beendete diese Serie und ich war mit mir zufrieden, verglichen mit der Niederlage 2001, als ich in meiner Höchstform war und nicht wusste ob ich nochmal zurückkommen würde. Das tat weh."

"Ich wusste, dieses mal würde wahrscheinlich das letzte mal sein und ich habe jeden Moment genossen. Ich war total entspannt. Ich habe keinen Druck gespürt."

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